(openPR) Knapp zwei Billionen Euro erwirtschaften die deutschen Mittelstandsunternehmen jedes Jahr, was einem Anteil von mehr als 38 Prozent des gesamten BIP entspricht. Damit kommt den Mittelständlern eine enorme volkswirtschaftliche Bedeutung zu. Um dies zu honorieren wurde der Innovationspreis „Top 100“ ins Leben gerufen. Im Juni wurden diejenigen Unternehmen ausgezeichnet, die sich im vergangenen Jahr mit außergewöhnlichen Ideen hervorgetan und ihre jeweilige Branche um innovative Neuentwicklungen bereichert haben. Eines davon ist die Rollon GmbH aus Ratingen.
Ratingen/Friedrichshafen. Gegen den Strom zu schwimmen, scheint das Erfolgsrezept von Rollon zu sein. Dabei ist der Hersteller von Linearführungen in einer Nische tätig, in der sich die meisten Wettbewerber auf Standardprodukte konzentrieren. Das Ratinger Unternehmen hat sich jedoch rechtzeitig umorientiert und erwirtschaftet 35 Prozent seines Umsatzes mit Sonderlösungen für den Maschinenbau, die Medizintechnik, den Schienenfahrzeugbereich sowie für die Logistikbranche und sogar die Lebensmittelbranche. Dabei setzt die Firma auf ein eher ungewöhnliches Konzept: „Da wir die Branche nicht neu erfinden wollen, betreiben wir keine Forschung, sondern suchen gemeinsam mit unseren Kunden nach Lösungen für aktuelle Probleme“, erklärt Rüdiger Knevels, Geschäftsführer von Rollon. Diese Strategie zahlt sich aus: 22 Millionen Euro erwirtschaftete das 70-Mann Unternehmen im Jahr 2011.
Für seine Innovationen wurde die Firma nun unter die Top 100 gewählt. Die Auszeichnung ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem unter anderem der Bundesverband für mittelständische Wirtschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung sowie die Wirtschaftsuniversität Wien beteiligt sind. Für die Verleihung kamen 51 nationale Marktführer und 20 Weltmarktführer aus allen Branchen zusammen. Die geehrten Unternehmen erwirtschafteten im vergangenen Jahr mehr als acht Milliarden Euro und investierten 623 Millionen Euro in die Bereiche Forschung und Entwicklung. „Den Preis empfinde ich als Auszeichnung für unsere Mitarbeiter. Deren Begeisterung und Anstrengung sind unser Innovationsfaktor Nummer eins“, so Knevels.


















