openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Internationaler Dupuytren-Preis 2012 verliehen

10.05.201210:58 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Internationaler Dupuytren-Preis 2012 verliehen
Von links: Dr. Wolfgang Wach von der International Dupuytren Society, der Preisträger Guido Dolmans
Von links: Dr. Wolfgang Wach von der International Dupuytren Society, der Preisträger Guido Dolmans

(openPR) In diesem Jahr ging der Internationale Dupuytren-Preis an Guido H.C.G. Dolmans, MD. Der junge Forscher arbeitet in der Abteilung für Plastische Chirurgie am University Medical Center Groningen in den Niederlanden.
Er erhielt den Preis für seinen Aufsatz „Wnt Signaling and Dupuytren’s Disease“, der im New England Journal of Medicine (N Engl J Med 365 (2011) 307-317) veröffentlicht wurde. Darin fasst er die Ergebnisse einer genomweiten Assoziationsstudie (GWAS) zusammen und analysiert das vollständige Genom nach genetischen Varianten, die mit Morbus Dupuytren assoziiert sind.


An dieser Studie haben drei Forschungsgruppen (aus den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland) zusammengearbeitet mit dem Ziel, verlässliche Daten über genetische Grundlagen dieser Krankheit zu erhalten. Die Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang auf zwischen der Dupuytren-Krankheit und einer Störung im sogenannten Wnt-Signalweg, der die Zellteilung und das Überleben von Zellen kontrolliert. Eine solche Störung tritt mit verschiedenen Krankheiten auf, zu denen auch Krebs gehört. Der Morbus Dupuytren ist jedoch ein gutartiger Tumor.
Der Wissenschaftsbeirat der International Dupuytren Society e. V., hat diese Arbeit ausgezeichnet, weil sie ein wichtiger Fortschritt sei auf dem Weg zu einem besseren Verständnis der Dupuytrenschen Krankheit. Lobend hervorgehoben wurde die internationale Zusammenarbeit, die Basis dieser Forschungsarbeit war und die die Ergebnisse erst möglich gemacht habe. So müsse künftige Forschungsarbeit aussehen, wenn man Neues erfahren will über diese zwar häufige, aber immer noch wenig verstandene Krankheit.
Der Internationale Dupuytren-Preis wurde Guido Dolmans überreicht während des Symposiums „New Frontiers in Dupuytren Disease“, das am 31. März 2012 in Belgien an der Universität von Leuven stattfand.

Hintergrund-Info:

Guido H.C.G. Dolmans wurde 1979 im niederländischen Maastricht geboren, studierte Medizin in Maastricht, Kapstadt und Kuala Lumpur und schloss 2003 seinen MD „cum laude“ an der Universität Maastricht ab. Er arbeitet derzeit in der Abteilung für Plastische, Rekonstruktive und Hand-Chirurgie am University Medical Center Groningen. Für seinen PhD erforscht er die genetischen Grundlagen der Krankheit Dupuytren.
Der Internationale Dupuytren-Preis, der seit 2010 jährlich vergeben wird, zeichnet hervorragende wissenschaftliche Arbeiten aus, die der Erforschung oder Behandlung des Morbus Dupuytren oder Morbus Ledderhose gewidmet sind. Ausgewählt werden der oder die Preisträger vom Wissenschaftlichen Beirat der International Dupuytren Society, der weltweit anerkannte Experten für den Morbus Dupuytren angehören (vgl. http://www.dupuytren-online.info/dupuytren_society_advisory_board.html).
Für den Preis 2013 können sich Wissenschaftler und Ärzte bis zum 28. Februar 2013 mit Arbeiten bewerben, die sie im Lauf des Jahres 2012 in wissenschaftlich anerkannten Zeitschriften veröffentlicht haben.

Die Dupuytrensche Krankheit ist ein gutartiger Tumor auf der Handinnenfläche, der anfänglich wenig stört. Im Lauf von Jahren oder Jahrzehnten können sich jedoch starke Stränge ausbilden, die die Finger immer stärker in die Handfläche krümmen.
Dupuytren ist nicht in allen europäischen Länder gleich häufig. Im Durchschnitt sind wahrscheinlich etwa ein Drittel aller über 50-jährigen Europäer von dieser Krankheit betroffen und zwar Männer häufiger und früher als Frauen. Die Ursachen dieser Krankheit, die nicht heilbar ist, sind immer noch unklar. Die derzeitigen Behandlungsmethoden (im Frühstadium Strahlentherapie, später Perkutane Nadelfasziotomie, Collagenase oder Handchirurgie) versuchen den Krankheitsfortschritt zu bremsen und im fortgeschrittenen Stadium die Handfunktion zu erhalten oder zu verbessern. Auch nach operativer Entfernung des Geschwürs kann die Krankheit wiederkommen (Rezidiv) oder an anderer Stelle auftreten.
Die Dupuytrensche Krankheit ist benannt nach dem französischen Chirurgen Baron Guillaume Dupuytren (1777–1835). Morbus Ledderhose ist eine ähnliche Erkrankung der Füße, die den Namen des deutschen Chirurgen Georg Ledderhose (1855–1925) trägt.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 631608
 202

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Internationaler Dupuytren-Preis 2012 verliehen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: 16. Mai - Ioana Cristina Goicea in der Fischerkirche Born a. DarßBild: 16. Mai - Ioana Cristina Goicea in der Fischerkirche Born a. Darß
16. Mai - Ioana Cristina Goicea in der Fischerkirche Born a. Darß
… Fischerkirche Born. Damit gelingt dem Sommertheater der Kurverwaltung Born ein ganz besonderer Kulturhöhepunkt, er ist gleichzeitig Auftakt einer Reihe weiterer Veranstaltungen mit Preisträgern internationaler Wettbewerbe aus dem klassischen Genre. Am 24. Mai folgt ein Konzert mit Valentino Worlitzsch, am 1. Juli tritt Albrecht Menzei auf, ebenfalls …
Bild: Gesundheitsforum: Handchirurgie von A bis Z – was alles möglich istBild: Gesundheitsforum: Handchirurgie von A bis Z – was alles möglich ist
Gesundheitsforum: Handchirurgie von A bis Z – was alles möglich ist
Im täglichen Leben sind die Hände unsere wichtigsten Begleiter. Wir benötigen sie für fast alle Tätigkeiten, ob am Schreibtisch, an der Werkbank oder im Haushalt. Wird die reibungslose Funktion durch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen außer Kraft gesetzt, ist die Lebensqualität oft erheblich eingeschränkt. Typische und häufig vorkommende Erkrankungen der Hände sind eingeengte Nerven am Handgelenk, das sogenannte Karpaltunnelsyndrom, Verschleiß an Daumen-, Finger- und Sattelgelenken, der Springfinger mit seinen eingeengten Sehnen, Morbus…
Bild: Internationaler Dupuytren-Preis 2011 in London verliehenBild: Internationaler Dupuytren-Preis 2011 in London verliehen
Internationaler Dupuytren-Preis 2011 in London verliehen
Jedes Jahr lobt der Dupuytren e. V. den mit 1000 Euro dotierten Internationalen Dupuytren-Preis aus. 2011 wurde der Preis nun erstmals in zwei Kategorien verliehen, für „Klinische Forschung“ und für „Grundlagenforschung“. Am 5. November 2011 fand beim Dupuytren’s Summit in London die Preisverleihung statt. Für Forscher ist der „Dupuytren“, also die …
Bild: Internationaler Lemberger-Wettbewerb Vaihinger Löwe geht in die 31. RundeBild: Internationaler Lemberger-Wettbewerb Vaihinger Löwe geht in die 31. Runde
Internationaler Lemberger-Wettbewerb Vaihinger Löwe geht in die 31. Runde
… Wettbewerb vergeben, um noch deutlicher zu zeigen, welche Top-Qualitäten auf weltweitem Niveau diese rote Rebsorte hervorbringen kann. Einsendeschluss für den 31. Vaihinger Löwe – Internationaler Preis für Lemberger & Blaufränkisch ist in Deutschland der 17. Februar 2023 (www.weinloewen.de). Für Österreich und alle anderen Länder müssen die Weine …
Bild: Gesundheitsforum: Eine besondere Handerkrankung, der Morbus DupuytrenBild: Gesundheitsforum: Eine besondere Handerkrankung, der Morbus Dupuytren
Gesundheitsforum: Eine besondere Handerkrankung, der Morbus Dupuytren
Die Hände sind das wichtigste Tastorgan des Menschen, werden oft gebraucht, und zeichnen sich durch komplizierte Bandverbindungen und hohe Beweglichkeit aus. Wenn diese Beweglichkeit eingeschränkt wird und auch noch Schmerzen dazu kommen, schränkt dies die Lebensqualität der Betroffenen schwerwiegend ein. Eine typische und häufig vorkommende Erkrankung der Hände ist auch der Morbus Dupuytren, auch Dupuytrensche Krankheit genannt. In Deutschland werden pro Jahr etwa 33.000 Dupuytren-Patienten stationär oder ambulant behandelt. Morbus Dupuytre…
Bild: WissenSchafftBilder 2008 - die PreisträgerBild: WissenSchafftBilder 2008 - die Preisträger
WissenSchafftBilder 2008 - die Preisträger
Eine starke Auswahl mit vielen guten und gleichwertigen Bildern hat der Jury die Auswahl der Preisträger nicht leicht gemacht. Alle Bilder in der Endauswahl sind nach unserem Befinden Gewinner. Neben einigen bekannten Gesichtern gibts auch überraschende Newcomer mit eigenwilligen Interpretationen. Die Preisträger: Platz 1: Simone Roessling/The order principle of chaos, 3D Animatorin Platz 2: Stephan Wüstenhagen/Anatomie - Art of Life, Medizinstudent aus Göttingen Platz 3: JanLeonardo Wöllert/EELS - Die Wissenschaft im Auge, Lichtkunstfotogra…
Morbus Dupuytren – Dresden-Friedrichstadt bietet mit Collagenase neue Therapie ohne Operationswunden
Morbus Dupuytren – Dresden-Friedrichstadt bietet mit Collagenase neue Therapie ohne Operationswunden
Dresden, 12. April 2012 Als eine der Ersten bietet die Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Handchirurgie am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt die medikamentöse Behandlung mit einer Enzymlösung bei Morbus Dupuytren an. Die sogenannte Collagenase löst punktuell die Bindegewebswucherungen, die die Fingersehnen blockieren und zur Einschränkung der Streckfähigkeit der Finger führen. Patienten profitieren von einer kurzen Rehabilitationszeit. „Unsere Hand ist unser wichtigstes Werkzeug. Sie besteht aus 27 Knochen und 33 Muskeln und ist ei…
Bild: Perkutane Nadelfasziotomie: BR berichtet über neue Therapien bei der Handerkrankung Morbus DupuytrenBild: Perkutane Nadelfasziotomie: BR berichtet über neue Therapien bei der Handerkrankung Morbus Dupuytren
Perkutane Nadelfasziotomie: BR berichtet über neue Therapien bei der Handerkrankung Morbus Dupuytren
München, 10.02.2011 – Am 1. Februar 2011 berichtete der Bayerische Rundfunk in seiner Sendungsreihe "Gesundheit" über die Handerkrankung "Morbus Dupuytren – Neue Therapien für eine unterschätzte Krankheit". Bei dieser recht häufigen, aber dennoch eher unbekannten Erkrankung entwickeln sich aus Knoten in der Handinnenfläche Stränge, welche die Finger immer mehr in die Handfläche hinein ziehen. Die Finger können nicht mehr gestreckt werden, die Funktionsfähigkeit der Hand ist stark eingeschränkt. Dr. med. Bernd Kühlein, Facharzt für Chirurgie …
Bild: Morbus Dupuytren in der HandtherapieBild: Morbus Dupuytren in der Handtherapie
Morbus Dupuytren in der Handtherapie
Bei der Morbus Dupuytren Erkrankung handelt es sich um eine gutartige Wucherung des Bindegewebes. Durch diese Veränderung können die Finger nicht mehr frei gestreckt werden und krümmen sich. Bei Morbus Dupuytren handelt es sich um ein Krankheitsbild der Hand. Die Finger krümmen sich dabei immer mehr in Richtung der Handinnenfläche. Auch wenn das in vielen Fällen schmerzfrei vonstattengeht, so wird es immer mehr zur Behinderung. Hierbei lassen sich die betroffenen Finger nicht mehr ausstrecken und schränken dadurch erheblich die motorischen F…
Internationaler Dupuytren-Preis: Bekanntgabe der Preisträger 2011
Internationaler Dupuytren-Preis: Bekanntgabe der Preisträger 2011
(Hamburg) Um die Erforschung der Dupuytrenschen Krankheit zu fördern, lobt der Dupuytren e. V. jedes Jahr den mit 1.000 Euro dotierten Internationalen Dupuytren-Preis aus. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Vereins am 23. September 2011 in Hamburg wurden die Preisträger für 2011 bekannt gegeben. Erstmals wird der Preis in zwei Kategorien …
Sie lesen gerade: Internationaler Dupuytren-Preis 2012 verliehen