(openPR) Er hat in berühmten Bands gespielt – und doch kennt man ihn nicht wirklich: Neil Taylor, seit 2003 Gitarrist bei Robbie Williams. Jetzt ist er mit eigener Platte unterwegs und machte auf Einladung von Karoline Heffner, der Inhaberin von „backstage event management for private partys“, Station bei „HOFART“ in Weßling.
Anfangs sei er gar nicht begeistert gewesen von dem Vorschlag, ein exklusives Privatkonzert in seinen Verkaufsräumen zu veranstalten, sagt Jörn Barsekow, der Inhaber von „HOFART“ in Weßling. Wohin mit der Bühne? Wo die wertvollen Teakmöbel zwischenlagern? Halten sich die Gäste an das Rauchverbot? Doch alle Zweifel stellten sich als unbegründet heraus: Schon zu Beginn des zweiten Sets von Neil Taylor begleitete Hobby-Percussionist Barsekow den Gitarristen an der Cajón, der peruanischen Kistentrommel, und half mit, die geladenen Gäste in Begeisterung zu versetzen.
Neil Taylor? Noch nie gehört, wird sich der geneigte Leser jetzt denken. Doch weit gefehlt: Eigentlich müsste ihn jeder Popmusik-Liebhaber schon einmal gesehen oder zumindest gehört haben. Der in Bristol aufgewachsene Gitarrist zählt zu den besten Studio- und Livemusikern der Welt und war maßgeblich am Erfolg von Robbie Williams beteiligt. Beeinflusst von den Rolling Stones, Neil Young und Fleetwood Mac begann er schon im zarten Alter von neun Jahren Gitarre zu spielen. Seine erste lokale Band war eine Schülerband namens „Neon“, die als Vorläufer der später bekannten Band Tears For Fears gilt. Als Teil deren Backing Group war er mitverantwortlich für einige Klassiker der 80er Jahre. Man denke nur an „Shout“ oder „Everybody wants to rule the world“.
Diese Zusammenarbeit eröffnete ihm schnell die Tore zur internationalen Musikwelt. Dank seiner musikalischen Vielseitigkeit wurde Taylor einer der meist gesuchten Session-Gitarristen und griff für Künstler wie Tina Turner, Peter Gabriel, Holly Johnson, Heather Nova, Morrissey, Natalie Imbruglia, Chris de Burgh und James Morrison, um nur ein paar zu nennen, in die Saiten. Erstaunlich dabei ist die Vielschichtigkeit der Namen, denn Taylor ließ sich nie auf ein spezielles Genre festlegen. Und zwischenzeitlich blieb immer noch Zeit für hochgelobte Side-Projekte.
2001 wird Robbie Williams, der auf der Suche nach einer Stammband war, mit der er seine Solo-Karriere aufbauen konnte, auf Taylor aufmerksam. Es folgten gemeinsame Erfolgsalben wie „Sing when you‘re winning“ oder „Reality killed the Radio Star“ und schnell war klar, dass Robbie Williams Plan aufging, denn gerade durch seine erstklassig besetzte Stammband gelang es ihm, sich auch im Livebereich als Topartist zu präsentieren. Und schnell wurde dabei deutlich, dass gerade Neil Taylor ein zentraler Bestandteil der Band ist, was sich nicht zuletzt an dessen Bekanntheitsgrad in der Robbie Williams-Fangemeinde abzeichnete. Dem 51-Jährigen ist es als einzigem Bandmitglied gelungen, neben dem exaltierten Frontman ein eigenes Profil zu entwickeln. Diese höchst erfolgreiche Zusammenarbeit dauert übrigens bis heute an – nach der erfolgreichen Take That-Reunion gibt es schon erste Gerüchte über Robbie Williams Solotour-Daten mit dem alten Weggefährten.
2007 lernte Taylor den preisgekrönten Songwriter Steve Torch kennen, der u. a. Chers Welthit „Believe“ komponierte. Mit Torchs Unterstützung gelang es Taylor, sein erstes Soloalbum zu produzieren: „No Self Control“, das deutlich Spuren der fast zehnjährigen Zusammenarbeit mit Williams aufweist – nicht nur in den Songs, sondern auch im Gesangstil. Das Spektrum des Albums reicht dabei von der Rock-Ballade „Walk away“ über den feinen Akustik-Song „Everybody seems to know my name“ bis zum harten Rockstück „No Self Control“.
Doch zurück ins „HOFART“, wo Taylor mit seiner eindringlichen Reibeisenstimme und seinem so filigranen wie druckvollen Gitarrenspiel längst die Herzen des Publikums erobert hat. Nach dem Williams-Klassikern „Supreme“ und „Angels“, bei denen das gesamte Publikum mitsingt, stehen nun Songs aus seinem vor Kurzem veröffentlichten zweiten Solo-Akustikalbum „Chasing Butterflies“ auf dem Programm. Besonders hervorzuheben sind die Rockballade „Shadow falls“, die an Brian Adams erinnert, das großartige Stück „Dream machine“ und last but not least der klassische Rocksong „No God“ auf den auch Kumpel Robbie sicher stolz wäre.
„Ich muss zugeben, dass ich immer noch furchtbar nervös bin, wenn ich alleine auf der Bühne stehe“, sagt Taylor nach drei bejubelten Zugaben, schmunzelt und gönnt sich ein Gläschen Tequila. „Aber das Publikum hier in Weßling hat es mir heute echt leicht gemacht – so machen Live-Gigs richtig Spaß. Und auch Jörn Barsekow zeigt sich begeistert von Neil Taylors Auftritt: „Ich hätte nicht gedacht, dass man das „HOFART“ so rocken kann. Ich denke, das war nicht das letzte Mal, dass wir unsere Räumlichkeiten für eine solche exklusive und hochkarätige Kulturveranstaltung geöffnet haben.“











