(openPR) In den letzten Jahren hat nicht nur die Anzahl der Galerien in Berlin zugenommen und den Standort attraktiv gemacht, sondern auch die Zahl der Kunstsammler und Mäzene, die ihre Häuser und Wohnungen für Kunstinteressierte öffnen, hat sich vervielfacht. Stellenweise sind in der Stadt sogar neue Gebäude entstanden, die Sammlungen beherbergen und der Öffentlichkeit nun zugänglich sind, ebenso wie Ausstellungen und Sammlergespräche, die sich mit der Leidenschaft des Sammelns beschäftigen und den Kunstsammler in den Mittelpunkt der Betrachtung rücken.
Durchaus kein unangemessener Zeitpunkt also, um ein weiteres Sammlungs-Erinnerungs-Archiv zu öffnen, der Reflexion Raum zu geben und eine neue Bewertung anzustreben, die zeigen soll, was aus Sicht des Sammlers Andreas Stucken relevant war und welche Anknüpfungspunkte sich zum Hier und Jetzt ergeben. Sammeln ist Erinnern. Sammeln erzeugt Begegnung.
Seit Beginn seiner Karriere als Mitarbeiter im Kabinett für aktuelle Kunst in Bremerhaven (1975-1980) und als Direktor und Gründungsmitglied im Museum für (Sub-)Kultur in Berlin (1980-1983) über den Vorsitz im Kunstverein Aichach (2001-2011) bis hin zur Etablierung der Zweigstelle Berlin hat ihn die Arbeit mit zeitgenössischen Künstlern und das Sammeln von Kunst fasziniert und umspannt nunmehr einen Zeitraum von fast vier Dekaden.
35 ausgewählte Kunstwerke aus 3 prägenden Orten und 37 Jahren, die nun erstmals zusammengestellt gezeigt werden, bilden den Nukleus der Kunstsammlung von Andreas Stucken, die in dieser Periode zusammengetragen wurde, also alles in allem eine sehr persönliche Sicht der jüngeren Kunstgeschichte mit durchaus ernst gemeintem Qualitätsanspruch. Das Sammlungsziel war und ist es, die einzelnen Arbeiten als Platzhalter für erlebte Begegnungen mit zeitgenössischen Künstlern und/oder durchgeführte Projekte zu sehen und so mit dieser Rückschau eine narrative Ausstellungssituation zu schaffen:
Bremerhaven – Berlin – Aichach
Beteiligte Künstler: Andreas Bee, Daniel Buren, Hanne Darboven, Braco Dimitrijevic, Goran Djordjevic, Cecilia Edefalk, Christian Frosch, Stefan Gritsch, Katharina Grosse, Jenny Holzer/Peter Nadin, Martina Klein, Louise Lawler, Anna Leonie, Ingrid Martin, Martin Mele, Bruce McLean, Jürgen Paas, Blinky Palermo, Hermann Pitz, Judy Rifka, Ulrich Rückriem, Reiner Ruthenbeck, Adrian Schiess, Paul Schwer, Sean Scully, Andreas Slominski, Rainer Splitt, Ulay, Paloma Varga Weisz, Franz Erhard Walther, Lawrence Weiner, Ralf Werner, Albert Weis, Joseph Zehrer, Jerry Zeniuk.
Eröffnung am Freitag, dem 17. Februar um 19 Uhr in der Zweigstelle Berlin
Ausstellungsdauer: 18.2.-24.3.2012 | Öffnungszeiten: Mi-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-16 Uhr
Zur Ausstellung erscheinen verschiedene Editionen, z.B. von Jürgen Paas: „Grüße aus Aichach“
Im Rahmen der Ausstellung „Bremerhaven – Berlin – Aichach“ werden begleitende Gespräche, Vorträge und Materialen zu den Themenkomplexen: Kabinett für aktuelle Kunst, Bremerhaven | Museum für (Sub-)Kultur, Berlin | Kunstverein Aichach angeboten.












