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Transparente Projektverfolgung mit EVM

19.04.201217:40 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Das “Earned Value Management” (EVM) ermöglicht, Projektfortschritte während des laufenden Projektes einheitlich zu messen und zu gewichten. Die Rolle des EVM als Controlling-Instrument gewinnt zunehmend im Projektgeschäft an Bedeutung. Der Beitrag beleuchtet EVM im Allgemeinen und wie EVM mit prima umgesetzt werden kann.



Der ANSI/EIA-748 Standard für Projektverfolgungen, der das EVM definiert, wurde ursprünglich vor allem in den USA genutzt. Im europäischen Raum wird dieser Standard zunehmend für die Vergabe von Projekten vorausgesetzt. EVM unterstützt die transparente Projektverfolgung und Kontrolle auf Grund des aktuellen Fertigungsstellungswertes einzelner Arbeiten.

Earned Value Management

Das EVM weist frühzeitig auf Projektabweichungen hin und erlaubt aussagekräftige Prognosen über die Projektendkosten und Projektenddaten. Wichtige Parameter im EVM sind der Endwert (Planned Value), die aufgelaufenen Kosten (Actual Costs), der GAP zwischen Planned Value und Actual Costs wie die folgende Grafik verdeutlicht.
Aufgrund von Projektplänen mit realistischen Kostenschätzungen sowie aktuell erfassten geleisteten Arbeiten und verbrauchten Ressourcen (Geld, Material) lassen sich Abweichungen jederzeit ermitteln. Der CPI (Cost Performance Index) wird auch als Wirtschaftlichkeitsfaktor oder Effizienzfaktor bezeichnet und zeigt das Verhältnis des Fertigstellungswertes (Earned Value) und der aktuellen Ist-Kosten (Actual Costs) auf der Zeitachse. Ein CPI z.B. unter 1 deutet auf höhere Ist-Kosten im Vergleich zu den geplanten Kosten hin.

Grenzen des EVM

Als fixe Zahl kann der CPI leicht und schnell zu Beurteilungen führen, die die Wirklichkeit nicht zwingend widerspiegeln müssen. Auch mit EVM empfiehlt es sich, die Projektfortschritte zu- sätzlich pragmatisch zu betrachten und zu bewerten.

EVM mit prima (www.primasoftware.ch)

AGIS (www.agis.ch) hat zusammen mit einem Team der EDY TOSCANO AG das Modul primaEVM entwickelt.
Dieses Modul unterstützt die Pflege von Planned Value, sowie verschiedene Berechnungsarten des Fertigungsstellungsgrades und weist wichtige Werte wie CPI im Projekt und in den Teilprojekten aus. primaEVM erhöht die Projektüber- sichtlichkeit zusammen mit dem Modul primaGantt massgeblich.

(Der Earned Value ist der Wert der ausgeführten Arbeit zu einem bestimmten Zeitpunkt, basierend auf dem budgetierten Wert für diese Arbeit. EVM ist eine normierte (ANSI/EIA-748 ) Methode für die Benennung und Berechnung von Kennzahlen. Weiterführende Literatur finden Sie z.B. im Buch „Earned Value Management“ von Roland Wanner.)

Persönlich gefragt

Fragen an Thomas Kistler, Leiter Finanzen und Administration, Mitglied der Geschäftsleitung der EDY TOSCANO AG, über die Zukunft und den Einsatz von EVM.

AGIS: Das Unternehmen EDY TOSCANO AG ist seit über 50 Jahren an massgeblichen Tiefbauprojekten in der Schweiz beteiligt. Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Bauingenieure in der Schweiz?

Thomas Kistler: „Da in den letzten 20 Jahren zuwenig Bauingenieure ausgebildet wurden, fehlen viele erfahrene Bauingenieure als Projektleiter. Ebenso fehlen auf der Auftraggeberseite Leute mit Erfahrung auf Grossprojekten. Da zudem in der Schweizer Verkehrsinfrastruktur ein Nachholbedarf besteht und immer grössere Gesamtaufträge vergeben werden, wird die Komplexität der Aufträge grösser und die Anforderungen an die (wenigen!) Projektleiter steigen.„

AGIS: Was sind die Ziele und Visionen der EDY TOSCANO AG in den nächsten 5 Jahren?

Thomas Kistler: „Wir wollen weiterhin zu den Top Ten Bauingenieur-Unternehmen in der deutsch- und italienischsprechenden Schweiz gehören und wirtschaftlich und organisatorisch unabhängig bleiben. Wir wollen einerseits intern wachsen um langfristig in allen Regionen als starker Marktplayer auftreten zu können und wollen andererseits durch Kooperationen fehlende Personalressourcen ausgleichen, das Netzwerk vergrössern und damit auch komplexere Bauvorhaben durchführen können. Dank Steigerung der Effizienz, tiefen internen Kosten und der Nutzung der Synergiepotentiale zwischen den einzelnen Niederlassungen wollen wir weiterhin eine angemessene Eigenkapitalrendite erwirtschaften.“

AGIS: Sie sind mit über 190 Mitarbeitern in der deutsch- und italienischsprachigen Schweiz sowie in Deutschland tätig. Was sind die Vorteile Ihrer dezentralen Organisation mit 13 Niederlassungen?

Thomas Kistler: „Die grosse Unabhängigkeit und Selbständigkeit der Niederlassungen der EDY TOSCANO AG bezüglich Akquisition, Projektabwicklung und Personalführung motiviert die Leute, da sie in kleinen, familiären Teams vor Ort arbeiten können. Dadurch dass wir uns mit Personal und Know-how gegenseitig unterstützen, sind wir aber gemeinsam stärker und dennoch in der Lage an Grossprojekten arbeiten zu können – was für Mitarbeitende attraktiv ist und von Kunden immer mehr gefordert wird.
Durch die gemeinsame Administration und EDV-Struktur haben sowohl die Projektleiter wie auch das kleine zentrale Team in Chur den Überblick über die laufenden Akquisitionen und Projekte. So kann rasch auf auftretende Probleme reagiert werden und – was immer zu wenig gemacht wird – auch gute Arbeit anerkannt werden.“

AGIS: Wo konnte Sie prima bis heute unterstützen?

Thomas Kistler: „Dank der gemeinsamen und aktuellen Plattform haben wir auch die wichtigen Kennzahlen wie angefangene Arbeiten, Debitoren-Bestand, Projekt(rück)stände etc. ohne grossen zentralen Wasserkopf gut im Griff. prima unterstützt uns bei der einfachen Zeitaufschreibung, bei der effizienten Rechnungsstellung, bei der Projektkontrolle und neu auch bei der Personaleinsatzplanung. Hilfreich für uns ist auch die Mehrsprachigkeit, mit welcher unsere Südbündner und Tessiner Kollegen in ihrer Muttersprache italienisch alles Administrative erledigen können.“

AGIS: Für wie wichtig erachten Sie ein EVM für Schweizer Dienstleistungsunternehmen?

Thomas Kistler: „Im Ausland werden immer mehr Grossaufträge nur noch vergeben, wenn die Firma EVM anwendet. Im Moment brauchen wir EVM aus internen Gründen um rascher und genauer den finanziellen Projektstand beurteilen zu können. Da aber immer grössere Aufträge vergeben werden, erwarten wir in Zukunft, dass unsere wichtigsten Auftraggeber wie ASTRA, SBB, Alptransit, etc. irgendwann auch EVM als Standard vorschreiben.“

AGIS: Herr Kistler, was denken Sie? Würden Sie prima heute wieder in Ihrer Firma einführen?

Thomas Kistler: „Ja: wir sind sehr zufrieden mit den Leistungen des Programms und aller Anwendungen. Wir schätzen auch die kompetente und dennoch unkomplizierte Unterstützung, die wir aus dem Hause AGIS immer wieder bekommen. So sind die Leute auch beweglich bei Anliegen, die vielleicht nur für die EDY TOSCANO AG wichtig sind. Wir sind aber auch stolz, dass einige unserer Wünsche und Anregungen auch schon in das Standardpaket von prima aufgenommen worden sind.“

(EDY TOSCANO AG ist seit über 50 Jahren und mit 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 13 Niederlassungen in der deutsch- und italienisch-sprachigen Schweiz und mit einer Niederlassung in Deutschland tätig. Die Firmeninhaber sind zur Mehrheit die leitenden Angestellten des Unternehmens. Als Ingenieure, Planer, Zeichner und Berater verfolgt die EDY TOSCANO AG ein Ziel: den Schritt von der Idee zur Realität. Effizient, nachhaltig, kreativ. So entstehen Erfolge, die Freude machen, oder wie die EDY TOSCANO AG selbst zitiert: „Erfolg, der inspiriert!“. www.toscano.ch)

Weitere Informationen und Angaben finden Sie unter http://itseiten.de/software/prima/news/477 sowie http://www.primasoftware.ch.

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