(openPR) Nordhorn. Die Kooperation der DEULA Freren am Standort Nordhorn, der Nordhorner Tafel e.V. und dem Grafschafter Jobcenter ist laut Initiatoren ein voller Erfolg. In der Zusammenarbeit im ESF geförderten Projekt „Log.in PRO“ werden die Teilnehmer der Maßnahme durch die DEULA für den Logistikbereich beruflich weiterqualifiziert, während sie reale Aufgaben von der Tafel, wie Lagerung, Transport und Verladung von Produkten, bewältigen. Die Zuweisung der Teilnehmer erfolgt durch das Grafschafter Jobcenter.
Das Kooperationsprojekt „Log.in PRO“ hat es sich zum Ziel gemacht, arbeitslose Männer und Frauen für den Logistikbereich zu qualifizieren und persönliche Fähigkeiten der Teilnehmer zu fördern. So sollen im Rahmen der einjährigen Maßnahme anerkannte Abschlüsse wie Gabelstaplerfahrerlaubnis und ADR Zertifikate erworben, die Motivation der Teilnehmer gestärkt und Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten ausgebaut werden. Dank der realen Arbeitsbedingungen durch die Kooperation mit der Nordhorner Tafel und der begleitenden Personalentwicklung ProfilPASS der DEULA werden auch Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der Teilnehmer gestärkt. „Die Teilnehmer sehen an Hand unserer Aufträge, wie Logistik funktioniert. Sie sehen, was sie leisten und was ihre Arbeit bedeutet“, weiß Wolfgang Vox von der Nordhorner Tafel. „Es gibt so viele Lebensmittelüberschüsse im Handel und der Industrie die gerne der Tafel überlassen werden, nur leider fehlten uns bisher die Kapazitäten zum Transport und zur Lagerung“, so Vox weiter. Mit der Kooperation der DEULA ist dies nun anders. Jetzt können die überschüssigen Produkte in großen Mengen abgeholt und gelagert werden, und das nicht nur für die Nordhorner Tafel, sondern auch für die Tafeln im Umland. „Durch diese Zusammenarbeit profitieren alle Beteiligten. Die DEULA kann ausbilden, das Grafschafter Jobcenter kann Kunden vermitteln und die Kür ist die Kooperation mit der Tafel. Hier geht es um echte Waren und echte Bedarfe. Daraus ergibt sich eine einmalige Lernumgebung“, betont Mathias Kirchhoff die Vorteile des Gemeinschaftsprojektes - und das merken auch die Teilnehmer. „Sie sind viel interessierter und mit voller Motivation dabei“, bestätigt Hans Schodlock, Ausbildungsleiter der DEULA am Standort Nordhorn. „Die Teilnehmer müssen Lieferscheine und Frachtbriefe ausstellen und lesen können, Aufschriften auf den Waren einzuordnen wissen und natürlich alle logistischen Prozesse verinnerlicht haben“, erklärt Schodlock weiter. Auch ein Englischkurs mit Abschlusszertifikat ist in der Maßnahme enthalten. Die Sprache erweist sich dabei oft als interkultureller Zugangsschlüssel. „Durch das Beschäftigen mit einer fremden Sprache, wächst das Verständnis der Teilnehmer für- und untereinander.“, beobachtet Schodlock. Denn die Teilnehmergruppe von rund 20 Personen setzt sich vielseitig zusammen. Die Altersspanne reicht von 18 bis über 50, Männer Frauen, mit und ohne Migrationshintergrund. „Die Teilnehmerauswahl erfolgt ganz individuell durch unsere Fallmanager“, erklärt Ute Eschert, Koordinatorin Integrationsleistungen, vom Grafschafter Jobcenter. Dazu werden die Teilnehmer auf Eignung getestet, was neben der körperlichen Verfassung auch besonders die Motivation zur Teilnahme an der Maßnahme miteinschließt. Auch die Rückmeldungen der Teilnehmer seien überwiegend positiv. Das bestätigt auch die Vermittlungsquote. Mit über 50 Prozent liegt diese weit über dem Durchschnitt. Auch die passgenaue Vermittlung und Integration in den ersten Arbeitsmarkt sind fester Bestandteil des Projektes. „Viele Teilnehmer kommen auch wieder zu uns, um ihre Ausbildung bzw. Umschulung zum Facharbeiter zu machen. Wir bleiben unserem Motto „Lernen durch Begreifen“ eben immer treu“, sagt Schodlock. Denn das Potenzial der Logistikbranche ist erheblich.












