(openPR) DGB-Gewerkschaften läuft die Gefolgschaft davon !
Vertrauen in die Gewerkschaften und deren Funktionäre ist auf dem Tiefpunkt !
80 % der Bundesbürger haben wenig oder kein Vertrauen mehr zu den Gewerkschaften, wie eine Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ermittelt hat !
Und keine andere Berufsgruppe hat nach einer Untersuchung des Instituts für Demoskopie Allensbach bei der Bevölkerung ein so schlechtes Ansehen wie Gewerkschaftsfunktionäre.
Nur 5 % der Befragten bringen Ihnen noch Hochachtung entgegen, Unternehmer (21 %), Manager in Großunternehmen (14 %) und sogar Journalisten (10 %) schnitten deutlich besser ab.
Nur konsequent ist daher der Mitgliederschwund:
40 % der Mitglieder hat den DGB-Gewerkschaften in den letzten 10 Jahren den Rücken gekehrt, so dass Ende 2004 noch ca. 7 Millionen Organisierte, davon 1,9 Millionen "sonstige Mitglieder" (z.B. Rentner und Arbeitslose) in den Listen der DGB-Gewerkschaften stehen !
Doch damit ist noch kein Ende des Einflusses der Gewerkschaften da !
Auch in den Firmen verlieren die Gewerkschaften deutlich an Boden, wie die letzten Betriebsratswahlen 2002 trastisch zeigten: 40,7 % der Arbeitnehmervertreter sind heutzutage schon nicht mehr gewerkschaftlich organisiert und diese Tendenz zur Zunahme der unabhängigen Belegschaftsvertreter hat sich seit 1990 ständig erhöht.
Man muss wohl davon ausgehen, dass bei den nächsten Betriebsratswahlen im kommenden Jahr 2006 bereits die Mehrheit nicht mehr gewerkschaftlich organisiert sind!
Dass das Fundament der Gewerkschaften zerfällt, zeigen diese Zahlen sehr eindrucksvoll.
Doch woran liegt das ? - Wer ist Schuld ?
Auch wenn die Gewerkschaften für dieses Problem gerne die gesellschaftlichen Verhältnisse im Spätkapitalismus verantwortlich machen, bleibt die Frage, ob nicht die Gewerkschaftsfunktionäre selbst Schuld an dieser Entwicklung sind.
Es fehlen neue Konzepte und die bisherige Strategie des großen Umverteilungsmechanismuses haben wohl ausgedient.
Die Mitbestimmung der gewerkschaftlichen Top-Funktionäre als mitsteuernde Co-Manager der Konzerne und Unternehmen, als die sich selbst verstehen, ist inzwischen wohl mehr zu einem Wunsch geworden als tatsächlich noch Realität.
Und die Zeiten der großen Versprechen - so müssen dies auch die Gewerkschaften spüren - sind vorbei !
Ein globaler europäischer und weltweiter Wirtschaftsmarkt bringen eine noch nie da gewesene Intensität des Wettbewerbs und legen - auch den Unternehmen - Zwänge auf, gegen die eine Gewerkschaft, die sich immer noch kaum über die Grenzen des eigenen Staates hinaus orientiert, nicht erfolgreich zur Wehr setzen kann.
Neue Wege, neue Schritte und eine "Vision" der Sozialen Marktwirtschaft könnten helfen, sofern die Gewerkschaften auch mit den Gewerkschaften anderer EU-Staaten endlich mal zusammen- und miteinander arbeiten.







