(openPR) Kliniksekretärinnen und medizinische Schreibkräfte bei Fachtag in Reutlingen für neue Anforderungen gerüstet
Der Wandel im Gesundheitswesen geht auch an den Sekretariaten und Schreibbüros in Kliniken nicht vorüber. Sie werden immer mehr zur Koordinierungszentrale und die Anforderungen an die Sekretärinnen und Schreibkräfte steigen kontinuierlich. Was das aber konkret bedeutet, weiß oft keiner so genau. „Die Kliniksekretariate sind eine eigene Fachgruppe, die bislang auf der Strecke blieb“, sagt Beraterin Sabine Siegel. Um das zu ändern hat die Betriebswirtin zusammen mit der Akademie der Kreiskliniken Reutlingen einen Fachtag allein für Kliniksekretärinnen und medizinische Schreibkräfte organisiert.
Am 4. April 2012 kamen etwa 70 Damen ins Reutlinger Klinikum am Steinenberg, um sich für die neuen Anforderungen zu rüsten. „Das bisschen Sekretariat wird stark unterschätzt“, sagte Sabine Siegel zum Auftakt. Das Ergebnis einer Umfrage zeige aber, dass die Erwartungen hoch sind: Chefärzte wünschen sich geregelte Abläufe, Entlastung und fachliche Kompetenz. Das Nicken der anwesenden Sekretärinnen zeigte, dass diese Feststellung genau ins Schwarze trifft. Doch neben Ärzten stellt laut Siegel auch die Klinikleitung Ansprüche an die Sekretariate. Dabei geht es natürlich vor allem um Transparenz und Effizienz.
Mit ganz konkreten, an der Praxis orientierten Tipps, erläuterte Siegel etwa die Vorteile von Checklisten und Standards. Schon mit der einheitlichen Struktur der Ablage sei beispielsweise schon ein wichtiger Schritt zu effizienteren und sichereren Prozessabläufen getan: Eine Vertretung findet sich so auch schnell zurecht. „Damit sichern Sie Qualität, vermeiden Fehler und Verschwendung.“ Außerdem legte die Beraterin den Sekretärinnen und Schreibkräften die so genannte 5A-Methode ans Herz, ein System, das mehr Ordnung fürs Büro verspricht. „Damit kommen sie zu einer Routine, die Ihnen hilft, die Effizienz umzusetzen“, erklärte Siegel.
Damit die Optimierungsansätze auch in der Praxis Bestand haben, muss auch der Faktor Mensch berücksichtigt werden. Trainer, Berater und Coach Wolfgang Schindler führte deshalb am Fachtag Kliniksekretariate und medizinische Schreibkräfte in die Grundlagen der Teambildung und der Konfliktbewältigung ein. Dabei zeigte er Möglichkeiten auf, neue Perspektiven einzunehmen. Denn: „Es gibt keine Musterlösungen, Sie müssen Lösungswege gehen.“ Einfacher wurde es den Fachtag-Teilnehmerinnen beim Thema „Yoga fürs Büro“ gemacht. Lehrerin Kerstin Weigel zeigte einige Übungen, die ganz gezielt die typischen Problemzonen von Schreibtischarbeitern angehen: Rücken, Schultern und Nacken.
„Es war eine absolut gelungene Veranstaltung, die genau den Punkt getroffen hat“, sagt Sabine Siegel. Die Resonanz der Teilnehmerinnen zeigt aber auch: Der Bedarf an weiteren Schulungen, die speziell an den Anforderungen von medizinischen Sekretärinnen und Schreibkräften orientiert sind, ist groß.
Bericht: Kathrin Konyen, www.kathrinkonyen.de











