(openPR) Stuttgart (ACE) 19. April 2012 - Wer mit dem Auto unterwegs auf Nummer sicher gehen will, der hat heute gleich mehrere Möglichkeiten, eine Reifenpanne zu beheben. Der ACE Auto Club Europa hat jetzt in einem Ratgeber drei der gängigen Hilfe-Methoden vorgestellt. Noch weit verbreitet und gleichermaßen zweckmäßig ist es, für den Fall der Fälle im Kofferraum über ein vollwertiges Ersatzrad zu verfügen. Wer aber Stauraum und Gewicht sparen möchte, kann stattdessen ein Pannenhilfeset mit integriertem Kompressor sowie einen nicht auf einer Felge montierten passenden Ersatzreifen im Auto mitführen. Dieser wird dann in einer Werkstatt aufgezogen. So vorzugehen macht Sinn, weil nicht alle Kfz-Betriebe kurzfristig den richtigen Reifen zum bereits vorhandenen Reifensatz besorgen können.
Kleine Schäden lassen sich laut ACE mit einem Reifenpannenset in den meisten Fällen abdichten – dies erspart den lästigen Reifenwechsel am Straßenrand. Das Fortkommen ist dann zwar gesichert. Doch vor dem Zurücklegen längerer Strecken sollte der schadhafte Reifen bald ersetzt werden, raten die ACE-Fachleute.
Ein mitgeführtes fertiges Ersatzrad erspart vor Ort die langwierige Suche nach einem genau passenden Reifen des gleichen Typs. Auch einen mit- oder angelieferten Reifen zu montieren ist für eine Kfz-Werkstatt eine leichte Übung und zudem kostengünstig, wenn die Montage in einer der rund 200 ACE OK-Servicecenter vorgenommen wird.
1. Der neue Klassiker
Die mit Reifendichtmittel gefüllte Druckdose kann vorübergehend die Mobilität sichern und beansprucht nur wenig Platz im Kofferraum. Kleinere Durchstiche von Schrauben oder Nägeln bis circa sechs Millimeter lassen sich abdichten. Die Handhabung ist sehr einfach, versichern die ACE-Reifenexperten: Am Schlauchende befindet sich ein Füllstück, das direkt auf das Ventil geschraubt wird. Durch den Druck auf das Flaschenventil wird das Dichtmittel in den Reifen gepumpt
und gleichzeitig ein gewisser Fülldruck hergestellt. Danach muss das Auto sofort bewegt werden, um das Dichtmittel im Reifen zu verteilen. Nur selten reicht der Fülldruck aus der Dose aber aus, um sicher eine Tankstelle zu erreichen, an der in jedem Fall zusätzliche Luft eingefüllt werden muss, zumal das Loch auch erst mit
einiger Verzögerung abgedichtet wird und anschließend meist das Ventil verklebt ist.
Vorteil: Die Dose mit dem Füllmittel ist leicht und platzsparend unterzubringen und nahezu an jeder Tankstelle und im Baumarkt zu haben.
Nachteil: Inhalt und Fülldruck reicht nur bei kleinen Reifen aus, das Tempo muss auf maximal 50 bis 60 km/h gedrosselt werden, das Produkt ist zwar relativ teuer, bietet aber nur geringe Aussicht auf erfolgreiche Abdichtung, gibt der ACE zu bedenken. Es hinterlässt Verschmutzungen im Inneren des Reifens, im Ventil und auf der Felge; eine anschließende Reparatur des Reifens ist ausgeschlossen.
2. Die passende Komfortlösung
Bei einem Pannenset, wie es auch bei vielen modernen Autos inzwischen zur Grundausstattung gehört, ist eine zuverlässige Abdichtung von kleineren Schäden durchaus möglich. Der Fremdkörper muss vorher entfernt werden. Der integrierte Kompressor schafft es, den Reifen bis zum vorgeschriebenen Fülldruck aufzupumpen. Außerdem kann der über den Zigarettenanzünder betriebene Kompressor bei Bedarf auch dazu genutzt werden, beispielsweise eine Luftmatratze aufzublasen. Es gibt im Handel verschiedene Versionen, bei denen entweder das Dichtmittel sofort mit in den Reifen geblasen oder nach Entfernen des Ventileinsatzes zunächst von Hand eingefüllt wird. Dabei ist die Verschmutzungsgefahr relativ groß, also besser Handschuhe tragen! Die ACE-Pannenhilfeexperten machen darauf aufmerksam, dass ebenso wie beim Einsatz eines Dichtmittels aus der Dose danach auch hier eine reguläre Reifenreparatur nicht mehr möglich ist.
Vorteil: Der Kompressor ist vielseitig einsetzbar, auch zum Befüllen von Luftmatratzen oder bei passendem Ventil zum Aufpumpen von Fahrradreifen.
Nachteil: Das Füllmittel ist nur vier Jahre haltbar, das Tempo wird beschränkt auf 80 km/h. Die Füllung hinterlässt Verschmutzungen im Inneren des Reifens, im Ventil und auf der Felge, die anschließende Reparatur des Reifens ist ausgeschlossen.
3. Die Methode für den Profi
Sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, spricht nach Einschätzung der ACE-Fachleute nichts gegen eine fachgerechte Reparatur eines beschädigten Reifens. Dabei wird in der Kfz-Werkstatt der Einstichkanal durch ein selbstvulkanisierendes, faserbasiertes Füllband verschlossen und der Reifen bleibt anschließend in vollem Umfang einsatzfähig. Nach einer zu befolgenden Reifen-Reparatur-Richtlinie muss die Schadstelle zusätzlich von innen versiegelt werden, was eine Demontage und eventuell ein anschließendes Auswuchten des Rades nötig macht. Doch unterm Strich kann eine in der Werkstatt vorgenommene Reparatur die wirtschaftlichste und zuverlässigste Lösung sein. So oder so kümmert sich bei Bedarf aber zunächst der Autoclub um erste Hilfe bei einer Reifenpanne.
Vorteil: Eine Reifenreparatur in der Werkstatt sorgt für eine zuverlässige Abdichtung des Reifens bis zum Ende seiner Lebensdauer. Hinzu kommt: Keine Einschränkungen bei der weiteren Nutzung, keine inneren Verschmutzungen von Felge oder Ventil.
Nachteil: Eine Reparatur im Selbsthilfeverfahren ist nicht möglich, Eingriffe sind ausschließlich dem dafür qualifizierte Werkstattpersonal vorbehalten, hebt der ACE hervor. Zwecks fachgerechter Reparatur muss der Reifen demontiert werden, eine Reparatur ist in der Regel nur bei Früherkennung des Schadens möglich. Anzeichen dafür kann beispielsweise ein schleichender Druckverlust im Reifen sein.
ACE-Foto Reifenpanne:
http://www.ace-online.de/der-club/presse/bilder-logos/bilder/datei/reifenpannen.html?tx_nfcmedialibrary_pi1[element]=0













