(openPR) WEIMAR. (bb-trainings) Immer mehr Menschen arbeiten in sogenannten sprechintensiven Berufen. „Voice Worker“ sind nicht nur Sänger oder Schauspieler, sondern auch Lehrer, Trainer, Politiker, Manager, Redner, Therapeuten, Pfarrer und Call-Center-Agents. Sie sind in besonderem Maße auf eine funktionierende Stimme angewiesen. Umso wichtiger also, für das Phänomen Stimme zu sensibilisieren, der Stimme im doppelten Sinne „Gehör zu verschaffen“. B&B-Trainer Frederik Beyer hat anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Stimme einige Übungen und Extra-Tipps zusammengestellt, was Sie tun können, um Ihre Stimme gesund zu erhalten.
Übung I – Atmung und Stimme
Nehmen Sie sich für folgende Übung etwa fünf Minuten Zeit.
Stellen Sie sich bequem hin, so dass Sie viel Platz um sich haben. Suchen Sie sich nun einen prägnanten Satz aus, den Sie häufiger in Ihrem Alltag sagen. Zum Beispiel: „Guten Tag, meine Name ist...“ oder „Schön, Dich kennenzulernen!“. Sprechen Sie nun diesen Satz mehrere Male und nehmen Sie wahr: Wie laut oder leise ist Ihre Stimme? Wie hoch oder tief? Ist sie eher hell oder eher dunkel? Hauchig oder klar? Eher dünn oder eher voluminös? Notieren Sie, was Sie wahrgenommen haben! Experimentieren Sie nun, wie sich Ihre Stimme verändert, indem Sie den Satz insgesamt zweimal sprechen. Zuerst wie gehabt, beim zweiten Mal heben Sie während Sie einatmen die Arme langsam seitwärts an. Die Schultern bleiben dabei unten, die Handflächen zeigen nach oben. Sprechen Sie mit gehobenen Armen Ihren Satz einfach nochmal. Wie klingt die Stimme jetzt anders? Machen Sie das Experiment mehrmals. Wichtig: Einatmung und Sprechen gehen nahezu fließend ineinander über, es gibt keine Pause. Der Effekt ist meist deutlicher, wenn Sie durch den leicht geöffneten Mund einatmen. Stellen Sie sich die gleichen Fragen wie zu Beginn und notieren Sie die Ergebnisse. Können Sie sich mit dem neuen Stimmklang anfreunden? Ja? Dann integrieren Sie ihn, indem Sie das Experiment nun in umgekehrter Reihenfolge wiederholen: erst mit, dann ohne Armhebung. Wie gut gelingt es Ihnen, soviel wie möglich von diesem neuen Stimmklang beizubehalten, auch wenn Sie normal stehen? Wiederholen Sie dieses Experiment über einen längeren Zeitraum mehrmals täglich und seien Sie erstaunt, wie der neue Stimmklang Ihnen jetzt immer vertrauter und selbstverständlicher wird...
Übung II – den Eigenton entdecken
Nehmen Sie sich für diese Übung etwa drei Minuten Zeit. Beginnen Sie einfach genüsslich zu summen, in angenehmer Tonlage, machen Sie dazu Kaubewegungen, denken Sie einfach an Ihr Lieblingsessen, so dass Ihnen das Wasser im Munde zusammenläuft. Genießen Sie das Summen, so, als ob die Stimme von allein kommt, in bequemer Lautstärke, eher leise als laut. Die Kaubewegungen dürfen dabei groß und ausladend sein. Zusätzlich können Sie Ihr Gesicht leicht massieren. Wenn Sie das etwa eine Minute gemacht haben: wie klingt die Stimme jetzt? Sicherlich tiefer als sonst, oder? Nun legen Sie die Hände auf Ihre Brust und spüren, was Sie spüren. Sicherlich nehmen Sie Vibrationen im Brustkorb wahr? Genau das ist der legendäre "Brustton der Überzeugung". Viele Sprechtrainer sagen dazu auch "Eigenton". In diesem Eigentonbereich fühlt sich die Stimme am wohlsten. Verlieben Sie sich einfach weiter in diese Vibrationen in Ihrem Brustkorb und verstärken Sie sie. Und staunen, wie leicht Ihnen das fällt...
Drei Tipps zum Tag der Stimme
1. Die Stimme will geölt werden! Aber bitte nicht mit hochprozentigen Alkoholika oder Unmengen an Kaffee! Trinken Sie stattdessen lieber Wasser oder verdünnte Säfte – mindestens 2 Liter am Tag!
2. Warm-up macht die Stimme fit! Kinderleichte Übungen wärmen Ihre Stimme auf: Dehnen, Strecken, Lippenflattern, Zungenkreisen, herzhaftes Gähnen, genüssliches Kauen und Summen...
3. Schalten Sie ein paar Gänge runter – besonders, wenn Sie im Job viel sprechen müssen! Wie nach dem Sport die Muskulatur eine Phase der Regeneration benötigt, so wünscht sich auch Ihre Stimme nach einem Arbeitstag vor allem eines: Ruhe!











