(openPR) Durch die Integration von InfoControl in die technische Plattform basis21 erhalten Institute eine zukunftsfähige und standardisierte Videoüberwachung, die sich nahtlos in die bestehende IT-Landschaft einfügt. Das weiß auch die Kölner Bank zu schätzen, die nach einem institutsweiten Switch zur inform-Lösung jetzt die Leitstellen-Software pilotierte. Die Verantwortlichen der Kölner Bank, Markus Rehn aus dem Bereich Informationstechnologie und Horst Schoepe, Teamleiter
Verwaltung sowie Udo Schalm, Gebietsleiter inform solutions, stellen das Pilotprojekt vor.
Redaktion: Warum haben Sie sich nach einem neuen Videosystem umgesehen?
? Schoepe: Die Anforderungen an eine moderne Überwachungstechnologie wachsen stetig –beispielsweise durch kontinuierlich steigende Betrugszahlen und immer raffiniertere Hightech-Bedrohungen. Deshalb suchten wir nach einer innovativen Lösung, die gleich mehrere Anforderungen erfüllt: Die Videoüberwachung der Kölner Bank sollte zukünftig nicht nur digital,
standardisiert und rechenzentrumskonform sein – wir wollten auch die vorhandenen
Datenleitungen weiter nutzen. Und bei der neuen Anlage musste das Preis- Leistungs-Verhältnis stimmen.
Redaktion: Das hört sich ein wenig nach der „eierlegenden Wollmichsau“ an…
? Schoepe: In der Tat. Unsere Marktanalyse zeigte schnell, dass nur sehr wenige Videosysteme die gestellten Ansprüche erfüllen konnten. Die gewünschte Konformität zu sicherheitsrelevanten Verordnungen und Gesetzen wie UVV-Kassen schränkte die System- und Kameraauswahl weiter ein.
Redaktion: Wie sind Sie auf Ihren neuen Partner inform solutions aufmerksam geworden?
? Schoepe: Zeitgleich zu den eigenen Recherchen informierte uns die Ratiodata, unser IT-Dienstleister, dass im GAD-Umfeld ein neues Videokonzept angeboten wird. Wir erfuhren, dass die Videolösung basis21-InfoControl speziell auf Kunden der GAD abgestimmt und im basis21-
Umfeld implementiert ist. Diese Ankündigung passte in unser Konzept und wir wollten mehr über das erste für Mitgliedsbanken freigegebene Videosystem erfahren. Deshalb haben wir den Kontakt zu
inform solutions gesucht.
Redaktion: Wie kam es zu dem Pilotprojekt „Filiale Köln Esch“?
? Schoepe: Nach einer überzeugenden Präsentation von inform solutions und der anschließenden Projektierung haben wir Ende 2011 die erste Filiale – Köln Esch – quasi als Test beauftragt. Das bot sich an, da diese Geschäftsstelle gerade umgebaut wurde. Wir haben schnell festgestellt, dass unser neues Videosystem als basis21-Anwendung gut funktioniert und genau die Vorteile mit sich bringt, die wir erwartet haben.
Redaktion: Welche Vorteile meinen Sie genau?
? Schoepe: Zunächst einmal ist die Qualität der Videobilder wesentlich besser. Zweitens ist die intuitive Bedienung über Webbrowser sehr komfortabel. Wir können jetzt über die bank21-Rechner zentral auf die Filiale zu greifen, beispielsweise bei Sabotage-Meldungen oder Unscharfschließungen. Drittens ist der Installations- und Pflegeaufwand minimal, da die Erstinstallation des Betriebssystems über das Installationswerkzeug Softwaremanager erfolgt. Ein weiterer Pluspunkt: Die meisten Wartungsfälle lassen sich heute via Netz erledigen; es muss kein Techniker mehr zu den Geschäftsstellen fahren. Das spart natürlich Zeit und Geld.
? Rehn: basis21-InfoControl bietet zusätzlich zur Videoaufzeichnung laut UVV-Kassen ein Managementsystem zum optimalen Betrieb. Das nutzen wir: Mit den Bausteinen „Störungsmanager“ und „automatischer Referenzbildvergleich“ vereinfachen wir unsere geschäftsstellenübergreifenden Aufgaben wie die regelmäßige Überprüfung der Systembereitschaft und der Kamerabildqualität. So werden die Prozesse automatisiert und Betriebskosten gesenkt.
Redaktion: Wie ging es mit dem Projekt Videoüberwachung weiter?
? Schoepe: In 2010 sollten zunächst sechs weitere Filialen ausgestattet werden. Bei einem der Planungsgespräche fragte uns der Kundenberater der VR Netze, ob in unserem Institut – analog zum bundesweiten Trend – die Zahl der „Übernachtungsgäste“ zunimmt. Die Obdachlosen-Problematik war in der Tat auch für unsere Kölner Bank ein wunder Punkt. Des halb stimmten wir nach den positiven Erfahrungen mit basis21-InfoControl gern zu, eine neue Anwendung von inform solutions innerhalb des Netzes der VR Netze zu pilotieren: die Leitstellensoftware mit integriertem virtuellen Wächterrundgang.
Redaktion: Wofür steht die Leitstellensoftware mit dem „virtuellen Rund gang“?
? Schoepe: Viele Aufgaben, die in Leitstellen großen Personal- und Fahrtaufwand erforderten, können jetzt umgehend und effizient von der Zentrale aus erledigt werden. Beispielsweise, wenn sich nächtliche „Gäste“ über einen längeren Zeitraum im Foyer aufhalten. Mit der Lösung von inform werden akustische Warnungen in drei Eskalationsstufen ausgesprochen. Durch diese automatisierten Nachrichten wer den Personen rechtssicher aufgefordert, die Räume des Geldinstituts zu verlassen.
? Rehn: Bisher mussten die Leitstellenmitarbeiter im Falle eines Falles auf die reine Alarmmeldung zurückgreifen und quasi im „Blindflug“ bestmögliche Entscheidungen treffen. Jetzt können sie sich im wahrsten Sinn des Wortes ein Bild vom Foyer-Geschehen in der jeweiligen Filiale machen.
? Schalm: Das aufgeschaltete Videosystem liefert visuelle Informationen und unterstützt die Mitarbeiter dabei, eine Situation richtig einzuschätzen und gezielt zu reagieren. Im Alarmfall oder in fixen zeitlichen Abständen, die je nach Objekt und Risikostufe variieren, wählt sich die Leitstelle in das Videosystem ein und beobachtet die Ereignisse.
Redaktion: Wie sehen die ersten Erfahrungen mit der Leitstellen-Software aus?
? Schoepe: Gleich in der ersten Nacht, am 21. November 2011, hat der virtuelle Wächterrundgang seine Feuerprobe bestanden: Ein ungebetener Gast wollte das Foyer trotz der drei Lautsprecher durch sagen nicht verlassen. Daraufhin informierte das Leitstellen personal die Polizei, die den „Übernachtungsgast“ entfernte. Er ist übrigens nie wieder gekommen.
Redaktion: Gehen wir ein wenig tiefer in die technische Umsetzung…
? Schoepe: Wir haben gemeinsam mit allen Beteiligten – ratiodata, VR Netze und inform solutions – die neuralgischen Filialen hinsichtlich potenzieller Gefahrenherde wie Vandalismus definiert und einen Maßnahmenkatalog zur Leitstellenlösung erstellt.
? Rehn: Zunächst haben unsere Partner die technische Voraussetzungen, wie Kabelanpassung, projektiert und installiert. Anschließend wurde der virtuelle Wächterrundgang mit Videounterstützung realisiert: Die ausgewählten Kameras werden automatisch nach einem vor gegebenen Zeitplan auf die Video-Arbeitsplätze aufgeschaltet, sobald sich der Leitstellenmitarbeiter für den Rundgang an gemeldet hat. Der virtuelle Rundgang schaltet wahlweise nach einer einstellbaren Zeit oder nach manueller Bestätigung durch das Leitstellenpersonal auf die nächste Kamera um. Alle „virtuellen Besuche“ werden für eine spätere Auswertung protokolliert.
? Schalm: Bleiben wir bei obigem Übernachtungsgast- Beispiel: Per Fernwirken kann die Leitstelle in das Objekt hineinschauen und Durchsagen steuern, um einen potenziellen Straftäter abzuschrecken. Die Audiodateien sind durch einen Mausklick an steuerbar und werden über die Leitwache ausgelöst. Durch die beiden Lautsprecher im Foyer hören die ungebetenen Gäste dann die digitalen Ansagetexte.
Redaktion: Und wenn es wirklich ernst wird – wie bei einem Überfall?
? Schoepe: Geht ein Alarm in der Leitstelle ein, ergänzen sich Video-Software und Kamerasysteme vor Ort: Live-Bilder werden sofort in die Leitstelle übertragen. Damit erhält der Mitarbeiter in der Leitstelle direkte und zeitnahe Informationen, um die Alarmverfolgung effektiv zu steuern. Stellt er durch die gelieferten Bildinformationen fest, dass es sich um einen Fehlalarm handelt, können unnötige Einsätze vermieden werden. Besteht eine konkrete Bedrohung, greifen die festgelegten Alarmpläne.
? Rehn: Um die Alarmaufschaltung in der Leitstelle mit den Bildinformationen zu verknüpfen, nutzt inform solutions das Verbund netz der VR Netze. So werden die Bilder sicher verschlüsselt aus der Geschäftsstelle übertragen. Gleichzeitig automatisiert diese Ankopplung viele Arbeitsabläufe, entlastet das Personal und sorgt so für eine erhebliche Effizienzsteigerung.
Redaktion: Was ist in Sachen Videoüberwachung der Kölner Bank zukünftig geplant?
? Schoepe: Stand heute sind 6 der insgesamt 27 Filialen bereits auf das neue System umgestellt. In 2012 werden weitere 7 ausgetauscht. Wir möchten bis 2014 die Videoüberwachung basis21-InfoControl institutsweit im Einsatz haben.











