(openPR) Lörrach. 05.04.2012
Für den guten Zweck wollen zwei Abiturienten hoch hinaus.
Lörrach - Bietigheim-Bissingen. Im Dorf Buwere wird eine Maschine benötigt, die Ziegel herstellt. Svenja von Reuß und Gregor Preis aus Lörrach waren nie in dem Dorf – es liegt im südlichen Uganda. Das Geld für die Maschine wollen die Abiturienten des Hebel-Gymnasiums trotzdem beschaffen. Dafür sollen am 16. Mai massenhaft Ballons in den Himmel steigen.
"Luftpost für Afrika" heißt das Projekt, für das die beiden in Baden-Württemberg Schulen gewinnen wollen. Schüler sollen sich vorgedruckte Karten kaufen, ihren Namen darauf schreiben und diese mit Luftballons davonfliegen lassen. "Jeder soll das Gefühl haben, helfen zu können und dabei etwas Großes zu starten", sagt der 18-Jährige Preis. Der Clou: Alle Ballons starten gleichzeitig. Finder können die Karten aufsammeln und einschicken.
Die Luftballons, die am weitesten fliegen, erhalten Preise und die Schule, von der am meisten Karten eingesendet werden, gewinnt ein Konzert: Johnny Strange von der Reggaeband Culcha Candela wird auftreten. Der Musiker unterstützt das Projekt über den Verein Afrika Rise.
"Die Vorstellung, dass zu einem Zeitpunkt in verschieden Städten Luftballons steigen, ist faszinierend. Und wenn man darüber liest und weiß, soundsoviel Schulen haben mitgemacht – das ist einfach ein geiles Gefühl", sagt Preis. Was erleben und dabei helfen: So lautet das Motto. Im sozialen Bereich scheinen Spendensammler stärker auf Großereignisse angewiesen zu sein, um an Geld zu gelangen. "Wichtig ist, Aufmerksamkeit zu bekommen. Das funktioniert leider nur noch über große Events", sagt Svenja von Reuß.
Wichtig ist den beiden, die Spende zu konkretisieren. Eine Maschine, die Ziegel herstellt: Darunter könne sich jeder etwas vorstellen und sei deshalb auch eher bereit zu spenden. Gegen große Organisationen wie Unicef sei zwar nichts einzuwenden, doch der direkte Kontakt ist dort nicht gegeben, sagt Preis. In ihrem Fall haben die beiden schon mit dem Gründer des Vereins Afrika Rise via Skype telefoniert und sich ausgetauscht. "Dort war man begeistert von unserem Engagement", sagt Preis. Spenden mit Hilfe des Internets wird immer mehr ein Thema. Dass die Spendenaufrufe speziell über soziale Netzwerken in der vergangenen Zeit zu genommen haben, glaubt die 19-Jährige aber nicht. "Dadurch, dass wir mehr Wege haben, um mit Medien in Kontakt zu treten, bemerken wir einfach mehr", so von Reuß. Sie selbst hat seit drei Jahren eine Patenschaft für ein Kind in Bangladesh übernommen. Auch Gregor Preis ist sozial sehr aktiv – alles neben dem Lernen fürs Abitur. Beide wollen nach dem Abi einen Freiwilligendienst im Ausland leisten. Im Ausbildungszentrum des Dorfes Buwere? "Wenn ich in der Nähe sein sollte, würde ich mir das zumindest gerne anschauen", sagt Preis. Ob dann eine Ziegelmaschine im Dorf steht, hängt davon ab, wie viele Ballons in den Himmel steigen.
Damit genügend Luftballons wurde ein Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen beauftragt. Die Firma Funk & Kümmerling GbR hat sich für eine Zusammenarbeit mit dem Projekt „Luftpost für Afrika“ ausgesprochen und liefert für das Landesweite Spendenprojekt die Luftballons. Neben Werbe-Luftballons bietet das junge Unternehmen in seinem Onlineshop www.ballon-paradies.de eine große Auswahl an Luftballons und Folienballons. Die beiden Geschäftsführer von ballon-paradies.de drücken den beiden Initiatoren fest di Daumen und rufen hiermit nochmals alle Schüler und Schülerinnen der umliegenden Schulen auf, sich bei diesem Spendenprojekt zu beteiligen.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es auch im Internet unter luftpost.afrikarise.de










