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Zirkoniumnitrid macht Abutment-Oberflächen widerstandsfähiger

06.03.201217:35 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Zirkoniumnitrid macht Abutment-Oberflächen widerstandsfähiger
Das Abutment von PerioType X-Pert ist mit Zirkoniumnitrid beschichtet.
Das Abutment von PerioType X-Pert ist mit Zirkoniumnitrid beschichtet.

(openPR) Die Anlagerung von Bakterien an exponierten Titanoberflächen von Implantaten kann die mechanischen Eigenschaften des Titans verschlechtern, so eine aktuelle Studie. Diese Ergebnisse sind besonders für Abutments relevant, da sie dauerhaft in die dicht mit Bakterien besiedelte Mundhöhle ragen. Eine Oberflächenbeschichtung von Titanabutments mit Zirkoniumnitrid wie beim PerioType X-Pert-Implantat (Clinical House Europe) hemmt die Anlagerung korrosiv wirkender Bakterien und macht die Oberfläche deutlich widerstandsfähiger.



Bakterien können auf Titanoberflächen von Implantaten korrosiv wirken und Oberflächendefekte produzieren. Das wirkt sich negativ auf die mechanischen Eigenschaften der Implantate aus und reduziert ihre Lebensdauer. Zu diesem Ergebnis kommt eine in-vitro-Studie von Gil et al., die unlängst im International Journal of Oral & Maxillofacial Implants veröffentlicht wurde.

Eine Beschichtung von Implantat-Abutments mit Zirkoniumnitrid hemmt die Bakterienanlagerung. Das Material ist sechs Mal härter als Reintitan. Diese hohe Widerstandsfähigkeit reduziert die Korrosionsgefahr zusätzlich. Damit verfügt Zirkoniumnitrid über eine bessere Biokompatibilität als der bisherige Goldstandard Reintitan . Bei Oberflächen aus Reintitan kommt es auch nach vollständiger Entfernung des Biofilms zu einer nachweisbaren Verschlechterung der ursprünglichen Biokompatibilität. Die Zirkoniumnitrid-Oberfläche hingegen zeigt nach der Entfernung des Biofilms eine hochsignifikant bessere Biokompatibilität für die Anheftung von Gingivafibroblasten – und das nicht nur im Vergleich zu Reintitan, sondern auch zu allen anderen untersuchten Oberflächen.

Entwickelt wurde diese innovative Beschichtung vom Schweizer Implantathersteller Clinical House Europe und dem Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST. Die prothetischen Komponenten des PerioType X-Pert-Implantats werden mittels Plasma mit Zirkoniumnitrid beschichtet. Auf die aktivierte Titanoberfläche wird unter Stickstoffzufuhr eine dichte und glatte Hartstoffschicht aus Zirkoniumnitrid aufgetragen. Es entstehen dabei feste Bindungsverhältnisse wie in metallischen Festkörpern. Die so entstandene ZircoSeal®-Hartstoffschicht reduziert die Bakterienanheftung und fördert die Anlagerung der Gingiva zu einem dicht anliegenden Saumepithel.

Eine durch Korrosion aufgeraute Titan-Oberfläche, wie sie die Studie von Gil et al. beschreibt, fördert aufgrund ihrer vergrößerten Oberfläche weitere Bakterienanlagerungen. Eine Plaqueakkumulation am Implantat kann Entzündungen auslösen und ist eine der Ursachen von Periimplantitis, einer irreversiblen Entzündung von Knochen und Zahnfleisch um das Implantat. Das Auftreten einer Periimplantitis bedeutet meist den Verlust des Implantates. Über die Hälfte aller Implantate ist von Periimplantitis bedroht.

Mit PerioType X-Pert entwickelte Clinical House Europe das erste periointegrative Implantatsystem zur Prävention der Periimplantitis. Die ZircoSeal®-Abutmentoberfläche, die bakteriendichte Verbindung von Implantat und Abutment durch die Stegförmige Implantat-Schulter und die stabile oktogonale Innenverbindung fördern die Periointegration von PerioType X-Pert.

Quellen:

Gil FJ, Rodriguez A, E Espinar, Lamas JM, Padulles E, A Juarez. Effect of oral bacteria on the mechanical behavior of titanium dental implants. Int J Oral Maxillofac Implantate. 2012 Jan; 27 (1): 64-8.
Becker, Biokompatibilität von Zirkonnitrid (ZrN) beschichteten Dentalimplantat-Oberflächen verglichen mit bearbeiteten Reintitan (cp) -Oberflächen, Abschlussbericht zum Forschungsvertrag, U Düsseldorf, 2008.
Größner-Schreiber, et al., Focal adhesion contact formation by fibroblasts cultured on surface-modified dental implants: an in vitro study, Clin. Oral Impl. Res. 17, 736 – 745, 2006.
Lindhe J, Meyle J: Peri-implant diseases: Consensus report of the Sixth European Workshop on Periodontology, Group D. J Clin Periodontol 2008; 35 (8 Suppl): 282-285.

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