(openPR) Jeder achte bis zehnte Deutsche leidet an Blasenschwäche. Viele der Betroffenen sind betagt und pflegebedürftig. Sie brauchen nicht nur Zuwendung, sondern auch Hilfsmittel, wie etwa Windeln. Gerade für Angehörige kann das damit verbundene ständige Windelwechseln zur enormen Belastung werden, so berichtet das Infozentrum Inkontinenz und bezieht sich dabei auf eine aktuelle Studie, die im April auf dem 4. Global Forum on Incontinence (GFI) in Kopenhagen vorgestellt wurde.
In der Studie verglichen Wissenschaftler zwei Gruppe von pflegenden Angehörigen. Die eine Gruppe unterstützte ihre Verwandten mindestens zehn Stunden die Woche zu Hause. In der Vergleichsgruppe litten die Pflegebedürftigen zusätzlich noch unter mittlerer bis schwerer Inkontinenz. Das Resultat der Erhebung ist eigentlich wenig überraschend: Pflegende Angehörige mit inkontinenten Verwandten schätzen ihre eigene Lebensqualität erheblich niedriger ein, als Helfer, die Familienmitglieder ohne Blasenschwäche betreuen.
Als Gründe für die Unterschiede nennen die betroffenen Betreuer unter anderem das Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit angesichts der Situation. Das Infozentrum Inkontinenz rät deshalb dazu, sich frühzeitig über das Thema Blasenschwäche zu informieren. Wenn Jüngere und Ältere, noch bevor sie in die Situation kommen, über die Pflege sprechen und auch über das Thema Inkontinenz, können viele Dinge geklärt werden. Etwa, ob im Falle eines Falles professionelle Helfer bei der Pflege hinzugezogen werden sollen oder andere Familienmitglieder einen Teil der Betreuung übernehmen können. So kann es für einen betroffenen Senior erträglicher und auch würdevoller sein, sich von einer männlichen Pflegekraft helfen zu lassen, als beispielsweise von einer jungen Frau; das gilt natürlich auch umgekehrt. Experten raten grundsätzlich dazu, die Pflege auf möglichst viele Schultern zu verteilen.
Information: Die Lebensqualitätsstudie wurde vom Marktforschungsinstitut Ipsos herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem europäischen Verband privater Pflegender Eurocarers.








