(openPR) Friedland (Mecklenburg), 16. Februar 2012. Das wachsende Bedürfnis bei Touristen in Deutschland nach Berücksichtigung von Individualität und Authentizität in Hotelangeboten und Ansprache der Werbung habe in den vergangenen fünf Jahren die Auswahlkriterien bei der Suche nach einer Herberge deutlich verändert. Zu diesem Ergebnis kommt Detlef Stapf, Inhaber der agentur ds hotelcommunication, nach der Auswertung von Einträgen in relevanten deutschsprachigen Foren, Blogs und Hotelbewertungen in Reiseportalen. Im Negativ- wie im Positivurteil habe sich seit 2007 die Anzahl von Markern wie privat, persönlich, einzigartig, authentisch, individuell, langweilig und erlebnisreich verdrei- bis vervierfacht bei entsprechender verminderter Anzahl der dominierenden Marker wie teuer, preiswert, sauber, schmutzig, freundlich etc. Zunehmende Aufmerksamkeitswerte bekomme die Verbindung von Hotel und Charakter der Destination bzw. des touristischen Umfeldes. Wobei formale „Anbiederung“, etwa an regionale Traditionen, als mangelnde Authentizität interpretiert werde. Es gebe eine größere Erwartung an das Hotel als kompetenter touristischer „Navigator“ und Ereignisort. Erhöhte Beachtung finde die Homepage des Hotels als Visitenkarte, allerdings vorrangig mit ihrem Enttäuschungspotenzial und Negativwirkung. Als kontraproduktiv erwiesen sich die zunehmenden Internet-Präsentationen mit außergewöhnlicher Optik und unruhiger Performance, die zu Lasten der Funktionalität und Orientierung gehen. Diese würden als meist „nervig“ empfunden. Klarheit, Übersichtlichkeit, eine originelle, aber aufgeräumte Ästhetik und schneller Zugriff auf wichtige Informationen bekämen eine hohe Priorität, seien als sympathisch bevorzugt und brächten niedrige Absprungraten.
Selbstbewussterer Hotelgast
Der Trend nach Individualisierung, so Detlef Stapf, sei zum überwiegenden Teil das Ergebnis einer immer web-affineren Gesellschaft. Die Vergleichbarkeit von Angeboten im Internet bringe tendenziell einen selbstbewussteren Hotelgast hervor. Nachdem Preis und standardisierte Qualitätsversprechen nahezu mühelos gegeneinander zu stellen sind, werden differenzierte Qualitäten wichtiger. Diesen Vorgang könne man insofern erklären, dass die zunehmend komfortablere Bereitstellung von Auswahldaten beträchtliche Aufmerksamkeitsressourcen freisetzt, die im Marketing genutzt werden wollen. Künftig sollte intelligentes Kontextmarketing als ein sinnvolles Instrument mehr Gewicht bekommen. Die Quartierentscheidung des Gastes lasse sich in zunehmendem Maße dadurch beeinflussen, wie dieser das Hotelangebot mit dem touristischen, kulturellen oder urbanen Kontext verknüpft oder verknüpft vorfindet. Die Wahl des Hotels verbinde sich, bewusst oder unbewusst, mit der Suche nach dem Spirit des Ortes. Diese Erkenntnis sei für viele Anbieter im Premiumsegment ja nicht neu, aber jetzt müsse sich die Branche in großen Teilen dem Thema als wettbewerbstreibende Aufgabe stellen. Wobei eine fantasievolle Nutzung der Netz-Kommunikation viele Möglichkeiten eröffne, über intelligente Kontextverknüpfungen ein Hotel in eine exzellente Position zu bekommen. Die agentur ds hotelcommunication verfügt mit dem Portal www.kulturreise-ideen.de über ein erprobtes Instrument des Kontextmarketings.






