(openPR) Die Galerie FELDBUSCHWIESNER präsentiert in 'End of an Era', der zweiten Solo-Ausstellung mit dem Künstlerduo Taiyo Onorato & Nico Krebs, neue Arbeiten aus den Jahren 2010-2012.
In End of an Era setzen Onorato und Krebs ihre Untersuchungen rund um die Wahrnehmung fort, die schon ihre bisher bekannteste, auf Reisen durch die USA entstandene Fotoserie 'The Great Unreal' auszeichneten. Ihre illusionistischen Bildwelten und Installationen leben von dem Wechselspiel zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit der Täuschung und von der Begegnung zwischen Realität und Imagination.
Die ausgestellten Fotografien und Installationen reflektieren die ambivalente Rolle der Fotografie einerseits als dokumentarisches Medium zur Wiedergabe von Realität, andererseits als künstlerisches Instrument zur Schaffung von neuen, traumnahen Phantasiewelten. Der Ausstellungstitel End of an Era verweist dabei auch auf den Stellenwert der analogen Bildproduktion, deren Ende besonders seit dem Untergang des Fotopioniers Kodak aktuell immer wieder prophezeit wird.
Fotoserien wie „Ghosts“ und „Sculpture Workshop“, die an die 2011 entstandene Serie der „Rotationen“ anknüpfen, zeigen ephemere, hell strahlende Gestalten. Die geisterhaften Wesen gehen aus Experimenten mit rotierenden Konstruktionen hervor, welche unter langen Belichtungszeiten aufgenommen wurden. Hierbei wird die Kamera zum künstlerischen Schöpfer neuer Formen, die in der Realität nicht sichtbar wären. Die wundersamen Geschöpfe wecken Assoziationen an die Magie und Mystik, mit welcher die Fotografie in ihren frühen Jahren verbunden wurde.
Gleichzeitig spielen die Künstler immer wieder auf den realen Entstehungskontext der magischen We¬sen an: In der Serie „Sculpture Workshop“ ist die mit Arbeitsmaterialen bestückte Werkstatt zu sehen, in der die Konstruktionen der rotierenden Körper angefertigt wurden. Eine konkretere Vorstellung eines solchen manipulierten Bildraums, wie ihn die Künstler häufig für ihre analogen fotografischen Arbeiten verwenden, erhält der Besucher auch durch die in der Ausstellung präsentierte Installation.
Es handelt sich dabei um die Nachbildung eines Fotostudios mit Kameras, die antiken Faltenbalg-Modellen ähneln. Erst auf den zweiten Blick fallen die ungewöhnlichen Materialien, wie Keramik und Holz auf, aus denen sie gefertigt sind. Die Apparate sind vollkommen funktionstüchtig und mit Präzionslinsen ausgestattet, dennoch werden sie im Ausstellungsraum selbst zum skulpturalen Element, das die Sehnsucht nach einer vergangenen Technik widerspiegelt und für die Entschleunigung des fotografischen Prozesses im Zeitlalter digitaler Bildfluten plädiert.
Taiyo Onorato und Nico Krebs demonstrieren, dass das „Ende einer Ära“ längst nicht zu erwarten ist und zeigen auch in ihren neuen Arbeiten, wie sehr unsere Wirklichkeitsauffassung von Einbildung und Glaube geprägt ist.
Taiyo Onorato (*Zürich, 1979) und Nico Krebs (*Wintherthur, 1979) studierten Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste. Das gemeinsame Interesse an der Manipulation von Wirklichkeit, am Spiel mit Proportionen und Perspektiven, führte im Jahr 2003 zum Zusammenschluss als Künstlerduo. In der Folge wurden ihre Werke u.a. im Kunstmuseum Thun (2006), im Fotomuseum Winterthur (2009), im Museum für Gestaltung, Zurich (2010), in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (2011) sowie in der Kunsthalle Mainz (2011) gezeigt. Internationale Bekanntheit erlangte das Duo durch Einzelausstellungen im PS1 MoMA (2006) und Swiss Institute (2008) in New York sowie im EX 3 Art Centre in Florenz (2010) und im MUDAM, Musée d’Art Moderne, Luxemburg (2011).
Ihre Arbeiten sind in renommierten internationalen Sammlungen wie z.B. der staatlichen Sammlung des Centre national des arts plastiques, Frankreich, des MUDAM – Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean, Luxembourg, des Fotomuseums Winterthur, Schweiz und des National Museum of Photography, Kopenhagen, Dänemark, vertreten













