(openPR) Kochend heiße Außenflächen, zerbrochene Scheiben; gerissene Schamotte und giftiges Kohlenmonoxid en masse - der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtete zu Beginn dieser Woche in seinem Wirtschaftsmagazin „Markt“ über Qualitätsmängel bei Billig-Kaminen, die vorrangig über Baumärkte vertreiben werden. Dabei wird in dem Beitrag, der von Experten der Schornsteinfegerschule in Dülmen abgesichert wurde, gewarnt vor Wohnungsbrand- und Vergiftungsgefahren. Auf http://www.brennstoffspiegel.de sind die wichtigsten Ergebnisse der Tests nachzulesen.
HAMBURG/LEIPZIG (Ceto) In seinem Magazin „Markt“ warnte der NDR zu Beginn dieser Woche vor qualitativ minderwertigen Kaminöfen. Dabei wurden vier Kamine umfangreichen Tests unterzogen. Drei davon sind in Baumärkten erhältlich (Kosten: unter 200,00 Euro), einer im Versandhandel (unter 300,00 Euro). Experten der Schornsteinfegerschule im westfälischen Dülmen führten die umfangreichen Praxistests nach Bedienungsanleitung der Hersteller durch.
Dabei gab es schon fehlerhafte Bedienanleitungen (zu viel Brennholz für die angegebene Leistung), vor allem jedoch Mängel bei der Verarbeitung. Insbesondere waren bei zwei Modellen die Lüftungsregler mangelhaft und ließen sich nach kurzer Zeit nicht mehr sachgerecht bedienen. Bei einem dieser Modelle waren zudem die Schamotte schlecht verarbeitet und rissen.
Zu hohe Temperaturen
Alle Öfen entwickelten zu hohe Temperaturen, bei einem Exemplar betrug die gemessene Temperatur am äußeren Stahlmantel sogar über 200 °C – ausreichend für schwerste Verbrennungen. Einer übertraf auch die zulässige Abgastemperatur im Ofenrohr von 400 °C.
Bei solchen Temperaturen kann es, wenn es glücklicherweise nicht zu Verbrennungen kommt, zu Selbstentzündungen kommen, nämlich dann, wenn Möbelstücke nicht weit genug entfernt stehen, was wiederum vom Hersteller angegeben wird. Hierfür ist generell eine Oberflächentemperatur von 85 °C auf den Kaminen vorgesehen. Doch auch das wird von einem Modell locker getoppt
Reichlich Abgase
Die Schornsteinfeger prüften zudem die in der Bundesimmissionsschutzverordnung festgelegten Grenzwerte für Kohlenmonoxid und Staub. Zwar wiesen dem Bericht nach die Hersteller aller vier Öfen in ihren Prüfgutachten für die Zulassung Werte nach, die erheblich unter den Grenzwerten liegen. Der Praxisbetrieb kam jedoch zu ganz anderen Ergebnissen: Die Grenzwerte wurden bei allen vier Öfen erheblich überschritten - zum Teil um ein Vielfaches.
Der komplette Beitrag inkl. einer Verlinkung zum Film von Franz Jägeler sowie zur ausführlichen Textfassung des NDR-Beitrages finden sich hier.
http://www.brennstoffspiegel.de/technik.html?newsid=11212&title=NDR%3A+Brandgef%E4hrliche+Billig-Kamine&start=0












