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Münchner Wissenschaftler: Lese-Rechtschreibschwäche ist eine Hirnstörung

16.08.201216:29 UhrVereine & Verbände

(openPR) Backnang, 16. August 2012 – Nach aktuellen Erkenntnissen des Münchner Max-Planck-Instituts, ist eine Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) eine Störung im Zwischenhirn. Wie die Pressestelle des Instituts vor wenigen Tagen bekannt gab, konnten Wissenschaftler des „Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig“ jetzt die Ursachen dieses weit verbreiteten Phänomens aufdecken.


Demnach funktioniert in bestimmten Fällen die Signalverarbeitung in einem besonderen Gebiet des Zwischenhirns nicht richtig. Nach Angaben des Instituts hätten die Wissenschaftler „einen wichtigen neuronalen Mechanismus hinter der Leselernschwäche (Legasthenie) aufgedeckt und gezeigt, dass viele der Schwierigkeiten bei Legasthenie möglicherweise auf die Fehlfunktion des medialen Kniehöckers im Thalamus zurückzuführen sind“. Man erhoffe sich Erkenntnisse darüber, um künftig Therapiemöglichkeiten zu entwickeln.

Dass die Ursachen einer Lese-Rechtschreibschwäche oft vielschichtig sind, könne, so Dr. Matthias Beck, Leiter des Lehrinstituts für Orthographie und Schreibtechnik (LOS) in Backnang, kaum beruhigen. Es sei eine allseits bekannte Tatsache, dass immer mehr Kinder zu wenig lesen. Der Grund sei oft "dass sie einfach nicht richtig lesen können“, betonte Beck. Wichtig für Eltern betroffener Kinder sei, dass man bereits heute etwas dagegen tun könne: „Ob LRS, Rechtschreibschwäche, Legasthenie oder Dyslexie – gezielte pädagogische Förderung durch ausgebildete Pädagogen hilft nachweislich“, so Beck.
„Ob Probleme im Diktat, beim Lesen, in Aufsätzen oder bei diagnostizierter Legasthenie / LRS – die Folgen können dramatisch sein. Nicht nur in der Schule, im späteren Berufsleben oder überall da, wo Lesen und Schreiben wichtig sind". Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben – wer das gut könne, habe auch gute Startchancen für ein erfolgreiches Leben.
Der Wandel der Gesellschaft hin zu einer Dienstleistungs- und Kommunikationsgesellschaft führe trotz Computerspielen, Nintendo und Co. zu höheren Anforderungen in der Schriftsprachkompetenz der Bevölkerung, betonte Beck weiter. Nach seriösen Schätzungen gebe es in Deutschland über vier Millionen Analphabeten. Selbst im vorbildlichen Baden-Württemberg würden 4,5 Prozent aller Kindergartenkinder direkt in die Förderschulen entlassen. Von dort sei der Weg in das „normale“ Berufsleben „sehr, sehr schwer“.
Man dürfe sich nicht einfach damit abfinden, dass rund 20 Prozent aller 15-jährigen Deutschen als Analphabet gelte und als Menschen mit Lese-/rechtschreibschwäche immer noch als „zu faul oder zu dumm“ abgestempelt würden. Dies sei ganz offenbar „nachgewiesener Unsinn“, betonte Beck.
Ziel müsse es sein, Kindern mit Problemen im Lesen und Schreiben bis hin zu LRS / Legasthenie frühzeitig und effektiv dabei zu helfen, ihre Schwierigkeiten zu überwinden. Mit gezielter Förderung sei es möglich, dass betroffene Kinder letztlich den Schulabschluss erreichen könnten, der zu ihrem Wunschberuf führt.

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