(openPR) Jacobs Krönung Studie 2012 untersucht die Beziehungskultur in Deutschland / Optionenvielfalt sorgt vor allem bei jungen Männern für Verunsicherung / Nur wenig überzeugte Singles
Berlin, 28. Februar 2012. Single-Börsen, Social Networks, Speed-Dating: Es gibt heute unzählige Möglichkeiten, seinen Traumpartner zu finden. Und das hinterlässt offen-sichtlich Spuren: „Man kann nie sicher sein, den richtigen Partner gefunden zu haben“, sagt rund ein Drittel der Deutschen. Zu diesem Ergebnis kommt die Jacobs Krönung Studie mit der aktuellen Ausgabe „Partnerschaft 2012: Zwischen Herz und Verstand“, die das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) in einer repräsentativen Befragung durchgeführt hat. Erstaunlich hierbei: Auch unter den bereits in einer Beziehung leben-den Männern und Frauen fragt sich immerhin jeder bzw. jede Vierte, ob es nicht doch eine passendere Wahl gibt. Insbesondere junge Männer verunsichert die Vorstellung, es könne eventuell noch attraktivere Alternativen zum eigenen Partner geben, so die Studie.
Geht das Glück, kommt die Scheidung
Die Jacobs Krönung Studie 2012 zeigt aber auch, dass eine große Mehrheit der Deut-schen mit ihrer derzeitigen Partnerschaft durchaus zufrieden ist. 83 Prozent beschrei-ben ihre gegenwärtige Beziehung als „glücklich“ oder „sehr glücklich“, nur 9 Prozent äußern sich eindeutig negativ. Auf den ersten Blick stehen diese Ergebnisse in einem deutlichen Kontrast zu der hohen Scheidungsquote. Beides hängt jedoch zusammen: „Die Bereitschaft, sich mit einer unglücklichen Beziehung zu arrangieren, ist heute we-sentlich geringer als früher“, erklärt Prof. Dr. Renate Köcher vom Allensbacher Institut. „Dies drückt sich auch in der hohen Quote an Scheidungen aus, durch die viele un-glückliche Beziehungen beendet werden.“
Single-Dasein? Nein danke!
Für die überwältigende Mehrheit der Deutschen ist eine glückliche Partnerschaft immer noch eine der wichtigsten Voraussetzungen für Lebensglück. Das spiegelt sich auch in der geringen Zahl der wirklich überzeugten Singles wider: Mit 10 Prozent gehören sie
zur absoluten Minderheit. Fast ein Drittel hingegen hadert mit dieser Lebensform und wünscht sich so bald wie möglich einen Partner.
Der Glaube an die „Liebe fürs Leben“ ist nach wie vor ungebrochen – selbst bei denje-nigen, die bereits ein oder zwei gescheiterte Beziehungen hinter sich haben. Eine Mehrheit von gut 70 Prozent der Befragten innerhalb dieser Gruppe ist immer noch von dem Konzept der „Liebe fürs Leben“ überzeugt. In der deutschen Gesamtbevölkerung teilen zwei Drittel den Glauben, dass man mit einem Partner für den Rest seines Le-bens glücklich sein kann.
Deutschland auf Kuschelkurs
Urlaub ohne Partner? Bei einer Party einen Fremdflirt wagen? In einer Partnerschaft absolute „No-Go‘s“, so die Studie. Deutschen Paaren ist die Nähe zum Partner wichtig und es wird mehr Wert auf Gemeinsamkeiten als auf individuelle Freiräume gelegt. Gut drei Viertel der Bevölkerung hält nichts davon, wenn „er“ und „sie“ unterschiedliche Hobbies haben, und für eine deutliche Mehrheit ist ein gemeinsames Schlafzimmer wichtig. In vielen Fragen sind sich Männer und Frauen weitgehend einig – aber nicht in allen. So ist bei den 30- bis 44-Jährigen ein Fremdflirt für etwa zwei Drittel der Frauen nicht akzeptabel, aber nur rund 40 Prozent der Männer sehen das ebenso. Als deutli-cher Tabubruch wird hingegen das Lesen von SMS-Nachrichten empfunden: Ganze 64 Prozent halten dies für absolut nicht in Ordnung und besonders Frischverliebte leh-nen einen Blick auf die SMS-Nachrichten des Partners mit überwältigender Mehrheit ab.










