(openPR) Trotz einer weitgehend guten konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und einer Belebung auf dem Arbeitsmarkt rutschen immer noch viele Menschen in die Privatinsolvenz. „Die Lage hat sich nicht entspannt“, sagt Matthias Klusmann in Rodgau unserer Zeitung. 9,4 Prozent aller Deutschen seien überschuldet. In der Stadt Offenbach ist, wie die Auskunftei Creditreform berichtet, die Zahl der verschuldeten Menschen 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 920 auf gut 23 190 Betroffene gestiegen.
Vor allem wegen einer Scheidung, Krankheit bzw. Arbeitslosigkeit ereilt die Menschen das Schicksal der Zahlungsunfähigkeit. In Rodgau und Dreieich hat er für die Schuldnerhilfe Hessen e.V. (www.schuldnerhilfehessen.de) jetzt Beratungsstellen eröffnet. Er ist zuständig für „Südhessen“, erklärt Klusmann, der auch Vizepräsident des Bundesverbandes Selbstständiger Schuldnerberater e.V. ist. Bisher hat der 1999 gegründete Verein Büros in Fulda, Gelnhausen und Kassel. „Wir zeigen privaten Schuldnern und Gewerbetreibenden Wege auf, wie sie möglichst schnell und vor allem unter Vermeidung einer Insolvenz aus den Schulden rauskommen“, berichtet Klusmann. „Eine Insolvenz ist immer nur der letzte Schritt.“
Klusmann verweist auf die äußerst erfolgreiche Arbeit der Schuldenhilfe Hessen. Er zitiert deshalb aus einem Schreiben, das das Bundesjustizministerium im Mai 2011 an den Vorsitzenden des Vereins, Michael Menzel, geschrieben hat: „Sie erzielen im Schuldenbereinigungsverfahren eine beeindruckende Erfolgsquote.“
„Wir versuchen quasi als „Schuldenwegmachstelle“ alles, damit der Schuldner gar nicht erst in die Insolvenz kommt,“ sagt Klusmann. „Und das mit nachweisbarem Erfolg“.
Das Spektrum der Mandanten reiche von der Schülerin, die wegen ihres Handys in die Schulden geraten sei bis zum Millionen-Schuldner, erklärt Klusmann. Es umfasst Privatleute und Selbstständige. Er gibt den Banken zumindest eine Mitschuld an der Situation zahlreicher Betroffener. Bei kleineren Krediten würden sie nicht so genau hinschauen. „Man macht es den Leuten zu leicht“, kritisiert der Fachmann.
Im Gegensatz zu öffentlichen Beratungsstellen bietet der Verein, der gemäß Rechtsdienstleistungsgesetz seine Mitglieder berät, sofortige Termine und den umgehenden Beginn des Schuldenbereinigungsverfahren. Es gibt keine Wartezeit. Ein erstes persönliches Gespräch (06106-2684414) ist immer kostenlos und unverbindlich. Die Kosten stehen dann in keiner Relation zum Schuldenabbau und betragen neben dem Mitgliedsbeitrag max. 8 monatliche Raten a 150 € analog zum Verfahrensfortschritt.
Klusmann sieht in den beiden Schuldenbereinigungsverfahren, außergerichtlich oder gerichtlich, eine „elegante“ Alternative zur Insolvenz. Schließlich stehe ein überschuldeter Bürger in diesem Fall in der Wohlverhaltensphase sechs Jahre unter der Aufsicht eines Treuhänders.











