(openPR) Frankfurt. Er wird jährlich vom Bundesverband Strategieforum e.V. vergeben: Der Deutsche Strategiepreis gehört mittlerweile zu den wichtigen Auszeichnungen für deutsche Unternehmer. Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele Firmenchefs um die Auszeichnung beworben. Während der Jahrestagung des Bundesverbandes Strategieforum e.V. in Frankfurt wurden die Auszeichnungen jetzt vergeben. Ausgeschrieben wurden die Preise in insgesamt drei Kategorien.
Den Preis für die beste Innovation erhielt Andreas Hadler von der Hadler GmbH in Felsberg. Sein Unternehmen hat 2004 explosionsgeschützte Notbeleuchtungen entwickelt. Sie werden vornehmlich auf Bohrinseln und Hochrisiko-Unternehmen der chemischen Industrie eingesetzt. Die Hadler GmbH gilt in diesem Bereich als technologischer Weltmarktführer. Heute werden die Leuchtkörper auch immer öfter in Hochhäusern eingebaut. Denn eine Studie zu der Katastrophe des New Yorker World Trade Centers zeigt, dass sich mehrere Tausend Menschen hätten retten können, wenn nicht die Notbeleuchtungen nach der Flugzeugkollision ausgefallen wären. Hadlers Notbeleuchtungen sind von dem allgemeinen Stromkreislauf unabhängig und funktionieren selbst dann noch, wenn alle Notstromaggregate nicht mehr funktionieren.
Den Preis für die beste Spezialisierung erhielt der Erbacher Unternehmer Stephan Koziol. Sein Odenwälder Unternehmen - die Koziol Ideas for Friends GmbH – ist weltweit die Designschmiede für Kunststoffprodukte im Küchen-, Bad- und Wohnbereich. Mit jeder Kollektion, die er mit Künstlern und Designern zusammen entwickelt, setzt er Trends in Sachen Form- und Farbgebung. Mittlerweile ist die Koziol Ideas for Friends GmbH eines der Unternehmen, die weltweit am häufigsten plagiiert werden. Stephan Koziol dazu: „Wir ärgern uns natürlich darüber sehr. Auf der anderen Seite ist das Plagiat die höchste Form der Anerkennung.“
Den Preis für die beste Kooperation erhielten Peter Kowalsky, Geschäftsführer der Bionade GmbH, und Martin Ritter von der Rhöner Bauernschaft. Der Hersteller des Kultgetränkes bezieht die Rohstoffe für seine alkoholfreie und durstlöschende Biobrause ausschließlich von den landwirtschaftlichen Betrieben aus seiner Region. Kowalsky umgeht damit den Großhandel. Das senkt die Kosten. Deshalb kann Bionade-Chef Kowalsky seinen Lieferanten mehr Geld für die Rohstoffe bezahlen.
Zusätzliche Strategiepreise wurden an Unternehmen vergeben, die streng nach der Engpass-Konzentrierten Strategie (EKS) nach Prof. Mewes arbeiten. Dabei kamen kleinere mittelständische Unternehmen mit sehr spezifischen Zielgruppen zum Zuge.
Ausgezeichnet wurde die Nerling Systemräume GmbH aus Renningen. Das Familienunternehmen hat sich auf das Bauen von Messräumen spezialisiert und ist in diesem Bereich Marktführer geworden. Um Messräume zu bauen, ist äußerste Präzision und Klimatisierung notwendig. Denn darin müssen immer gleiche Bedingungen herrschen. So darf z. B. die Temperatur nie schwanken, die Luftfeuchtigkeit muss immer gleich sein, um absolut vergleichbare Messergebnisse zu erhalten. Eingesetzt werden die Räume in vielen Entwicklungs- und Qualitätssicherungsabteilungen von Unternehmen, bei denen es auf besondere Präzisionsarbeit ankommt.
Einen weiteren EKS-Strategiepreis erhielt Klaus Schmidts. Der Unternehmer betreibt ein Hotel für Familienfeiern in Bevern-Lütgenade bei Holzminden. Wegen seiner hohen Service- und Kundenorientierung ist es bereits bis Ende 2012 ausgebucht. Jetzt hat er zusätzlich ein Hotel für Motorradfahrer ab 45 Jahren eröffnet. Auch das ist schon für die Saison komplett ausgebucht und in der Nebensaison zumindest zur Hälfte. Mit seiner Spezialisierung auf ältere Biker hat Schmidts eine Marktnische erschlossen.
Der Präsident des Bundesverbandes Strategieforum e.V., Peter Sawtschenko, erklärte nach der Preisverleihung: „Wir haben hier Unternehmen geehrt, die alle in ihrer Branche eine hohe Reputation und Anerkennung genießen. Jeder dieser Unternehmer kann stolz auf seine Leistungen sein.“






