(openPR) Verbände der saarländischen Immobilienwirtschaft, der Makler und Gebäudesachverständigen, der Architekten- und Ingenieurkammer sowie der Mieterbund beklagen gemeinsam zu hohe energetische Anforderungen bei Gebäudesanierungen.
Ein Moratorium bei energetischen Auflagen für Wohngebäude fordern zahlreiche saarländische Verbände in einem gemeinsamen Positionspapier, das am Donnerstag im Rahmen einer Veranstaltung in der Congresshalle vorgestellt wurde.
Vor rund 200 Experten rund ums Wohnen zeigten sich die Verbände in der Bewertung der Konsequenzen der in den letzten Jahren auf europäischer und Bundesebene und vom Bund in rascher Abfolge verabschiedeten Gesetze, die bei energetischen Gebäudesanierungen zu berücksichtigen sind, einig: Die Gesetzesflut führe vor allem bei Investoren zu Verunsicherung, auch stoße die Finanzierbarkeit an ihre Grenzen.
Die Verbände verweisen dabei vor allem auf die niedrigen durchschnittlichen Einkommen im Saarland. Der Mieterbund verweist zudem auf die für viele Mieterhaushalte hohe Mietenbelastung, die keinen Spielraum für Mietsteigerungen zuließen. Auch stünden, so die Verbände in ihrer Stellungnahme, die Kosten für die Investitionen häufig in keinem Verhältnis zu den eingesparten Energiekosten.
Schließlich sei im Saarland aufgrund der Bevölkerungsentwicklung eine größere Vielfalt von Problemen als in nach wie vor wachsenden Regionen zu bewältigen. Das Saarland ist „mit München nicht vergleichbar“ heißt es in dem gemeinsamen Positionspapier.
Der Landesregierung, bei der Veranstaltung vertreten durch die Umweltministerin Dr. Simone Peter und durch deren Staatssekretär Dieter Grünewald, unterbreiteten die Verbände ein Dialogangebot. Dabei sei, so die Verbände, ein Maßnahmenbündel erforderlich, um die Energieeinsparziele zu erreichen. Dazu gehörten die optimierte Einstellung vorhandener Heizungsanlagen, Anreize für Bewohner, ihr Verbrauchsverhalten zu optimieren, Nutzung der rechtlichen Gestaltungsspielräume bei energetisch modernisierten Wohnungen von Hartz-IV-Empfängern, Ausbau einer dezentralen Energieversorgung, verstärkte Anreize für Nah- und Fernwärmeversorgungsnetze und die schnellere Nutzung neuer technologischer Konzepte.








