(openPR) 95 Mitarbeiter jubeln: Die breiteste Rollenschneidmaschine der Welt – GOEBEL monoslit giant - steht vor der Auslieferung nach China. Der Kunde, die China Soft Packaging Group, hat drei 11 m breite Maschinen bei GOEBEL Schneid- und Wickelsysteme GmbH bestellt. Diese sind für die Verarbeitung von Kunststofffolien vorgesehen.
Mit der Konstruktion hat das Unternehmen einen Benchmark in der Verarbeitung von Folien gesetzt. „GOEBEL unterstreicht mit dieser Leistung einmal mehr seine führende technische Kompetenz beim Bau von Rollenschneidmaschinen“, sagt Dr. Ralf Enderle, Geschäftsführer von GOEBEL Schneid- und Wickelsysteme GmbH. „Sowohl die langjährige Erfahrung unserer Spezialisten in Engineering und Montage als auch der Einsatz neuester Technologien und Materialien sind entscheidende Komponenten bei der Realisierung eines solchen Projektes. Nur im Zusammenspiel zwischen allen beteiligten Fachabteilungen unseres Hauses und unter Einbeziehung unserer Partner auf der Zulieferseite kann ein so hochwertiges Produkt entstehen. Mit dieser Neuentwicklung auf höchstem Niveau ist GOEBEL sehr gut auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.“
Derzeit wird die Rollenschneidmaschine in Darmstadt für den Transport nach China verpackt. Insgesamt 15 große Transportkisten werden hierfür benötigt; allein die drei größten Kisten haben eine Länge von bis zu 17 m und ein Gewicht von bis zu 34 t. In ihnen befinden sich das Maschinen-Untergestell, die Schneideinheit und das Einlaufgestell der Maschine. Per Schwertransport wird die monoslit giant in den nächsten Tagen den Hafen Hamburg erreichen. Dort wird sie auf große Containerschiffe verladen. Fünf Wochen dauert die Reise, bevor die Transportkisten die Provinz Fujian Fuzhou, P.R. China, erreichen. Nach der Wieder-Montage im Werk gemeinsam mit dem Kunden ist die Inbetriebnahme geplant. In dieser Zeit überwacht ein Team aus erfahrenen GOEBEL-Mitarbeitern den Aufbau und steht dem Kunden noch weitere Tage für die Schulung vor Ort zur Verfügung.
Die 11 m breite GOEBEL monoslit giant setzt neue Maßstäbe. Innerhalb von drei Monaten wurden mehrere Tausend Teile montiert und mehr als 3.000 m Elektrokabel verlegt. Ein besonders imponierendes Bauteil ist die Untermesserwelle. Sie hat eine Länge von bis zu 11.370 mm. Die Welle hat 5.450 Nuten von ca. 1 mm Breite, verteilt auf die gesamte Walzenbreite. Damit kann man Fertigrollen, die zwischen 300 und 3.300 mm breit sind, beliebig im Raster von 2 mm schneiden. Geschnitten wird mit Rasierklingen, die in diese Nuten exakt eintauchen.
Der Rollenschneider nimmt Mutterrollen mit einem Durchmesser von max. 1.500 mm auf und verarbeitet sie zu Fertigrollen mit einem max. Durchmesser von 1.200 mm. Die Abrollbreite kann der Kunde selbst wählen; sie liegt zwischen 9.400 mm und 10.400 mm. 18 Wickelstationen stehen künftig für eine 24h-Produktion zur Verfügung. Auf dem neuesten Stand der Technik verarbeitet die monoslit giant Folien in Dicken von 10 bis 80 µm. Der Testlauf in Darmstadt war mehr als zufriedenstellend. „Über den gesamten Geschwindigkeitsbereich von 0 bis 1.500 m/min. ist die Maschine extrem laufruhig“, freut sich Dr. Hans-Peter Bauer, Leiter der Konstruktion bei GOEBEL. „Das ist für eine Rollenschneidmaschine in diesem Ausmaß einmalig.“ Auch der Geräuschpegel lag deutlich unter dem vereinbarten Wert.
Neben dem Maschinendesign wurden beispielsweise die Maschinenperipherie und die interne Energieversorgung neu konzipiert. Die Aufstellung der Maschine erfolgt ebenerdig; aufwändige Fundamentarbeiten sowie Kabelkanäle gehören der Vergangenheit an.
Der Konzern China Soft Packaging Group produziert im Jahr 350.000 t Kunststofffolien und möchte seine Produktion um 50 % steigern. Überzeugt von der GOEBEL-Qualität und den technischen Lösungen, beauftragte man das Darmstädter Unternehmen mit dem Bau von drei 11 m breiten Maschinen. Bereits seit Jahren besteht ein enges Vertrauensverhältnis zwischen dem Kunden aus China und GOEBEL. „Es freut uns, wenn wir unseren Kunden Lösungen anbieten und für sie entwickeln können, die eine Steigerung der Produktionseffizienz und -leistung ermöglichen“, so Enderle.


















