(openPR) Biologen der TU Kaiserslautern konnten mit Meteorologen der Universität Marburg einen neuen Aspekt des Taus aufdecken.
Tau, den wir vor allem als Morgentau kennen, entsteht dadurch, dass Wasser aus der Luft an kühleren Oberflächen kondensiert. Durch Sonneneinstrahlung verdampft der Tau morgens meist schnell. Die Arbeitsgruppe um Dr. Michael Lakatos von der TU Kaiserslautern konnte im feucht-tropischen Tieflandregenwald von Französisch-Guayana noch bis zum frühen Nachmittag Taukondensation nachweisen – und zwar an Baumstämmen. Während die aufgewärmte Luft morgens aus der Baumkronenschicht in die bodennahe Stammregion zieht, bleiben die Stämme selbst länger kühl. Die Feuchtigkeit des Regenwalds schlägt sich dann an ihnen nieder, kondensiert zu Tau.
Dieser verblüffende Fund hat auch bemerkenswerte biologische Auswirkungen, denn die Baumstämme sind übersät mit Kleinstlebewesen, die sehr stark von dieser Wasserverfügbarkeit abhängig sind. Die sogenannten niederen Pflanzen, wie Algen, Flechten und Moose können dadurch ihre photosynthetische Aktivität erheblich verlängern. So kann die Strahlung der Sonne nicht nur am Morgen, sondern auch bis nachmittags, zur Zeit der stärksten Einstrahlung, genutzt werden.
Weitere Hinweise erhärten, dass dieses bisher unerkannte Phänomen des Taufalls sogar ein globales Merkmal des Lebensraumes Wald darstellen könnte.
Kontakt:
Dr. Michael Lakatos, Tel.: 0631/205-4448, E-Mail: 
Dipl.-Volkswirt Thomas Jung
Leiter PR und Marketing
TU Kaiserslautern
Gottlieb-Daimler-Straße 47
67663 Kaiserslautern
Tel.: 0631/205-2049
Fax: 0631/205-3658
E-Mail:
Internet:
www.uni-kl.de
Über das Unternehmen
Zukunftsorientierte Studiengänge, eine praxisnahe Ausbildung und eine moderne Infrastruktur, das sind die Rahmenbedingungen, die Studierende an der TU Kaiserslautern vorfinden. Die einzig technisch-ingenieurwissenschaftlich ausgerichtete Universität in Rheinland-Pfalz hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1970 eine beachtliche Reputation erworben und braucht den Vergleich mit etablierten technischen Hochschulen nicht zu scheuen.
Die Auszeichnung der TU Kaiserslautern, die im Oktober 2009 im bundesweiten Wettbewerb "Exzellenz in der Lehre" als eine der sechs Sieger-Universitäten hervorging, ist lebender Beweis für den hohen Stellenwert der Lehre an der Universität.
Als Campus-Universität mit rund 13.500 Studierenden bietet sie in zwölf Fachbereichen über 100 zukunfts- und praxisorientierte Studiengänge an und gewährleistet durch ihre überschaubare Größe engen Kontakt zu Professoren sowie eine ausgezeichnete Betreuungssituation. Darüber hinaus profitieren die Studierenden von den zahlreichen international renommierten Forschungs-einrichtungen, darunter zwei Fraunhofer-Institute, ein Max-Planck-Institut, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und das Institut für Verbundwerkstoffe, die unmittelbar auf dem Campus bzw. in der Nähe angesiedelt sind und im Bereich der angewandten Forschung eng mit der TU kooperieren. Gut ist auch die Wohnungssituation für Studierende: In unmittelbarer Nähe zum Campus stehen mehr als 2.000 Wohnheimplätze zur Verfügung, die alle über einen kostenlosen Internet-Zugang verfügen. Der Campus der Technischen Universität Kaiserslautern, idyllisch am Rande des Pfälzer Waldes gelegen, hat auch über die fachliche Ausbildung hinaus einiges zu bieten.
Im Januar 2010 waren die TU Kaiserslautern und die Institute IESE, ITWM, DFKI sowie das ITA zweifacher Sieger von insgesamt fünf Gewinnern im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).
Zwei Forschungszentren wurden Mitte 2008 an der TU Kaiserslautern gegründet, die das Ziel verfolgen, große, koordinierte Forschungsvorhaben, z. B. Sonder-forschungsbereiche einzurichten und erfolgreich Projekte im Rahmen nationaler und internationaler Fördermaßnahmen der Exzellenz einzuwerben.
Das Forschungszentrum „Center of Mathematical and Computational Modelling“ (CM)² arbeitet auf den Gebieten Entwicklung, Anwendung und Verbesserung mathematischer Modelle in den Ingenieurwissenschaften. http://cmcm.uni-kl.de/
Das "Zentrum für Optik und Materialwissenschaften" (OPTIMAS) behandelt die Wechselwirkung von Licht, Spin (Magnetismus) und Materie in verschiedenster Form. Ziel dieses Forschungszentrum ist der weitere Ausbau der national und international anerkannten Forschungs- und Ausbildungsstruktur an der TU Kaiserslautern. http://www.uni-kl.de/optimas/
Forschungsschwerpunkte an der TU Kaiserslautern:
• Advanced Materials Engineering (AME),
• Ambient Systems – Technologies and Applications (AmSys),
• Membrane Transport: From Molecular Principles to Physiological Relevance (Membrane Transport),
• Nanostructured Catalysts for an Efficient Use of Raw Materials (NanoKat)
• Nachhaltige Bauwirtschaft (Sustainable Resource Conservation in Civil Engineering, Urbanism and Economy – RESCUE)