(openPR) Die Sparer in Deutschland dürfen sich über steigende Zinsen auf ihre Einlagen freuen: 85 Prozent der befragten Kreditinstitute gehen davon aus, dass sich im Zuge von Basel III die Konditionen für Sparer bei längeren vereinbarten Laufzeiten von Anlage- / Sparprodukten verbessern werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „banking insight“, die von der Unternehmensberatung msgGillardon und dem Handelsblatt durchgeführt wurde.
Der Grund für die Erwartung steigender Sparzinsen sind die geänderten Liquiditätsanforderungen im Zuge von Basel III, die zu einem verschärften Wettbewerb um private Einlagen führen. „36 Prozent der von uns befragten Banken und Sparkassen rechnen mit einer Anhebung der Sparzinsen um 0,25 bis 0,5 Prozentpunkte. 26 Prozent erwarten Steigerungen von 0,5 bis zu einem Prozentpunkt. Und jedes fünfte Kreditinstitut geht davon aus, dass sich die Sparzinsen sogar um mehr als ein Prozentpunkt erhöhen werden“, erläutert Ralf Zimpel, Leiter Competence Center Unternehmenssteuerung & Risikomanagement der Unternehmensberatung msgGillardon, die Ergebnisse der Studie.
Zu verdanken haben die Sparer diese freudige Nachricht den neuen Rahmenbedingungen für das Liquiditätsrisikomanagement. Demnach werden sowohl bei der „Liquidity Coverage Ratio“ als auch bei der „Net Stable Funding Ratio“ langfristige Einlagen als Mittel der Refinanzierung bevorzugt. „Damit haben die Institute, die ihr Einlagengeschäft nachhaltig betreiben, zukünftig ein verstärktes Interesse daran, dass die Sparer ihre Einlagen langfristig binden“, sagt Ralf Zimpel. Seit die ersten Vorschläge zur Basel-III-Reform publik wurden, hätten die Kreditinstitute den Privatanleger somit verstärkt in den Fokus ihrer Geschäftsaktivitäten gerückt. „Jetzt, wo das neue Regelwerk unmittelbar vor seinem Inkrafttreten steht, nimmt der Wettbewerb um Spareinlagen spürbar an Schärfe zu“, so der Experte.
Laut Studie gewinnen vor allem Tagesgelder (31 Prozent) sowie Sparprodukte mit einer Kündigungsfrist von über einem Jahr (29 Prozent) durch Basel III an Bedeutung. Nach Auffassung von 77 Prozent der befragten Institute wird dagegen die Refinanzierung durch Emission unbesicherter Bankanleihen durch die Basel-III-Regelungen deutlich unattraktiver.
Die Studie im Internet: www.msg-gillardon.de/studie-2012











