(openPR) Pliezhausen, 29.12.2011 – Einen detaillierten Überblick über die Methoden des Variantenmanagements bietet der aktuelle VDMA-Leitfaden „Variantenmanagement“, den der VDMA auf einer Veranstaltung im Februar vorstellen wird. Wolfram Schäfer, Geschäftsführer der IT Engineering GmbH, Pliezhausen, hat an dem 20 Seiten starken Bändchen mitgewirkt. Ihn interessiert die Frage, wie sich funktional unterschiedliche Bauteile oder -gruppen in der Steuerungssoftware als Varianten abbilden lassen. Zwar werden Aspekte wie das Schnittstellenmanagement für die Synchronisation der Teilprozesse oder die Vermeidung von Engineer to Order, der auftragsindividuellen Entwicklung von Komponenten, am Rande behandelt. Doch der Nutzen von Variantenmanagement wird in der Softwareentwicklung erst in Ansätzen ausgeschöpft.
Entwicklungs-, Integrations- und Testkosten reduzieren
Im Leitfaden heißt es: „Ist ein Baukastenprodukt strukturiert und übersichtlich dargestellt und entsprechend dokumentiert, so ist das Hinzufügen beziehungsweise Ändern von Funktionskomponenten mit geringst möglichem Aufwand machbar.“ Entwicklungs-, Integrations- und Testkosten in der Softwareentwicklung ließen sich auf diese Weise reduzieren. Dazu Wolfram Schäfer: „Die von uns entwickelte Software für Maschinen und Anlagen ist so ausgelegt, dass sie Varianz beherrscht. Es ist allerdings heute leider noch nicht selbstverständlich, dass die Grenzen mechatronischer Module auch in der Software eingehalten werden.“
Voraussetzung: sauber definierte Schnittstellen
Das gelingt mit der objektorientierten Programmierung. Sie fasst Codes und Daten in logische Einheiten zusammen, die sich in einer auf Wiederverwendbarkeit angelegten Architektur beliebig miteinander kombinieren lassen. Vorausgesetzt, die Schnittstellen werden sauber definiert, lassen sich so mechanische Komponenten wie Motoren, Getriebe oder Antriebsstränge eins zu eins in Softwarekomponenten abbilden.






