(openPR) Gemeinschaftsprojekt mit TU Dresden, Uni Düsseldorf & Cognesys
Würselen, im Dezember 2011. Die ComNet GmbH, Würselen, entwickelt eine Web-Jugendschutzsoftware, die durch automatische Spracherkennung jugendgefährdende Websites in Echtzeit erkennt und sperrt. Das Systemhaus realisiert die Cloud-Lösung mit dem Institut für Akustik und Sprachkommunikation der TU Dresden, mit Computerlinguisten der Universität Düsseldorf und dem Anbieter von Sprachverstehungssystemen Cognesys in einem geförderten Projekt des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM). Mit dem ZIM fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Innovationskraft des deutschen Mittelstands.
Kern der dynamischen Jugendschutz-Anwendung wird das ComNet-Rechenzentrum, in dem das Sprachverstehungsgssystem läuft und gleichzeitig viele Tausend Bewertungsanfragen bearbeitet und beantwortet werden.
Die meisten Jugendschutzlösungen arbeiten mit sogenannten statischen Blacklists, auf denen die Webadressen jugendgefährdender Seiten verzeichnet sind, die ein Browser nicht öffnen darf. Der Nachteil dieser Methode: Es dauert seine Zeit, bis eine neue Seite auf der aktualisierten Blacklist landet und häufig sind es die falschen. Denn die einfachen Erkennungssysteme, die die angeblich inkriminierten Seiten identifizieren, verstehen die Inhalte nicht wirklich, sondern „zählen“ nur die als gefährdend definierten Begriffe. Die so entstehenden „Positive-False“-Wertungen betreffen häufig gerade die Seiten, die für Jugendliche wichtig sind, etwa wenn es um die Aids-Aufklärung geht.
Die neue ComNet-Lösung arbeitet dagegen mit einem automatischen Sprachverstehungssystem, das Cognesys beisteuert. Es erkennt, bewertet und sperrt gegebenenfalls die Inhalte einer Website für den minderjährigen Surfer.
Die Innovation der „Jugendschutzlösung 3.0“ steckt in der Rechnertechnik, die die sprachbasierenden Filterverfahren innerhalb von Sekundenbruchteilen ausführt und damit für den Masseneinsatz tauglich macht. Normalerweise sind dafür Rechenzentren mit teuren Supercomputern notwendig. ComNet setzt jedoch eine Technologie ein, die neben den Zentral- auch die Grafikprozessoren für Berechnungen nutzt und aus traditionellen Servern massivparallele Superrechner macht.
Damit kann das ComNet-Rechenzentrum, in dem das Sprachverstehungssystem läuft, mit preiswerter Standardtechnik Bewertungsanfragen auch dann in Echtzeit bearbeiten und beantworten, wenn Tausende gleichzeitig eintreffen, wie das in der Praxis der Fall sein wird.
ComNet wurde für das Projekt ausgewählt, weil das Systemhaus für ein mittelständisches Unternehmen bereits früh Erfahrungen mit dem Aufbau von Rechenzentren und der Bereitstellung von Cloud-Lösungen gesammelt hat. Branchenunabhängig bietet das Systemhaus bereits seit mehreren Jahren Security-as-a-Service-Software an, die Rechner und Netzwerke vor Viren, Spams und Eindringlingen schützt. Über 50 Steuerberater lassen im ComNet-Rechenzentrum ihre Speziallösungen von Datev, Addison und anderen Anbietern hosten.
Besonders von ComNets Verfahren für das sogenannte Load Balancing, mit denen die Auslastung der Rechner gesteuert und eine schnelle Abarbeitung aller eintreffenden Anfragen gewährleistet wird, profitiert das ZIM-Projekt.



