(openPR) In der allgemeinen Ausgelassenheit der Karnevalszeit spielt der Alkoholkonsum häufig eine große Rolle. Unfälle, Alkoholvergiftungen oder körperliche Auseinandersetzungen treten als negative Begleiterscheinungen konzentriert auf. Um in dieser Zeit lebendige Alkoholprävention zu betreiben, führt der Arbeitskreis Suchtvorbeugung unter dem Motto „Feiern statt Reihern" vom 13.02.- 20.02.12 Aktionstage zum Thema Alkohol in Mülheim an der Ruhr durch.
„Ziel der Aktionstage ist es“, so Norbert Kathagen von der ginko Stiftung für Prävention, „Jugendliche über Folgen des Alkoholkonsums zu informieren, für das Thema zu sensibilisieren und nach Möglichkeit zur Reduzierung des Alkoholmissbrauchs beizutragen.“ Wie wichtig auch der Stadt Mülheim diese Aktivitäten sind, ist auch daran zu erkennen, dass die Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld der Stadt Mülheim an der Ruhr die Schirmherrschaft über die Aktionstage übernommen hat.
Nach aktuellen Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigen präventiven Maßnahmen Erfolge. Der allgemeine Alkoholkonsum bei Jugendlichen ist rückläufig, gleichwohl sind gerade in der Karnevalszeit vorbeugende Aktionen unerlässlich. Der Konsum von Spirituosen in Verbindung mit riskanten Trinkritualen ist weiterhin bedenklich. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen auf Grund von Alkoholvergiftungen liegt weiterhin auf einem hohen Niveau und muss kritisch und mit präventiven Maßnahmen begleitet werden. Hierbei ist das Zusammenwirken von Pädagogen, Polizei und Ordnungsbehörden besonders wichtig, da neben den persönlichen Konsumgründen der Jugendlichen auch die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen durch Geschäfte und Gaststätten zu beachten ist.
Unter dem Motto „Feiern statt Reihern" werden hier spezielle Hinweise an Verkaufsstellen gegeben und konsumierende Jugendliche während des Karnevalszugs angesprochen. Für Jugendliche werden in dieser Zeit auch vielfältige präventive Angebote gemacht. Speziell für Pflegeeltern gibt es eine Informationsveranstaltung, die sich mit der Thematik der Kinder aus suchtbelasteten Lebensgemeinschaften näher befasst. Außerdem werden gezielt junge Fahranfänger angesprochen und das Theaterstück „Blaumann“ aufgeführt. Kinoprojekte, Lesungen und weitere Aktionen runden das Angebot ab und sorgen für Spaß beim Feiern während des Karnevals.












