(openPR) Die Ursprünge der Lackproduktion in Niesky gehen sicherlich einher mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Ortes, welcher 1742 durch Ansiedlung von Tschechen auf dem Gutsland des Herrn von Gersdorf entstand. Ein des Lackkochens kundiger Mann namens Peter Birk errichtete 1787 ein „feuerfestes Laboratorium“ und verkochte dort natürliche Lackrohstoffe zu Produkten, die in Niesky und Umgebung zur Beschichtung und Konservierung von Holz und anderen Materialien nützlich waren. Seine Fertigungsstätte vererbte er der Evangelischen Brüdergemeine Niesky. Ab 1895 ging die Firma Birk & Comp. in die Hand der Deutschen Brüder-Unität Herrnhut über. Unter der Leitung von Theodor Höpner, welcher außer der Lackproduktion noch eine Eisenwarenhandlung und ein Kohlenhandelsgeschäft betrieb, wurde der Firma Höpner & Comp. in Niesky im Jahre 1908 die Genehmigung zum Bau einer „Lackniederlage“ am heutigen Standort erteilt. Zu dem Namen "Höpner" gelangte die Firma zur Anerkennung der treuen Dienste seines Vaters Julius Höpner.
Die beiden Kriege des letzten Jahrhunderts bremsten die anfänglich gute Entwicklung des Betriebes, zudem wurden Gebäude und Anlagen in den letzten Kriegswochen des Jahres 1945 schwer getroffen. Erst in den 60er und 70er Jahren wurden erhebliche Investitionsmaßnahmen durchgeführt und der Betrieb entwickelte sich trotz sozialistischer Mangelwirtschaft stetig. Nitroanstrichstoffe für Holz, Metall und Plaste sowie Einbrennfarben für Industriegüter, Kopallacke und diverse Sonderanfertigungen gehörten zum umfangreichen Sortiment, welches vom „volkseigenen“ Kombinat planmäßig zugeteilt wurde.
Nach der politischen Wende in Ostdeutschland gab es einen dramatischen Absatzrückgang, da bisherige Abnehmer über Nacht geschlossen oder von Firmen aus den Altbundesländern übernommen wurden. Zudem verloren Zertifikate, beispielsweise für Spielwarenlacke, ihre Gültigkeit und mussten unter hohem Kosten- und Zeitaufwand neu erbracht werden. Gestandene Firmen aus den alten Bundesländern nutzten die Situation zum Verdrängungswettbewerb. Dies alles führte zum Produktionsrückgang von damals über 2000 Tonnen Beschichtungsstoffen und Verdünnern auf ca. 250 Tonnen pro Jahr. Einher ging eine drastische Personalreduzierung.
Durch eine Umwandlungserklärung des Gesellschafters entstand 1991 die Höpner Lacke GmbH.
Neue Kundenstrukturen, Umgestaltung des Produktsortimentes und Berücksichtigung der Entwicklung des Marktes führten ab 1997 zu einer positiven Entwicklung.
Heute werden mit 10 Mitarbeitern ca.500 t verschiedenster Produkte hergestellt. Das Sortiment ist breit gefächert und umfasst unter anderem Dachbeschichtung, Antischimmelfarbe, Fassadenfarbe,
Faserdichtmasse, Nitrolack, Industrielack, Vergolderbedarf, 2K Anstrichstoffe und diverse Spezialprodukte.










