(openPR) Radiofrequenz-Neurotomie ermöglicht minimalinvasiven Eingriff:
Wassergekühlte Sonden veröden betroffene Nerven und stoppen den Schmerz.
Bonn, 18. Januar 2012. – Die Volkskrankheit Nummer eins: Etwa 80 Prozent der deutschen Bevölkerung leidet mindestens einmal im Leben an Rücken- oder Nackenschmerzen. Beschwerden an der Wirbelsäule sind der Grund für jede vierte Krankschreibung und sogar ein Drittel aller Kinder bis 17 Jahre sind davon betroffen. Mehr als die Hälfte der Patienten haben wiederkehrende bis hin zu therapieresistenten, chronischen Schmerzen. Die Ursachen hierfür sind vielseitig und häufig nur schwer zuzuordnen, oftmals liegen degenerative Veränderungen zugrunde. Wo medikamentöse Behandlungen und Physiotherapien nicht genügen, bedarf es effektiver Alternativen. Das Orthopädische Zentrum Mittelrhein in Bonn hat sich auf die Methodik der Schmerzreduktion und Verbesserung der Beweglichkeit durch den Einsatz von wassergekühlten Radiofrequenzsonden spezialisiert.
Das Verfahren
Bei Patienten, die unter Schmerzen entlang der Brustwirbelsäule leiden, ist die Behandlung mittels Radiofrequenzsonde erfolgversprechend: Die Sonde wird hierbei durch eine spezielle Einführkanüle eingebracht, so dass der minimalinvasive Eingriff ohne Schnitt erfolgt. Sie gelangt an die jeweiligen gelenkversorgenden Nervenäste und schaltet diese aus. Der Nerv, der den Schmerz weiterleitet, wird verödet und die Wahrnehmung des Schmerzes somit längerfristig verhindert.
Der Eingriff erfolgt bei sterilen Bedingungen unter Röntgendurchleuchtung in örtlicher Betäubung, damit der Patient während der Behandlung ansprechbar ist und über seinen Schmerzzustand direkt Auskunft geben kann. Nachdem eine Führungskanüle exakt am Zielpunkt platziert wurde, schaltet ein lokales Betäubungsmittel den Nerv aus. Dann erzeugt die Sonde mittels Radiofrequenzen Wärme. Das Besondere ist die Form der Sonde, die eine kugelförmige Ausbreitung des Stroms ermöglicht und nacheinander mehrere Punkte, so genannte Läsionen, setzt. Dieser Vorgang kann solange wiederholt werden, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist. Die Risiken sind weitaus geringer als bei einer herkömmlichen Operation. Durch die konstante visuelle Kontrolle, die Wasserkühlung und die Ansprechbarkeit des Patienten ist eine Verletzung der umliegenden Nerven, Gefäße und Weichteile nahezu ausgeschlossen. Die Einstichstelle für die Sonde ist so minimal, dass sie lediglich steril mit einem Pflaster abgedeckt wird und eine Naht überflüssig ist.
Die Radiofrequenz-Neurotomie lässt sich auch bei Patienten mit tiefen Kreuzschmerzen, wie bei Beschwerden am Iliosakralgelenk oder der Lendenwirbelsäule anwenden. Sofern eine konservative Therapie keine Entlastung bringt, hilft hier die perkutane Denervierung, also die Behandlung durch die Haut mittels der speziellen Sonde.
Weitere Informationen zur Radiofrequenz-Neurotomie finden Sie auch auf der Website unter www.orthomittelrhein.de








