(openPR) Konkrete Inhalte erleichtern logisches Denken, belegt Dr. Sieghard Beller in einer Studie. "Mit Wahlaufgaben, die inhaltlich von deontischen Verhaltensnormen oder Kausalzusammenhängen handeln, wurden empirisch sehr deutliche und äußerst reliable Erleichterungseffekte beobachtet - im Vergleich zur klassisch-abstrakten Aufgabenvariante, bei der kein inhaltliches Wissen zum Tragen kommen kann.
Unter der wissensbasierten Perspektive kann man diesen Befund damit erklären, dass mit dem in den Aufgaben angesprochenen Wissen die Aufgaben deshalb formal gelöst werden können, weil das Wissen die dazu notwendigen (inhaltsspezifischen) Inferenzen ermöglicht.
Bei abstrakten Inferenzaufgaben, bei denen kein inhaltliches Wissen genutzt werden kann, muss die Aufgabenlösung allein auf der Basis der logischen Form der Aufgabe abgeleitet werden, was vielen logisch nicht vorgebildeten Personen offensichtlich schwerfällt."
Beller betont: "Zur Beurteilung der logischen Validität deduktiver Schlüsse reicht es nicht aus, allein die logische Form der explizit gegebenen Prämissen als Richtschnur zu nehmen. Die Beurteilungsgrundlage müssen die Prämissen darstellen, die eine Person tatsächlich verwendet ..."
Sieghard Beller: Inhaltseffekte beim logischen Denken - Der Fall der Wason´schen Wahlaufgabe. Eine wissensbasierte Lösung für ein altes Problem. Pabst, Lengerich/Berlin/Wien, 156 Seiten, ISBN 978-3-933151-02-5









