(openPR) Besucher gehen wie durch Wolken
Die neue Zuschauerterrasse am Dock B im Flughafen Zürich lockt seit Dezember 2011 mit gewitzten und überraschenden Medieninstallationen und Exponaten Tausende von Besuchern an. Schon auf dem Weg zur Terrasse fasziniert eine tolle Eingangsinszenierung: Lamellen mit Bildmotiven aus der Welt der Fliegerei säumen den Zugangskorridor. Colt International baute und montierte diese Lamelleninstallation.
Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein himmlisches Gefühl, wenn man durch den knapp 40 Meter langen Zugangskorridor zur neuen Zuschauerterrasse am Dock B des Flughafens Zürich wandelt – ein bisschen so, als ginge man über Wolken. Auf der linken Seite kommt einem eine Passagiermaschine der SWISS entgegen. Sie schwebt über einer dichten Wolkendecke, die sich auf der rechten Seite des Korridors ins Unendliche fortzusetzen scheint. Fast hat man den Eindruck, als könnte man die Tragfläche des Flugzeugs berühren. Doch kaum nähert man sich dem Bild auf Armeslänge, so zerplatzt die schöne Illusion und man findet sich vor einer Reihe von 10 Zentimeter breiten Aluminiumlamellen wieder. Sie sind die Träger für das riesige Bild, das in lauter Streifen „zerlegt“ und auf die einzelnen Lamellen gedruckt wurde. Ein besonderer Effekt: Indem man an der Installation entlangläuft, scheint das gesamte Bild in Bewegung zu geraten.
Colt International, weltweit renommiertes Fachunternehmen für Gebäudedesign und Lamellenanlagen, lieferte die geeignete Technik zur Realisierung dieser ausgefallenen Designidee und installierte diese mittlerweile viel beachtete Eingangsinszenierung zur neuen Besucherterrasse am Dock B im Flughafen Zürich in Form einer feststehenden Lamellenanlage.
Grundlage war ein Designkonzept der GXM Architekten GmbH aus Zürich. Baumanagement und Ausführungsplanung bewerkstelligte die Bosshard Architektur und Baumanagement GmbH Zürich. Die Grafik erstellte die Art+Com AG aus Berlin.
Es war nicht das erste Mal, dass der Flughafen Zürich sich für eine Zusammenarbeit mit Colt International entschied: Im Jahr 2004 war das Unternehmen bereits Partner beim Bau des „Airside Centers“, das zugleich Wahrzeichen und modernen Passagierdrehscheibe des Flughafens Zürich-Kloten wurde. Das „Airside Center“, das 2005 in Betrieb genommen wurde, verbindet alte und neue Flughafenteile. Colt International installierte eine steuerbare Sonnenschutzanlage aus Lochblechlamellen vor der imposanten Glasfassade.
Atmosphäre durch Aviatik-Grafiken
Der Zugangskorridor, in dem nun die dekorative Lamellenanlage eingebaut wurde, verbindet das erst kürzlich in Betrieb genommene Dock B mit dem Flughafenterminal 2. Auf der neu gestalteten etwa 250 Meter langen Besucherterrasse wurden interaktive Medien und Exponate aufgestellt, die zahlreiche wissenswerte Informationen zum Flughafen und zum Flugbetrieb enthalten und die Faszination Fliegen thematisieren. Für Kinder wurde ein großer, mit Motiven aus dem Luftverkehr gestalteter Spielplatz errichtet. Auf dem Boden des gesamten Terrassenbereichs befinden sich Grafiken in blau, weiß und gelb, die von dem Rollfeldmarkierungen eines Flughafens inspiriert sind. Sie fungieren als Leitsystem und bilden zugleich den atmosphärischen Rahmen für die gesamte Installation. Ein Clou der neuen Terrasse ist das begehbare Dach des Vorfeldturms.
Wenn die Besucher die Terrasse wieder verlassen, gehen sie wieder durch den Korridor mit der Lamelleninstallation. Von dieser Seite aus erblicken sie ein ganz anderes Bild als auf dem Hinweg. Auf beiden Seiten des Verbindungsgangs sind grafische Elemente zu sehen, die zur Welt der Aviatik gehören: Sprechblasen mit typischen Sequenzen aus dem Funkverkehr - „Zürich Tower Grüezi SWISS 39, established ILS 14, 8 Miles“ - Rollfeldmarkierungen, Wetterdaten und Details wie aus Cockpit-Instrumenten sind in den international typischen Flughafen-Markierungsfarben weiß und gelb auf die blauen Lamellen aufgedruckt. Sie bilden eine Fortsetzung der Inszenierungen auf der Zuschauerterrasse und begleiten die Zuschauer aus dieser Erlebniswelt zurück ins Terminal.
Helge Dieck, verantwortlicher Projektleiter der Art+Com AG, zur Dramaturgie des Lamellendesigns: „Die Moodgrafiken auf den Lamellen im Ein- und Ausgangsbereich bilden den Rahmen für das Erlebnis auf der Zuschauerterrasse: Wolken- und Flugzeugmotive stimmen die Besucher auf die ‚Faszination Fliegen’ ein, während zum Abschluss Rollfeldmarkierungen auf den Lamellen die Landung visualisieren. Die Grafiken sind nach dem Prinzip der Anamorphose auf die Lamellen gedruckt, so dass die Bilder für den Betrachter beim Vorbeilaufen dynamisiert erscheinen“.
Spannvorrichtungen für einfache Montage
Colt International installierte insgesamt 270 Lamellen, 133 auf der einen, 137 auf der anderen Seite. Da es sich bei dem Durchgang um einen stark frequentierten Innenraum mit strikten Brandschutzauflagen handelt, konnten die einzelnen Lamellen aus feuerpolizeilichen Gründen nicht breiter sein als zehn Zentimeter. Auch münden mehrere Fluchtwege in den Zugangskorridor. Es wurde dafür Sorge getragen, dass die entsprechenden Türen auch mit der angebrachten Lamellenkonstruktion begehbar bleiben. Die Höhe der Lamellen variiert zwischen 2,15 und 2,50 Metern, da im Korridor ein Niveauunterschied von 27 Zentimetern überbrückt werden musste.
Bei den Lamellen selbst handelt es sich um zwei Zentimeter breite Aluminium-Profile, die Richtung Innenraum spitz zulaufen. Sie wurden oben und unten an Vierkantrohren befestigt. Spannvorrichtungen ermöglichen ein einfaches (De-)Montieren der Lamellen. Der Abstand zwischen den Lamellen beträgt 31 Zentimeter. Auf diese Weise geben die Lamellen, wenn man im 90-Grad-Winkel davor steht, den Blick auf das Vorfeld von Dock B und auf das gesamte Flughafengelände frei. Im Gegenzug entstehen innen je nach Sonnenstand wechselnde Licht-
und Schattenornamente.
Lamellen-Platzierung mit Code-System
Die grafischen bzw. Bildmotive wurden mittels Folien auf die Alu-Lamellen aufgebracht. Die doppelseitige „Bedruckung“ der Lamellen und ihre darauf folgende Montage war eine knifflige Aufgabe, da die Bildmotive bzw. die Grafiken ja auf 137 Einzellamellen verteilt waren. Zunächst musste jede Vorderseite zu einer bestimmten Rückseite passen. Und schließlich musste jede einzelne bedruckte Lamelle exakt an ihrem richtigen Platz sein, um die gewünschte optische Wirkung zu erzielen. Damit dies funktionierte, wurde jede Lamelle mit speziellen Codes versehen.













