(openPR) Während Satzschriften als Träger ihrer Botschaft sonst eher „backstage agieren, haben Sie in Zeiten des Bleisatzes Ihre Schaubühne in Form von aufwändig produzierten Schriftmusterbüchern erhalten. Diese sind im Rahmen der Digitalisierung der Schriftsatztechnik natürlich längst verschwunden. Umso erfreulicher ist es, wenn auf Initiative einiger Enthusiasten alte Blei- und Plakatsatzschriften in akribischer Handarbeit zu neuem Leben erweckt werden. So geschehen in dem jetzt von der Handsatzwerkstatt Fliegenkopf realisierten Werk „bitte setzen“. Bei diesem Buchprojekt ging es nicht in erster Linie darum ein Schriftmusterbuch für verfügbare Handsatzschriften zu erstellen, sondern diese auch in eine hochwertige im Buchdruck produzierte und künstlerische Form zu bringen. Das Werk richtet sich damit nicht nur an Typografen und Designer, sondern an alle, die sich an den Proportionen und der Ästhetik klassischer Schriften erfreuen.
Für die Muster wurden Texte aus den Bereichen Dadaismus und Konkrete Poesie sowie alte und vergessene Wörter verwendet. So präsentiert das Schriftmusterbuch nicht nur die Schriften der Werkstatt mit Informationen zu ihrer Herkunft, sondern ist ganz nebenbei auch noch zu einer vergnüglichen Lektüre geworden, die Literatur und Wortschatz der Bleisatz-Ära dokumentiert.
Das komplette Werk mit 170 Schriften setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:
Band I (122 Seiten, 35 x 25 cm) enthält die Bleischriften (89 Schriften).
Band II (ca. 100 Seiten, 35 x 25 cm) enthält die Plakatschriften (81 Schriften),
wobei Schriften in Graden über 12 Cicero zusätzlich auf 62 großen Schriftblättern (35 x 50 cm) abgedruckt wurden und in einer zusätzlichen Kassette erhältlich sind.
Beide – in ihrer Erstauflage auf 150 Stück limitierten – Bände sind einzeln oder komplett zu beziehen über www.propeller-p.de.













