(openPR) Ausstellung
21. 04. - 10. 06. 2012
Die ursprüngliche Idee des Leporellos entlehnt sich dem „Cadavre Exquis“, welches im Kreis der Pariser Surrealisten geboren wurde. Ziel war es, dem Zufall bei der Entstehung von Texten und Bildern gestalterische Kraft zu geben. Mittels gefaltetem Papier, in dem es darum geht, einen Satz oder eine Zeichnung durch mehrere Personen entwickeln zu las-sen, ohne dass ein Mitspieler die Arbeiten der anderen kennt, entstehen zufällige Ergeb-nisse. Diesem Prinzip liegt auch das Leporello-Projekt zugrunde. Die Leporello-Mappe wird verdeckt von einem zum anderen weitergegeben. Der Vorgänger hinterlässt ein Zeichen als „Gestaltungshinweis", wie z. B. einen sichtbaren Punkt, Strich oder Pfeil. Die bunte Rei-henfolge von meist fünf oder sechs Din A4 Blättern in verschiedensten Techniken (Fotos, Zeichnungen, Collagen, Fotokopien), Stilen und mit den unterschiedlichsten Motiven (sur-real, realistisch, abstrakt, Porträts, politische Kommentare zu Revolutionen und Banken-crash) vereinen diese generationenübergreifenden Einzelstücke zu spannungsgeladenen Gemeinschaftswerken. Die variierende Konstellation und die jeweilige Auseinanderset-zung des Einzelnen ist ein bestimmendes Gestaltungselement. In welchem Maße sich der jeweilige Künstler auf die vom Vorgänger hinterlassenen Elemente einlässt oder sie viel-leicht bewusst ignoriert zeigt nachher der Formenreichtum der künstlerischen Interaktion.
Die Idee dieser Künstler-Leporellos entstammt einem Kölner Künstlerstammtisch und ver-eint nun schon 18 Künstler in diesem Gemeinschaftsprojekt. Initiator dieser Kooperation ist der Künstler Jo Oberhäuser. Der Kreis der Künstler wuchs über sieben Jahre (2005 – 2012) stetig und brachte bisher 16 Leporellos hervor.
Anfang des Jahres waren einige dieser Künstler-Leporellos in der Kunst- und Museumsbib-liothek der Stadt Köln im Gebäude des Museum Ludwig ausgestellt. In der Zwischenzeit sind zwei weitere Arbeiten hinzugekommen. Die Galerie Kunstwerk Nippes präsentiert die Künstler-Leporellos sowie die Video- und Soundrealisation mit dem Titel „Art in progress“ von Rick E. Loef Die Ausstellung wird am 20.04. 2012 eröffnet.
Während der Ausstellung finden Künstlergespräche in der Galerie statt.
Künstler-Leporellos 2005-2012
Peer Boehm | Lutz Ellerbrock | Ludwig Grossmann | Roswitha Heckmann
Oliver Jordan | Klaus Kampert | Theo Lambertin | Rick E. Loef | Andrea Lorenz
Carlos Manrique | Werner Neumann | Jo Oberhäuser | Bernhard Patzack | Karin Richert
Birgit Richter-Trautmann | Manfred Schüler | Cornel Wachter | Heinz Zolper
„Art in progress“
Video und Sound Realisation
Rick E. Loef
Vernissage
20. 04. 2012
19-22 Uhr
Künstlergespräche in der Ausstellung
28. 04. 2012
ab 12 Uhr
02. 06. 2012
ab 12 Uhr












