(openPR) Lussheim/Hockenheim/Reilingen. Nach längerer Pause ist es nun wieder soweit: Die sechs Museen der Verwaltungsgemeinschaft HoRAN laden zur 3. Museumsnacht mit vielen neuen Exponaten und besonderen Aktionen ein. Am Samstag, den 7. Juli 2012 werden alle Museen in der Zeit von 18:00 Uhr bis 1:00 Uhr morgens bei freiem Einritt ihre Pforten öffnen. Ein besonderer Service wird auch eine ebenfalls kostenlose Shuttle-Buslinie für die Museumspendler sein, die in der Zeit von 18:00-24:00 Uhr im 30 Minutentakt von Museum zu Museum fährt.
Die Stiftung Museum AUTOVISION in Altlußheim ist seit der Eröffnung vor 10 Jahren in den Ausstellungsbereichen sowie mit der Einrichtung einer Technologie-Arena ständig gewachsen. So können auf 3 Etagen inzwischen über 120 Fahrzeuge bestaunt werden. Beginnend bei dem Laufrad von Karl Drais aus dem Jahre 1816, den ersten Automobilen ab 1886 und dem ersten Elektroauto der Welt aus dem Jahr 1881, bis hin zu zukunftsorientierten, Wasserstoff betriebenen Konzeptfahrzeugen zeigt die AUTOVISION als europaweit einziges Museum durchgängig sowohl die Anfänge als auch die Aussichten der Automobilität unter einem Dach. Zudem beherbergt die AUTOVISION die weltweit einzige Wankel-Dauerausstellung mit seltenen Fahrzeugen und Motoren zum Thema. In der „Technologie-Arena“ soll besonders jungen Leuten Physik und Technik näher gebracht werden. Natürlich kommen die Enthusiasten historischer Fahrzeuge bei einem Besuch in der AUTOVISION trotzdem nicht zu kurz. Immerhin wurde hier die weltgrößte NSU –Sammlung mit Zweirädern und Automobilen aus der Vor- und Nachkriegszeit aufgebaut.
Seit 1993 gibt es das Friseurmuseum im Herzen von Altlußheim, direkt neben dem Rathaus gele-gen. In dem musealen Kleinod geht es nicht nur Haare und Bärte, sondern um das Friseurhandwerk der Vergangenheit bis heute. Viel Lob und Anerkennung wurde dem Gründer und Vorsitzenden des gleichnamigen Fördervereins Willi Dörr für das in Baden-Württemberg einzige, inzwischen weit über die Region hinaus bekannte Museum dieser Art zuteil. Hier ist es vortrefflich gelungen, aus einer Sammlung entsprechende Erlebniswelten rund um den Friseurberuf zu schaffen. So kann man sich in der Ausstellung regelrecht in die Zeit zurückversetzen, aus der die zum Salon zusammen-gefügten Ausstellungsstücke stammen. Bei den Führungen geht Willi Dörr sehr ausführlich auf die zahlreichen Exponate ein, die alle Ihre zum Teil lange zurückliegende Geschichte haben und nimmt dabei den Besucher auf eine Zeitreise vieler Epochen in der Welt der Barbiere mit. In der Vergangenheit wurden auch viele Sonderausstellungen geschaffen, wo man seltene und wertvolle Rasiermesser oder Puppen namhafter Hersteller wie Schildkröt und Hermann Teddy in den Mittelpunkt stellte. Die Räume des Friseurmuseums dienten sogar einmal dem Südwestrundfunk als Kulisse für eine Fernsehsendung.
Das Hockenheimer Motor-Sport-Museum am Hockenheimringpräsentiert auf 2.200 Quadrat-metern Ausstellungsfläche über 300 Exponate aus allen Epochen des Motorsports. Historische Rennwagen und Motorräder sind ebenso vertreten wie Formelfahrzeuge aus der jüngsten Motor-sportgeschichte, aktuelle Rennmotorräder und Tourenwagen. In dem im Jahre 1986 eröffneten Museum wird mittlerweile die größte Rennmotorradsammlung Europas präsentiert. Darunter befindet sich zum Beispiel die voll verkleidete GILERA Quattro von 1957, eine Werksmaschine, von der nur noch dieses Exemplar existiert, und die einen unschätzbaren Wert darstellt. Neben den Rennmotorrädern gibt es natürlich auch Rennwagen verschiedener Kategorien zu bewundern: Zakspeed, ATS, Minardi, Benetton und Williams aus der Formel 1. Außerdem aktuelle Boliden des ABT AUDI DTM Teams und Formel 3-Wagen von Michael Schumacher und Nico Rosberg. Wei-tere Highlights sind ein Top Fuel Dragster, der Porsche der ONS Streckensicherung und viele wei-tere Fahrzeuge in ständig wechselnden Sonderausstellungen.
Zur Museumsnacht 2012 präsentiert sich auch das Tabakmuseum Hockenheim, das im Jahre 1984 als erstes Museum seiner Art in Baden-Württemberg eröffnet wurde und sich seit dem Juli 2010 in seinem neuen Domizil in der in der Zehntscheune, Unteren Mühlstraße 4, befindet. Mit der Historie der Tabakgeschichte und die der Hockenheim Zeit aus den Jahren 1860 bis 1960, in der der Tabak und seine Verarbeitung ein bedeutender Wirtschaftsfaktor Hockenheims war, dokumentiert das Museum das Thema „Tabak“ mit Exponaten, Bildern, Dokumenten die den Anbau des Tabaks, und seine Weiterverarbeitung bis zum fertigen Zigarrenprodukt zeigen.Weiter besitzt das Museum eine reichhaltige Sammlung von original aus ehemaligen Hockenheimer Zigarrenfabriken vorhandenen Arbeitstischen, Formen, Pressen, Waagen und die zur Zigarrenherstellung in Handarbeit erforder-lichen Werkzeuge. In einer weiteren Präsentation beleuchten das Museum anhand zahlreicher Fotos und Zeitdokumenten auch die sozialen Arbeitsbedingungen in den hiesigen Zigarrenfabriken und zeigt den Aufbau eines Küchenplatzes für Heimarbeiterinnen aus damaliger Zeit. Abgerundet wird der Museumsrundgang mit einer reichhaltigen Sammlung von Accessoires wie „Zubehör des Rauchens“ und einer stattlichen Pfeifensammlung unter dem Thema „Pfeifen als Kulturgut aus aller Welt und verschiedenster Zeitepochen“.
Das Turmuhrenmuseum in Neulußheim zeigt Turmuhren aus 5 Jahrhunderten, Stechuhren sowie Uhrenraritäten, wie z. B. Sonnen-, Feuer- und Wasseruhren. Eine kleine Uhrmacherwerkstatt geht auf das Thema Kleinuhren und das Uhrmacherhandwerk ein. Es werden Armband- und Taschenuhren sowie diverse Uhrmacherwerkzeuge ausgestellt. Mit Hilfe deutscher und englischer Präzisionspendeluhren werden Greenwich-Meantime, Neulußheimer Mittlere Ortszeit und Mitteleuropäische Zeit gegenüber gestellt. Seit der letzten Museumsnacht sind etliche Neuerwerbungen auf mehreren Sammelgebieten hinzugekommen. Zu welchen Neuschöpfungen Uhrenfreunde fähig sind, zeigt der Frankenthaler Karlheinz Deußer, der eine hochkomplizierte astronomische Uhr ausschließlich aus Teilen von Märklin-Metallbaukästen konstruiert hat.
Uhrmachermeister Till Lottermann aus Seckenheim bringt seine Graviermaschine mit und erklärt die Funktionsweise. Jeder Besucher hat die Möglichkeit gegen einen geringen Obolus einen eigenen Schlüsselanhänger zu gravieren. Kleine Erfrischungen und Stärkung für den langen Abend werden vor Ort angeboten, so dass einem vergnüglichen und unterhaltsamen Abend nichts mehr im Wege stehen wird.
Das Reilinger Heimatmuseum, mit seinen Sammlungen aus dem dörflichen Leben, von Handwerk und Handel zeigt in der langen Nacht der Museen zusätzlich in einer Sonderausstellung über nahezu 100 Farbpostkarten aus dem Soldatenleben in der Zeit des 1. Weltkrieges. Der "Arbeitskreis Burg Wersau" und der "Förderverein Burg Wersau" empfangen die Besucher am Eingang des "Löwen-hofes" bei schönem Wetter mit einer mittelalterlichen Gruppe, informieren über den Stand der Forschungen zur Burg und berichten über weitere Ziele.













