(openPR) Was für die Allgäuer der schräge Kommissar Kluftinger ist, ist für die Kohlenpottler Margareta Sommerfeld, eine Hobbykommissarin.
In Margit Kruses Krimi „Eisaugen“ geht es ganz schön zur Sache: Am Anfang liegt eine junge Frau tot auf dem Friedhof. Allerdings nicht ordnungsgemäß im Grab, sondern brutal ermordet. Danach müssen zwei ältere Herren dran glauben und schließlich gerät auch Süßwarenfachverkäuferin und Hobby-Ermittlerin Margareta in Lebensgefahr. Aber nicht die überaus spannende Krimihandlung ist hier die Hauptsache. Sondern, wie Margit Kruse ganz normale Familien beschreibt - berechnende Witwen, übelriechende Tanten und Margaretas Vater, der der Nachbarin gern ins üppige Dekolletee linst. Das grenzt schon an Satire, denn für ihren ersten Krimi hat die Gelsenkirchnerin nämlich dem Volk aufs Maul geschaut - und herausgekommen sind Figuren, so alltäglich fies, dass man teils schallend darüber lachen muss.
Margit Kruse, geboren 1957, ist ein echtes Kind des Ruhrgebiets. Seit 2004 ist die Gelsenkirchenerin als freiberufliche Autorin tätig. Neben zahlreichen Beiträgen in Anthologien hat sie bislang vier Bücher veröffentlicht, darunter den Roman „Im Schatten des Turmes – Eine Jugend im Ruhrgebiet“, der für den Literaturpreis Ruhr 2009 nominiert war. „Eisaugen“ ist ihr erster Kriminalroman.
„Denkmalschmutz“ ist der zweite Fall der Hobby-Kommissarin Margareta Sommerfeld und erscheint im Februar 2013, ebenfalls im Gmeiner-Verlag.
Auf dem alten Zechengelände Bergmannsglück, mitten im Ruhrgebiet, findet man an einem frühen Sonntagmorgen hinter den historischen Gebäuden einen toten jungen Mann im Schalke 04-Outfit.
Margareta Sommerfeld hatte den Jungen, den Sohn des Nachbarn, noch wenige Stunden zuvor am Lagerfeuer zusammen mit seinen Freunden heimlich auf dem Zechengelände feiernd, gesehen. Ihrem Bruder Gisbert gehört der angrenzende Garten, direkt an dem 90.000 Quadratmeter großen Zechengelände.
Nur 5 Tage später wird in der verwaisten Lohnbuchhaltung des alten Verwaltungsgebäudes ebenfalls ein erschlagener Mann aufgefunden. Neben ihm ein fast leerer Geldkoffer. Nun ist Margareta nicht mehr zu bremsen. Ihre Ermittlungen führen sie zur Bürgerinitiative, die für den Erhalt der alten Gebäude auf dem Zechengelände kämpft und gleichzeitig die Ansiedlung einer großen Firma auf dem Gelände verhindern will. Arbeitsplätze kontra Denkmalschutz. Ein regelrechter Siedlungskrieg mit Intrigen, Bestechungen und Verleumdungen entfacht.
Bereits am 30. Juni 2012 findet im Rahmen der EXTRASCHICHT die Vorpremiere von „Denkmalschmutz“ direkt am Ort des Geschehens in der Maschinenhalle der Zeche Bergmannsglück statt.
Weitere 12 Eisaugen-Krimilesungen sind für diese Jahr fest gebucht.
Margit Kruse: Eisaugen. Ein Ruhr-Krimi, Gmeiner, ISBN 978-3-8392-1116-8.










