(openPR) Die Tage der alten Einfamilien-Energieverbraucher-Häuser sind gezählt. Die neue Generation von Plusenergiehäusern produziert ab sofort nicht nur die benötigte Energie selbst – sie produziert sogar mehr Energie, als im Haus verbraucht wird. „Plusenergie“ steht für einen Zeitenwechsel zuerst im Einfamilienhaus-Bereich, dann mit Sicherheit auch im gesamten Wohnbau. Die jahrzehntelangen Mühen um sinkenden Energieverbrauch, um immer radikaleres Dämmen und Dichten – jetzt erweisen sie ihren wahren Wert. Kombiniert mit innovativer Solar- und Heiztechnik erlauben sie nun die Konzentration aufs Wesentliche: Freiheit von fossiler Abhängigkeit.
Die Erzeugung der Energie geschieht regenerativ, meist solar. Zwar verfügen Plusenergiehäuse über einen Netzanschluss, um in kalten, dunklen Wintermonaten bei Bedarf Energie zuzuführen. Doch über das Jahr gesehen erwirtschaften sie einen Energieüberschuss von bis zu 6500 kWh. Dieser kann wiederum über die Zwischenspeicherung in Batterien den Eigenverbrauchsanteil erhöhen, ins Stromnetz eingespeist werden oder dazu genutzt werden ein Elektro-Auto zu betanken. Damit sind Plusenergiehäuser ein wichtiger Baustein einer weiteren Schlüsseltechnologie der Zukunft: der E-Mobilität.
Die wichtigsten Komponenten eines Plusenergiehauses sind eine hochgedämmte, luftdichte Gebäudehülle mit kontrollierter Wohnraumlüftung, eine für den benötigten Energieüberschuss ausgelegte Photovoltaik-Anlage, ein wärmepumpenbasiertes Heizsystem sowie hochenergieeffiziente Hausgeräte und Beleuchtung.
Auf diesen Säulen basiert auch das vom Bundesverkehrsministerium (BMVBS) errichtete "Effizienzhaus Plus" in Berlin, in das Anfang März eine Test-Familie einziehen wird, um Erkenntnisse im Bezug auf die Alltagstauglichkeit zu sammeln. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Bedienung der komplexen Haussteuerung und dem Betrieb von Elektro-Fahrzeugen vom Auto bis zum E-Bike. Die Bundesregierung fördert außerdem den Bau von Plusenergie-Häusern für das Jahr 2012 mit € 7 Mio. Dies wurde auf der Tagung "Die neue Plusenergie-Welt" am 23. Februar in Berlin bekannt gegeben.
Führende Fertighaus-Hersteller präsentieren bereits seit Herbst 2011 in der FertighausWelt in Köln-Frechen eigene Plusenergiehaus-Entwürfe. Schon heute können private Bauherren also im Plusenergie-Standard bauen. Auffällig ist bei diesen Häusern vor allem, dass sie den Plusenergie-Standard durch unterschiedliche Detaillösungen und in allen gängigen Architektur-Stilen erreichen. Entscheidend ist jeweils ein stimmiges Gesamtkonzept, bei klassischen Satteldachhäusern ebenso wie bei Häusern im Bauhaus-Stil oder modernen Fachwerkhäusern.
Ein großer Vorteil für Bauherren ist, dass er keine externen Gutachter mehr braucht, um die Energieeffizienz des Gebäudes zu prüfen. Geeichte intelligente Stromzähler genügen, sie geben Auskunft, wieviel Strom erzeugt und verbraucht wurde – und wie groß das Plus an gewonnener Energie ist. Der entscheidende Anfang ist also gemacht: die häusliche Nutzung regenerativer Energien in Verbindung mit hoher Energieeffizienz und dem Betrieb von Elektro-Autos ist ein großer Schritt zur gebauten Energiewende in Deutschland.
Weitere Informationen zur Förderung, Technik und Architektur von Plusenergiehäusern finden Sie unter www.zuhause3.de/plusenergiehaus.










