(openPR) Nach zwei spannenden Prüfungstagen voller Adrenalin und Nervenkitzel stehen die Teilnehmer an der BMW Motorrad International GS Trophy 2012 fest: Challenge-Sieger Alexander Métayer aus Stuttgart wird zusammen mit Tobi Weiser (Diez) und Thomas Donnecker (Bad Soden) die deutschen Farben in Südamerika vertreten.
Rundum glückliche Gesichter und ein überwältigende Resonanz zeigten, dass es mit der 5. BMW Motorrad GS Challenge gelungen ist, die Messlatte noch ein Stückchen höher zu legen.
„Jeder wird gefordert, aber keiner überfordert“, umriss der sportliche Leiter Michael Eberwein das Erfolgsrezept dieser Veranstaltung, die zum vierten Mal im Rahmen des Touratech Travel-Events stattfand.
Unter den 250 Startern im Alter von 19 bis 63 Jahren - rund 40 Prozent davon waren zum ersten Mal dabei - befanden sich auch 14 Frauen, die eine beachtliche Leistung zeigten. So war Ladies-Cup-Gewinnerin Silke Schober aus Oppenweiler um nur drei Pünktchen haarscharf am Finale vorbeigeschrammt! Auch Roadbook-König Udo Weltrich aus Unterwellenborn muss sich die Ehre mit einer Königin teilen: Imme Wobst, ebenfalls aus Unterwellenborn, brachte es auf die gleiche Punktzahl.
Kurz vor dem Start war das Kribbeln im Bauch der Teilnehmer förmlich zu spüren, egal ob Sport- oder Genussfraktion. Denn die GS Challenge schafft den Spagat, Fahrer mit ganz verschiedenen Ansprüchen und unterschiedlichem Leistungsvermögen zu vereinen. Enduristen aus Österreich, der Schweiz, Belgien, Italien, den Niederlanden und Großbritannien sorgten für internationales Flair, das parallel stattfindende Touratech Travel-Event für eine große Zuschauerkulisse.
So unterschiedlich wie das Teilnehmerfeld waren auch die 17 Sonderprüfungen, bei außer fahrerischem Können auch Geschicklichkeit, Fitness, Teamfähigkeit und Köpfchen gefragt waren. Besonders die Teamaufgabe an der Linachtalsperre hatte es in sich: Hier mussten die Teilnehmer Gemeinschaftsgeist zeigen und sich ihren Fähigkeiten entsprechend einbringen, um bei „Gullivers Reisen“ ans Ziel zu kommen und zu schaffen, was zunächst unmöglich schien: eine F 800 GS per Menschenkette über einen Hindernisparcours zu stemmen und aus Wollfäden und Mini-Pflöcken ein tragfähiges Netz zu knüpfen, das stark genug war, um eine Person darin zu transportieren. Einhelliges Lob gab es für die sechs Roadbooks, die mit neuen, unbekannten Strecken überraschten.
Das Highlight für die meisten waren aber die Geländeprüfungen, die selbst routinierten Enduristen die Schweißperlen auf die Stirn trieben – und das nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen. Von Naturstrecken über Steinbruchhalden und Wasserdurchfahrten bis hin zu kilometerlangen – und normalerweise strikt verbotenen – Waldwegen war der Offroad-Anteil in diesem Jahr nochmals erhöht worden.
Dieser abwechslungsreiche Mix gefiel auch Challenge-Sieger Alexander Métayer, der zugleich die Zweizylinder-Klasse für sich entschied: „Eigentlich bin ich nur aus Spaß mitgefahren, wir wollten ein schönes Wochenende im Team verbringen. Dass ich ins Finale gekommen bin, war eine Überraschung; und dass es dann noch zum ersten Platz gereicht hat, eine Sensation.“ Voraussetzung für den Sieg sei eine konstant gute Performance in vielen Bereichen, so der 43-jährige Reiseveranstalter. Neben fahrerischem Können waren hier auch Mut und Nervenstärke gefragt, denn die wenigsten waren mit einer F 800 GS schon mal über Betonröhren, Baumstumpf-Reihen oder Autos gefahren.
Neben Alexander Métayer werden der zweitplatzierte Eventmanager Tobi Weiser (33) aus Diez und Thomas Donnecker (48), Motorradhändler aus Bad Soden, der bereits 2010 zum deutschen Trophy-Team gehörte, nach Südamerika reisen. Das Alpentem bilden Martin Anrig (44) aus Sargans / CH, Armin Schnyder (44) aus Horw / CH und Wilfried Schmidtmayr (22) aus Wien / Österreich. Sein Bruder Bernhard hat als Viertplatzierter die Trophy-Teilnahme knapp verpasst. Die Einzylinder-Klasse gewann Werner Modelmann (34) aus Unterschleißheim, bei den Boxern siegte Peter Kopf (49) aus Bietigheim-Bissingen.
Allen Grund zur Freude hatte auch Challenge-Leiter Michael Eberwein: „Die Fahrer waren rundum begeistert, Resonanz und Feedback gigantisch“. Dank der extrem guten Vorbereitung in Zusammenarbeit mit Touratech sei alles reibungslos verlaufen. Dass ein riesiger organisatorischer Aufwand dahintersteckt und eine Doppelveranstaltung wie GS Challenge und Travel-Event nur zu schultern ist, wenn alle Rädchen ineinandergreifen, betonten die Touratech-Vorstände Herbert Schwarz und Jochen Schanz. So wurden allein von Touratech-Mitarbeitern für die BMW Motorrad GS Challenge rund 2500 Arbeitsstunden eingebracht, hinzu kamen weitere 1500 Stunden von den ehrenamtlichen Helfern, die sich mit viel Herzblut und großem Engagement einbringen.













