(openPR) Bonn / Zürich, 1. Dezember 2011 – Rund neun von zehn Unternehmen (85 Prozent) erlitten in den letzten zwölf Monaten mindestens eine Unterbrechung ihrer Lieferkette. Für die von Zurich Financial Services (Zurich) gesponserte Studie des Business Continuity Institute (BCI) wurden Teilnehmer aus 62 Ländern befragt.
Weitere Ergebnisse:
• Die Erdbeben von Japan und Neuseeland und der japanische Tsunami dieses Jahres wirkten sich auf 20 % der befragten Unternehmen in insgesamt 18 Ländern aus.
• Widrige Witterungsverhältnisse waren – wie auch schon im Bericht für 2010 – die wichtigste Ursache von Störungen (51 % der Nennungen). Ausserplanmäßige IT- und Telekommunikationsausfälle stellten mit 41 % der Nennungen die zweithäufigste Störung dar.
• Cyber-Angriffe stiegen in der Finanzdienstleistungsbranche unter die drei führenden Störungsquellen auf.
• Vorfälle in der Lieferkette verursachten bei fast der Hälfte der Unternehmen Produktivitätsausfälle, höhere Produktionskosten (38 %) und Einnahmeverluste (32 %).
• Zu den längerfristigen Konsequenzen von Störungen in der Lieferkette zählen Verunsicherung der Aktionäre (19 %), Rufschädigung (17 %) und verstärkt zu erwartende aufsichtsbehördliche Kontrollen (11 %).
• Für 17 % der Umfrageteilnehmer beliefen sich die finanziellen Gesamtkosten des größten Einzelvorfalls auf eine Million Euro oder mehr. Diese Zahl verdoppelt sich fast auf 32 %, wo entsprechende Nachforschungen weniger robuste Versorgungsketten aufzeigten.
• Zu den Bedrohungen, die derzeit an Bedeutung zunehmen, zählen Human Ressources-Probleme: der Verlust von qualifiziertem Personal und Kompetenzeinbussen rückte zwischen 2010 und 2011 von der 14. auf die 6. Stelle auf. Dies ist als Warnung zu verstehen, dass Entlassungen bei Zulieferern zunehmend Störungen verursachen.
• Die Studie ergab zudem, dass 40 % der Störungen unterhalb der Ebene der direkten Zulieferer auftreten, was verdeutlicht, wie wichtig ein Verständnis der Lieferkette ist.
• 74 % der Teilnehmer stimmten mit der Aussage stark oder teilweise überein, dass Outsourcing und Just-in-Time- bzw. Lean-Production-Strategien ihre Organisationen anfälliger für Störungen in der Versorgungskette machen.
„Wir stellen fest, dass immer mehr unserer Kunden erkennen, dass sie die Kosten von Unterbrechungen ihrer Lieferkette senken und Wettbewerbsvorteile gewinnen können, wenn sie die kritischen Risiken besser verstehen“, so Christoph Willi, Zurich Vorstand Global Corporate in Deutschland. Lyndon Bird, Technischer Direktor des BCI ergänzt: „Effizienzsteigerungen und Outsourcing-Strategien werden zwar sicherlich erhalten bleiben. Diese Studie belegt jedoch, dass ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Kosteneinsparungen und Schutz vor Störungen oder inakzeptablen Risiken, heute notwendiger ist als je zuvor. Dies gilt insbesondere für mögliche Reputationsschäden.“












