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SH-Wahl 2012: Die Parteien im Verständlichkeitstest

17.04.201218:31 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Wer Politiker wirklich verstehen will, braucht einen Universitätsabschluss. Das fanden Verständlichkeits-Forscher heraus. Mit einer speziell entwickelten Software nahmen sie die Kommunikation der Parteien in Schleswig-Holstein unter die Lupe. Im Visier: Wahlprogramme und aktuelle Meldungen auf den Webseiten der Parteien. Alle Ergebnisse der Analyse sind auf www.textmonitor.de einsehbar.



Die Hauptprobleme sind zu lange und verschachtelte Sätze, abstrakte Wörter, Fachbegriffe und Fremdwörter. Diese Faktoren beurteilt der Hohenheimer Index, der die Verständlichkeit von Texten in Zahlen ausdrückt. Er reicht von 0 (überhaupt nicht verständlich) bis zu 20 (sehr verständlich). Zum Vergleich: Eine wissenschaftliche Dissertation hat eine durchschnittliche Verständlichkeit von 4,3. Politik-Beiträge der Bild-Zeitung erreichen einen durchschnittlichen Verständlichkeits-Wert von 16,8.
„Die Wahlprogramme sind viel zu kompliziert“, berichtet Textverständlichkeits-Expertin Vera Baastrup. „Sie haben teilweise das Schwierigkeitsniveau einer Doktorarbeit!“ Die FDP schneidet mit 3,09 Punkten am schlechtesten ab. Dann folgen CDU (4,29 Punkte) und der SSW (5,11 Punkte). Piraten (5,16 Punkte), SPD (5,57 Punkte) und die Grünen (6,11 Punkte) liegen im Mittelfeld. Mit 6,34 Punkten erreicht die Linke die beste Wertung – spricht mit diesem Wert jedoch ebenfalls höchstens ein Akademiker-Publikum an.

Vor allem zu lange Sätze behindern die Verständlichkeit, weiß Baastrup: „Die absolute Obergrenze sollte bei 20 Wörtern pro Satz liegen.“ An diese Regel halten sich viele Parteien nicht. So konfrontiert die FDP den Leser in ihrem Wahlprogramm mit einem Satzungetüm von 64 Wörtern. „Spätestens nach dem dritten Komma hat der Leser die Informationen vom Satzanfang vergessen“, so Baastrup.
Eine weitere Verständlichkeitshürde sind lange und schwierige Wörter, Anglizismen und Fachausdrücke. Innerparteilich mögen Begriffe wie „Landesinformationsfreiheitsgesetz“ (CDU), „Haushaltsbegleitgesetzgebung“ (Linke), „Oberflächenwasserentnahmegesetz“, „Basel III“ (FDP), „Repowering“ und „Gender Mainstreaming“ (SSW) Gang und Gäbe sein. „Den unbedarften Bürger treiben derart komplizierte Vokabeln schnell zur Kapitulation“, so Baastrup.

Einen Lichtblick bieten Kurzprogramme wie sie von CDU, FDP, Grünen, Piraten und Linken angeboten werden. Sie sind in der Regel nicht nur übersichtlicher, sondern auch verständlicher. Am deutlichsten ist der Unterschied bei der Linken. Die Kurzfassung ihres Wahlprogramms ist mit 17,24 Punkten geradezu vorbildlich in Sachen Verständlichkeit. Auch Schlusslicht FDP macht mit ihrem Kurzprogramm einen deutlichen Sprung nach oben auf der Verständlichkeits-Skala auf 7,43 Punkte.
Auch bei den auf den Webseiten der Parteien veröffentlichen Meldungen sind die Ergebnisse erfreulicher. Wie bei den Wahlprogrammen bilden Grüne und Linke auch dort die Spitzengruppe: Bis auf kleine Ausreißer bei der Linken liegt kein Ergebnis unter 9 Punkten. „Leider sind die üblichen Verständlichkeits-Hürden jedoch auch bei kurzen Meldungen keine Seltenheit“, urteilt Baastrup. „In der heißen Wahlkampf-Phase verschenken viele Parteien die Chance, auf Augenhöhe zu kommunizieren. Wer nicht verstanden wird, kann nicht überzeugen."

In Sachen Kommunikation auf Augenhöhe fallen die Grünen nicht nur in ihren aktuellen Meldungen positiv auf. Wie keine andere Partei bemühen sie sich, ihren Lesern die Inhalte ihres Programms verständlich näherzubringen. So gibt es neben dem klassischen Wahlprogramm ein Kurzprogramm sowie eine noch straffere Fassung mit den 10 wichtigsten Argumenten. Am bemerkenswertesten sind jedoch sechs kleine Filme, in denen Spitzenkandidat Robert Habeck ausgewählte Punkte des Programms erklärt. „Auch wenn in der schriftlichen Fassung der Wahlprogramme noch deutlich Luft nach oben ist, merkt man, dass sich hier jemand ernsthaft mit dem Thema Verständlichkeit auseinandergesetzt hat“, lobt Baastrup.

Alle Ergebnisse der Verständlichkeits-Analyse sind auf www.textmonitor.de einsehbar. Dort lesen die Verständlichkeits-Forscher bis zur Wahl am 6. Mai regelmäßig weitere Meldungen der Parteien ein. Die aktuellen Ergebnisse können in Echtzeit mitverfolgt werden. Neben Verständlichkeits-Noten erfährt man auf der Seite auch, über welche Themen die Parteien besonders intensiv sprechen und welche Begriffe dabei am beliebtesten sind.
Durchgeführt wurde die Analyse von der Kieler Werbe- und Marketingagentur New Communication in Zusammenarbeit mit der H&H Communication Lab GmbH und der Universität Hohenheim. Die eingesetzte Textverständlichkeits-Software wurde 2009 entwickelt. New Communication setzt sie seit 2010 zur Analyse und Verständlichkeits-Optimierung von Werbetexten ein.

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