(openPR) Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Thüringen e.V. vergibt den KulturRiesen Förderpreis der Soziokultur dieses Jahr an den Kulturverein „Alte Papierfabrik Greiz“ e.V. Der Verein wird für sein unglaublich beharrliches Engagement ausgezeichnet, das ehemalige Industriegelände der Papierfabrik in Greiz zu einem kulturellen Ort umzugestalten. Trotz schwieriger Umstände zeigen sie, dass es auch abseits der Städtekette Erfurt-Weimar-Jena gelingt, durch Eigeninitiative und künstlerische Interventionen sein Umfeld aktiv mitzugestalten sowie breite Bevölkerungsschichten einzubeziehen.
Für den diesjährigen Förderpreis sind 22 Bewerbungen von jungen Initiativen und etablierten Einrichtungen der freien Kulturarbeit in Thüringen eingegangen. Die Jury war beeindruckt, wie vielfältig sich Vereine und Akteure in diesem Praxisfeld engagieren. Das Spektrum reichte von langjähriger basisnaher Kulturarbeit bis zu frischen und unkonventionellen Projektideen. Alle tragen auf ihre Weise dazu bei, dass Menschen verschiedener Generationen und sozialer Schichten im Kulturbereich angeregt werden, ihre eigenen kreativen Potenziale zu entfalten. Ihre Arbeit wirkt identitätsstiftend, ermöglicht so aktive Teilhabe und bereichert unseren Alltag. Besonders überzeugt hat die Jury der Kulturverein Alte Papierfabrik aus Greiz. Dem Verein wird dafür der KulturRiese 2012 verliehen.
„Die Aktivitäten des Vereins richten sich gegen die Tristesse in einer Stadt, die einen Großteil ihrer Einwohner verloren hat und wo vor allem Jugendliche oft keine Perspektive zum Bleiben sehen. Mit dem Erhalt der Industriebrache Papierfabrik, ist hier ein idealer Ort für Kunst, Kultur und Kreativität entstanden. Über künstlerische Workshops, Aktionen, Ausstellungen, die Aufbereitung geschichtlicher Dokumente zur Fabrik - unter Einbeziehung von Zeitzeugen, bietet der Verein eine Reihe vielfältiger Angebote zur künstlerischen Entfaltung und Identitätsfindung. Das Besondere ihrer Arbeit ist auch, neue Formen der Kulturarbeit zu integrieren und an lokale Traditionen und Eigenheiten anzupassen. Die Jury bescheinigt den Greizern, dass sie trotz schwieriger Umstände zeigen, dass es auch in der Kleinstadt gelingt, durch Eigeninitiative und künstlerische Interventionen sein Umfeld aktiv mitzugestalten. Dieses soziokulturelle Engagement ist nicht nur sehr beeindruckend, sondern hat ein echtes zukunftsgestaltendes Gewicht“ – so das Fazit der Jury, am Ende der Vergabesitzung in Erfurt.
Mit der Vergabe des Förderpreises soll eben auch die Aufmerksamkeit auf ein kulturelles Praxisfeld gelenkt werden, das es verdient hat, in der Öffentlichkeit und der Kulturpolitik besser wahrgenommen und gefördert zu werden.
Der 1.111,11 Euro dotierte Preis wird am 4. August 2012 im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Meine Kultur-Festival in Steinach (Thüringer Wald) überreicht. Die Laudatio hält der Schriftsteller und Autor Matthias Biskupek.













