(openPR) 13 Unternehmen, 5 Referenten und ein voller Erfolg
Am 18. und 19. April 2012 fanden in Neuenrade die 1. KOHLHAGE-Kunststoff-Tage statt. Thomas Semer, Projektleiter beim sauerländischen Traditionsunternehmen, hatte eingeladen und 13 Unternehmen sind gekommen. Geboten wurde den Teilnehmern ein hochkarätiges Vortragsprogramm mit insgesamt 5 Referenten, vom Kunststoff-Institut Lüdenscheid und dem IKV aus Aachen über den Maschinenbauer Arburg, bis zum Kunststoff-Verarbeiter Berens aus Lennestadt.
"Dass so viele kommen würden, damit habe ich nicht gerechnet." freut sich Projektleiter Thomas Semer, Dipl.-Ing. und bei KOHLHAGE Fasteners als Produktmanager verantwortlich für den Vertrieb in der kunststoffverarbeitenden Branche. Dabei hat er in den letzten Wochen einige Arbeit darin investiert, die 1. KOHLHAGE Kunststoff-Tage zu einer Veranstaltung zu machen, die es in sich hatte. "In meiner täglichen Arbeit habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Einkäufer, Kunststofftechniker und –Konstrukteure bei speziellen Problemstellungen in der Inserttechnik an ihre Grenzen stoßen." sagt Semer und ergänzt "Da hatte ich die Idee, eine Veranstaltung auf den Weg zu bringen, die entlang der Prozesskette "Kunststoffverbindungen" einiges an fachlichem Input liefern kann."
Von der Planung über das Werkzeug und die Maschine bis zum Insert, dem Metalleinlegeteil, mit dem Kunststoffteile verbunden werden können- dies war das Spektrum, das Semer als Blaupause im Kopf gehabt hat. Mit Hilfe seines vorhandenen Kontakte-Netzwerkes war er dann schnell in der Lage, diese mögliche Agenda auch mit hochkarätigen Referenten zu besetzen.
Marius Fedler, Dipl.-Ing. beim Lüdenscheider Kunststoff-Institut, begeisterte mit seinem Vortrag über "Materialien und Anwendungen für das Um- und Hinterspritzen von Einlegeteilen". Dabei machte er deutlich, dass eine geschickte Materialauswahl gerade in Branchen wie der Automobilindustrie dabei hilft, kostenintensive Fehler zu vermeiden. Und auch zukunftsweisende Anwendungsbereiche wie die Verwendung von Holz, Metall oder sogar Glas im Fahrzeuginnenraum lassen sich effizient umsetzen, wenn die Vorauswahl stimmt.
"Wer beim Werkzeug Geld spart, gibt es später bei der Fehlerbehebung gleich wieder aus.", so lautete die Kernaussage von Klaus-Dieter Berens, Dipl.-Ing. und Geschäftsführer beim gleichnamigen Unternehmen Gebrüder Berens aus Lennestadt. Er legte den Fokus seines Vortrags auf die Konzeption des Werkzeugs. Seiner Ansicht nach ist schon die Planung und Ausgestaltung des Werkzeugs letztendlich mitverantwortlich für den wirtschaftlichen Erfolg.
Möglichkeiten der Automatisierung bei Maschinen und der Peripherie, dies war der Schwerpunkt des Vortrags von Ralf Pack, Anwendungstechniker bei Arburg, eines Herstellers von Kunststoffspritzgießmaschinen. In Zeiten von Wettbewerbs- und Kostendruck ist es seiner Ansicht nach unbedingt notwendig, Handlungsspielräume zu behalten. Geschickte Automatisierungsstrategien helfen zum Beispiel dabei Zykluszeiten zu erhöhen und damit Geld zu sparen.
Julian Schmidt, M.-Eng. beim Institut für Kunststoffverarbeitung in Aachen, schließlich betonte in seinem Vortrag „Hybrid-Strukturbauteile“ die zentrale Rolle von Simulationstechniken. So ist es heutzutage möglich, lange vor Produktionsbeginn den gesamten Prozess am Computer zu simulieren. Schwachstellen im Ablauf werden schnell deutlich, mögliche Fehler werden vermieden und Produktionsprozesse lassen sich wesentlich kostengünstiger gestalten.
"Gut gedacht ist halb gemacht.", dies war das Credo von Thomas Semer, der in seinem abschließenden Vortrag auf die Rolle von Metalleinlegeteilen eingegangen ist. Er betonte auf anschauliche Weise, dass ein Einlegeteil an sich nur wenige Cent kostet, ein falsch eingekauftes Einlegeteil jedoch schnell einen Schaden verursachen kann, der einen hundertfachen höheren Wert hat. Sein Wunsch an die anwesenden Unternehmer lautete: "Lasst uns von Anfang an gemeinsam mit euren Entwicklern passende Lösungen finden, bevor durch falsch eingekaufte Inserts Schäden entstehen."
Es wird weitere Kunststoff-Tage bei KOHLHAGE Fasteners geben, da sind sich alle Teilnehmer sicher und freuen sich schon darauf. Nur Thomas Semer wirkt etwas nachdenklich, wenn er sagt: "Wir hatten ein tolles Programm. Es wird schwer sein, das zu toppen." Doch letzten Endes freut auch er sich über eine gelungene Veranstaltung.











