(openPR) neos art freut sich in Kooperation mit JOI-Design eine Einzelausstellung von Henning Kles ankündigen zu dürfen.
Henning Kles aktuelle Arbeiten scheinen beherrscht von faszinierend irritierenden Bildfantasien, welche aus rätselhaften Schattenwelten aufsteigen. Sie erzählen uns etwas – aber was ist es? Und wie hängt es zusammen mit der vertrauten Welt unserer Erfahrung? Indem die Bilder der Assoziation verschiedenste Wege öffnen, gehen sie unserer Suche nach sicherer Deutung und fester Bedeutung immer wieder durchs Netz. Je weniger sie sich aber von unserem Drang nach Eindeutigkeit einfangen lassen, desto stärker nehmen sie uns gefangen. Der dramatisierende Einsatz des Kontrastes von Hell und Dunkel akzentuiert zugleich mit feiner Ironie die scherenschnittartigen oder an verwitterte Daguerrotypien erinnernden Motive als Schnittstelle zwischen lakonischer Alltags- und Medienbeobachtung und der künstlerischen Umsetzung individueller und womöglich kollektiver düsterer Fantasien und Ahnungen. Leitmotivisch unterfüttert ist dies von einer entrückten Sphäre des Unheimlichen, die eine dunkel getönte, doch zugleich ins Lichte weisende Weltaneignung offenbart. Vor dunklen oder verwaschen bis pastellartig aufgehellten Hintergründen entfalten sich in einigen der jüngsten Arbeiten buntfarbige Fantasieporträts, in sich gekehrt, karnevalesk, wie von einer anderen Welt. Diese Welt aber ist nicht ein Konstrukt aus den verwendeten Bildvorlagen und -materialien, sie entsteht im künstlerischen Prozess, im Bild, und nur ihm gehört sie an. Sie ist eine andere Welt, weil sie ausschließlich die des Bildes ist und im Bild dem Betrachter entgegentritt – anders, neu.
„Alle Vorlagen, die ich benutze, egal ob Filmstills oder Zeitungsausschnitte, sind von Bedeutung durchzogen und müssen erst einmal von mir daraufhin abgeklopft werden, also herausgezogen werden aus dem Kontext, damit sie dann auf der Leinwand neu arrangiert werden können, ihnen eine unbenutzte Bühne bereitet und der Blick darauf frei werden kann, damit neue Assoziationen überhaupt möglich werden“, beschreibt Henning Kles seinen Umgang mit den verschiedenen Inspirationsquellen aus Film, Zeitschriften, Tageszeitungen und Werbeanzeigen.
Der Schlüssel zu dieser seltsam eindringlichen, gleichwohl schwer fixierbaren Bildwirkung liegt in der ungewöhnlichen Materialwahl des Künstlers. So entstehen seine jüngsten Bilder – Gegenwelten zur gestylten Benutzeroberfläche der aktuellen Medien- und Werbewelt – aus einer speziellen Bitumenemulsion. Das nicht-giftige Material, das sonst vor allem zur Abdichtung von Dächern genutzt wird, verwendet der Künstler als Grundierung des Werkes. Anschließend wird das Bild weiterbearbeitet, wobei die Formen schließlich durch gezieltes Schneiden und „Herauswaschen“ sichtbar gemacht werden. Durch diese Reduktion ähnelt die Arbeitsweise eher jener einer Radierung als dem Farbaufbau des Gemäldes.
Henning Kles lebt und arbeitet in Hamburg. Internationale Gruppen- und Einzelausstellungen seit 1998, unter anderem bei Sandroni.Rey, Los Angeles; Pablo Galleries, Manila; Gallery Loyal, Malmö; Arndt & Partner, Berlin und Zürich; Sfeir-Semler, Hamburg; Wendt + Friedmann, Berlin; Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin; Sammlung Reinking, Stiftung Federkiel, Leipzig; Sammlung Essl, Klosterneuburg; Städtisches Museum Engen + Galerie.
Der Künstler ist zur Ausstellungseröffnung anwesend.
Eröffnung: Dienstag, den 07. Juni 2012, ab 18:30 Uhr
Opening: Tuesday, the 7th of June 2012, 6:30 pm
Dauer der Ausstellung: 08. Juni – 20. Juli 2012
June 8 – July 20, 2012
Veranstaltungsort:
JOI-Design GmbH Innenarchitekten
Medienpark [k]ampnagel
Barmbeker Str. 6a, 22303 Hamburg, Germany











