(openPR) Stadtgespräch mit ehemaliger Bundesministerin Andrea Fischer
Kürzlich beklagte Bundestagspräsident Norbert Lammers neben allen Vorteilen die Schattenseiten der gestiegenen Transparenz für die Politik. Er bezog sich damit auf den angemessenen Umgang mit Menschen und Anonymität im Internet. Dass heute niemand ahnen kann, was mit seinen Daten und Dokumenten wirklich passiert, äußerte bald darauf auch ein Medienwissenschaftler im SPIEGEL. Er formulierte resignierend folgende Maxime: „Handle stets so, dass Dir die öffentlichen Effekte Deines Handelns langfristig vertretbar erscheinen.“
Im September letzten Jahres kehrte Andrea Fischer auf politische Bühne zurück. Dieser war sie über viele Jahre ferngeblieben. Möglicherweise lag die Ursache in den Erfahrungen, die sie als Ministerin in Bonn und später in Berlin sammelte. Auch ohne Blogs, Twitter und andere sogenannte soziale Medien gab es in der Bonner Republik Transparenz; sie war aber bei weitem nicht so schnell und sichtbar wie heute. Inzwischen besitzt Fischer einen Twitter-Zugang und schreibt Kurznachrichten aus den Sitzungen des Bezirksparlaments in Berlin-Mitte. Dort ist sie GRÜNEN-Fraktionsvorsitzende und hat ihre eigenen Vorstellungen zur Politik zwischen neuen Medien und Ansprüchen. Eine Politik, die zugleich transparent, direkt und bürgernah sein möchte.
Nach Dr. Lothar de Maizière ist bei den achtzehnten Finsterwalder Stadtgesprächen die Politikerin, Beraterin und ehem. Ministerin für Gesundheit Andrea Fischer zu Gast im ehemaligen Warenspeicher „Ad. Bauer’s Wwe.“ in Finsterwalde (Landkreis Elbe-Elster). Gemeinsam mit dem Sängerstadtmarketing e. V. laden wieder der Ur-Ur-Enkel der legendären Kaufmannsfrau, Sebastian Schiller, und seine Frau Christiane zu Gesprächen über Vergangenes, Aktuelles oder Zukünftiges in einer überraschenden Umgebung mit interessanten Gesprächspartnern.
Ungewöhnlicher Veranstaltungsort ist ein alter Warenspeicher, der einen ehemaligen Kolonialwarenladen für Güter des täglichen Bedarfs beherbergt; eingerahmt von etwa 1.000 gebrauchten Schuhmacherleisten, die an Decken und Wänden hängen. Ein Büffet auf der alten, sieben Meter langen Ladentheke und Musikalisches von der Musikschule des Landkreises bilden hierzu einen festlichen Rahmen.
In Anlehnung an ähnliche Veranstaltungen wird eine Spende von € 25,00 pro Person erbeten, deren Erlös für einen kulturellen Zweck von Finsterwalde verwendet wird. Aufgrund begrenzter Plätze ist eine Anmeldung beim Sängerstadtmarketing e. V. (Markt 1, 03238 Finsterwalde, Tel. 03531/717830, Fax 717831) bis zum 09.05.2012 erforderlich.









