(openPR) Offiziell zum Abschluss gebracht wurde am 21. Mai 2012 in der Evangelischen Schule Walkendorf in Mecklenburg-Vorpommern das Umweltbildungsprojekt „ Wir bauen ein Haus“.
Im Rahmen eines Projekttages „Räume entdecken“ wurden an diesem Tag die pädagogischen Inhalte dieses Projektes nun offiziell in Form einer Unterrichtseinheit in die schulische Praxis eingeführt. Als bleibende Erinnerung und als praktisches Anschauungsmaterial wurden der Schule drei Findlinge aus dem Kieswerk Langhagen übergeben.
Das Projekt wurde vom Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e.V. ins Leben gerufen und im September 2010 mit der Übergabe eines Förderbescheides durch Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern begonnen.
„Wir haben uns für Walkendorf entschieden, weil wir hier in der Schule auf ein sehr engagiertes Team getroffen sind, welches dieses Projekt mit Leben erfüllt hat“, sagte UVMB-Geschäftsführer Gert-Dietrich Reuter.
Entwickelt wurde das Konzept über zwei Jahre vom Arbeitskreis Rohstoffsicherung – einem fachbezogenen Gremium aus Vertretern von Ministerien, Behörden, Kammern und der Industrie – zusammen mit Kirstin Richter, Lehrerin an der Evangelischen Schule Walkendorf. Zur praktischen Umsetzung entstand ein interessantes Lehrmaterial, zu der auch eine Rohstoffbox gehört. In ihr befinden sich verschiedene Gesteine, wie Sand, Kies, Kreide, Quarzsand und Ton zum Anfassen und zum praktischen Entdecken.
Das Projekt richtet sich an Schüler im Grundschulalter und soll Kenntnisse über einheimische Rohstoffe, deren Bedeutung und Verarbeitung zu Baustoffen vermitteln. Der Ansatz und Ausgangspunkt ist der „Hausbau“ verbunden mit den Fragen: Wo kommen die Rohstoffe dafür her? Wo gibt es sie in Mecklenburg-Vorpommern? Wie sind sie entstanden? Wie werden Sie gewonnen? Was passiert nach der Gewinnung mit dem Tagebau?
Mit dem vorliegenden Lehrmaterial habe man ein Angebot für die Gestaltung von Projekttagen geschaffen, das sehr gut mit Exkursionen beispielweise in Kieswerke untersetzt werden kann, so Reuter. „Wir werden unsere Mitgliedsunternehmen im Mecklenburg-Vorpommern dazu ermutigen, auf Schulen in der Nähe ihrer Standorte zuzugehen, Kontakt mit den Lehrern aufzunehmen, um ähnliche Projekte durchzuführen.“ Der UVMB werde dabei die Durchführung unterstützen. Auch hoffe man, dass diese Idee in anderen Bundesländer Interesse finde.
„Bei uns liegt das Kieswerk gleich neben dem Ort. Deshalb ist es wichtig, bereits bei den Kindern ein Verständnis für den Rohstoffabbau zu entwickeln“, findet Markus Holmer, Vorsitzender des Fördervereins der Evangelischen Schule in Langhagen, welcher ausführliches Informationsmaterial mitnahm und dem Lehrerkollektiv übergeben will. So gibt es erste Überlegungen auf der Basis des Lehrmaterials einen ähnlichen Projekttag in der Evangelischen Schule Langhagen zu gestalten.
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Prof. Dr. Ralf-Otto Niedermeyer; Leiter des Geologischen Dienstes Mecklenburg-Vorpommern und UVMB-Geschäftsführer Gert-Dietrich Reuter (re) erläutern den Schülern anhand einer geologischen Karte die Rohstoffvorkommen in Mecklenburg-Vorpommern.











