(openPR) Was in der vergangenen Nacht in China passiert ist, wird deutliche Nachwirkungen haben: In der Nacht zum heutigen Montag feierten in der Volksrepublik rund 1,3 Milliarden Menschen das neue Jahr. Eines, mit besonderer Bedeutung.
China ist außer Rand und Band: In keinem anderen Jahr ist es den Asiaten dort so wichtig, glücklich und aufmerksam Freunden gegenüber ins neue Jahr zu starten, denn im traditionellen Mondkalender steht das Jahr im Zeichen des Drachen. Dieses besondere Symboltier war das Zeichen des chinesischen Kaiserhauses und steht Pate für Reichtum und Glück, Güte und Intelligenz.
Auch hierzulande überschlagen sich die Erwartungen auf ein besonderes Jahr in Verbundenheit zu China. Das Jahr der Superlative beschert uns eine zehnjährige Partnerschaft zwischen dem "Chinesischen Verband für Völkerverständigung" und der dbb jugend nrw. Da in diesem Jahr eine chinesische Delegation zu Besuch in Deutschland sein wird, hat der gewerkschaftliche Jugenddachverband geplant, dieses besondere Jahr mit den chinesischen Freunden auch in besonderer Weise zu feiern.
Ein weiteres Jubiläum rund um China lässt sich dann vielleicht mit dem eigenen verbinden, denn die Stadt Köln feiert im Drachenjahr 25-jährige Städtepartnerschaft zwischen der Domstadt und Beijing. Wenn die dbb jugend nrw im Mai Besuch von ihren Freunden aus China bekommt, wird auch ein Besuch in Köln auf dem Programm stehen, um gemeinsam an den Feierlichkeiten dort teilzunehmen.
Auch das Auswärtige Amt stellt sich auf einen besonderen Geburtstag ein: Seit 40 Jahren pflegt die Bundesrepublik Deutschland diplomatische Beziehungen zu China. Im Februar, so bestätigte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums am vergangenen Freitag, will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den Weg ins Reich der Mitte machen.
Was aber hat es mit dem Hype um den Drachen und das besondere Jahr in China auf sich? Menschen, die wie zuletzt 2000 im Jahr des Drachen geboren sind, gelten als gesund, energiegeladen, zuverlässig, ehrlich und mutig. Ihnen wird außerdem nachgesagt, dass sie in besonderem Maße nach Harmonie streben, rechtschaffen und darum bemüht sind, ihre positiven Seiten zu zeigen. Kein Wunder also, dass in China in diesem Jahr trotz Ein-Kind-Politik ein besonderer Baby-Boom erwartet wird, denn zu den Vorgaben der staatlichen Familienplanung existieren inzwischen zahlreiche Ausnahmen und Sonderregelungen.
Erwartungsgemäß ist ein solch symbolträchtiger Jahreswechsel mit vielen Traditionen verbunden: So ließen viele Chinesen in der vergangenen Nacht Fenster und Türen offen, um das Glück herein zu lassen. Andere entzündeten Lichter im ganzen Haus, um dem Glück den Weg zu weisen und böse Geister abzuschrecken.
Wenig begeistert sehen Inhaber von Schuhgeschäften den Feierlichkeiten zum neuen Jahr entgegen. Das Wort "Schuh" ist im Chinesischen einem Wort für schlecht, böse und ungesund sehr ähnlich. Selbst schuhbegeisterte Frauen werden um Schuhläden in den nächsten Tagen einen großen Bogen machen, denn wer auf den Schuhkauf verzichtet, der hält sich das Unglück vom Leib, so der Aberglaube. Auch Frisöre werden in diesen Tagen wenig zu tun haben, denn die Wörter Haar und Glück sind identisch. Und wer will sich schon durch einen Haarschnitt das Glück "wegschneiden"?
Freunde und Familienangehörige feiern in diesen Tagen miteinander und beschenken sich, um sich besonders aufmerksam zu zeigen. Kaum ein Chinese war nicht in den vergangenen Tagen in seinen Heimatort unterwegs und hatte Drachenfiguren oder Geldgeschenken im Gepäck. Auch die dbb jugend nrw hat ihren Partnern in Festlandchina und auf Taiwan herzlich zum neuen Jahr gratuliert.
"Es erwarten uns aufregende Zeiten, und wir sind aufgefordert, die Ärmel hochzukrempeln und ehrgeizige Projekte in Angriff zu nehmen!", so und so ähnlich verbreiten chinesische Horoskope viel Aufbruchsstimmung für die kommenden Monate. Drachenjahr hin oder her - dieser Aussage schließt sich die dbb jugend nrw gerne an!












