(openPR) Sie kennen die Bilder alle: Boote, voll bis an den Rand mit Menschen, die ihr Leben wagen, um den Traum von Reichtum und Anerkennung im reichen Norden zu realisieren. Kein Wunder also, dass das Thema viele afrikanische Künstler beschäftigt. Ist es nach der Verschleppung in die Sklaverei ein zweites Mal ein gigantischer Verlust an menschlichen Ressourcen für die afrikanischen Völker.
Romuald Hazoumé hat auf der documenta 12 ein Boot mit dem Titel „Dream“ gebaut – ein Boot, dass nicht wirklich schwimmtauglich war, aber die Verkörperung des Traums vom Leben im reichen Norden darstellte.
Oriakhi Obefe Burxy Sule zeigt, wie alte Bäume junge Bäume fällen und der Baum-Samen in die Welt getragen wird: „Sie geben den jungen Menschen keine Chancen. Die, die Macht haben, zerstören alles und geben keine "Früchte" an die anderen ab. Sie wollen alles nur für sich selbst besitzen.“
Nun setzt sich Sada Tall künstlerisch mit dem Thema auseinander: „Schlechte Sozial- und Wirtschaftspolitik führt zu großer Arbeitslosigkeit mit der Konsequenz, dass viele junge Menschen keinerlei Hoffnung mehr haben, im eigenen Land erfolgreich sein zu können. Also suchen sie bessere Lebensumstände in Europa – um jeden Preis. Sehr viele junge Leute wagen den Weg über das Meer oder durch die marokkanische Wüste. Wir wissen nicht wie viele dabei ihr Leben verlieren und eine trauernde Familie zurücklassen.
Und die, die es schaffen, sehen sich einer völlig anderen Situation gegenüber als erwartet. Europa ist nicht das Paradies. Eine andere Agrar-, Industrie- oder Touristik-Politik könnte diese Menschen davor bewahren ihr Leben zu riskieren. Sie könnten verzichten auf „Barca ou Barcakh – Barcelona oder der Tod.“
Ausstellungseröffnung:
Samstag, den 3.12.2011, um 16 Uhr
Galerie african-painters.com
Pohlstr. 71
10785 Berlin








