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„Wir müssen die Sorgen der jungen Mediziner ernst nehmen“

18.11.201111:48 UhrGesundheit & Medizin
Bild: „Wir müssen die Sorgen der jungen Mediziner ernst nehmen“

(openPR) Der Landkreis Harburg aktiv gegen den Ärztemangel

Die flächendeckende und wohnortnahe medizinische Versorgung ist eine der wichtigsten Leistungen des deutschen Gesundheitssystems. Aber schon heute kann diese in einigen Regionen nicht mehr gewährleistet werden, da viele Hausärzte/-innen in Rente gehen und der Allgemeinmediziner-Nachwuchs den Weg in die Landarztpraxis scheut. Mit verschiedenen Initiativen wollen betroffene Regionen nun die Weichen zur Gewährleistung der nachhaltigen landärztlichen Versorgung stellen. Während viele Kampagnen mit finanziellen Anreizen locken, setzt die Initiative stadtlandpraxis des Landkreises Harburg auf praktische Hilfen bei Praxisübernahmen und -gründungen, der Suche nach Praktikumsstellen oder Festanstellungen sowie bei der Organisation der Verbundweiterbildung oder der Kinderbetreuung.



Bereits in den nächsten zehn Jahren, so Schätzungen der Arztzahlstudie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, soll es rund 7.000 niedergelassene Allgemeinmediziner weniger geben als heute. Besonders heikel ist die Situation in ländlichen Regionen. Stipendien und weitere finanzielle Hilfen, so die Überlegungen einiger Bundesländer, sollen Mediziner nun aufs Land locken. „Doch monetäre Anreize allein bewegen junge, gut ausgebildete Ärzte und Ärztinnen nicht, die Herausforderungen einer Praxiseröffnung auf sich zu nehmen“, weiß Reiner Kaminski, Leiter des Bereichs Gesundheit - Jugend - Soziales im Landkreis Harburg aus Erfahrung. Auch im Landkreis Harburg in Niedersachsen unweit der Stadt Hamburg spitzt sich die ärztliche Versorgungssituation zu. „Gehen wir von einer rentenbedingten Praxisaufgabe aus, so werden von den momentan 123 niedergelassenen Hausarztpraxen, die aktuell 245.000 Einwohner versorgen, in bereits in zehn Jahren nur noch 77 übrig bleiben“, erklärt Reiner Kaminski die prekäre Situation in seinem Landkreis. „Noch düsterer sieht es aus, wenn wir davon ausgehen, dass einige Ärzte ihre Praxis bereits mit 60 Jahren aufgeben. Dann wird es noch etwa 41 Hausarztpraxen geben und das bei einer steigenden Einwohnerprognose für unseren Landkreis.“

Lösungen schaffen
Der Landkreis Harburg will der drohenden Unterversorgung nun mit der Initiative stadtlandpraxis entgegensteuern. Ziel des Gemeinschaftsprojekts des Landkreises, der niedergelassenen Ärzte, der Kreiskrankenhäuser und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen ist die frühzeitige Bindung junger Ärzte an die Region. „Hierfür“, ergänzt Landrat Joachim Bordt, „muss man vor allem ihre Sorgen und Bedürfnisse ernst nehmen, Beratung anbieten, Hürden in der bisherigen Fachausbildung beiseite räumen, Teilzeitmodelle für die Vereinbarung von Familie und Beruf einrichten und eine planvolle Perspektive sichern. Handeln statt Reden ist hier gefragt.“

Der Landkreis Harburg bietet mehr
Kernpunkt der Initiative ist vor allem praktische Hilfe: „Wir beraten interessierte Ärzte bei allen Fragen rund um eine Praxisneugründung, unterstützen bei der Suche nach geeigneten Praxisräumen und -partnern und bieten eine Investitionsberatung an. Darüber hinaus vermitteln wir Voll- und Teilzeitstellen für junge Mediziner/innen, haben für Studenten eine Praktikumsbörse eingerichtet und helfen dabei, eine geeignete Kinderbetreuung zu finden“, beschreibt Reiner Kaminski. Niedergelassene Ärzte der Region stehen den Ärzten zusätzlich als Mentoren zur Seite. „Wenn man eine Praxis in einer eher ländlichen Struktur übernimmt, gibt es viele Herausforderungen zu meistern. Wir als niedergelassene Ärzte vor Ort wissen worauf es ankommt und können unseren jungen Kollegen viele Tipps geben und helfen die ersten Hürden zu überwinden“, sagt Dr. Rainer Hennecke, Facharzt für Allgemeinmedizin in Winsen/Luhe. Reiner Kaminski betont: „Wir haben in Gesprächen mit jungen Ärzten/innen festgestellt, dass sie vor allem eins wollen: eine langfristige Perspektive. Und diese bieten wir ihnen mit einer hervorragenden medizinischen Infrastruktur, einem steigenden Patientenpotential, einer hohen Lebens- und Wohnqualität im Landkreis, der Möglichkeit Land- und Stadtleben in der Metropolregion Hamburg zu verbinden und vor allem unseren ganzheitlichen Beratungsangeboten.“

Verbundweiterbildung für eine planvolle Zukunft
Um speziell Weiterbildungsassistenten die Organisation der einzelnen stationären wie ambulanten Ausbildungsstationen zu erleichtern, bietet der Landkreis auch eine Verbundweiterbildung an. Hierbei absolvieren die Mediziner ihre Facharztausbildung nach einem strukturierten und zwischen den Verbundpartnern abgestimmten Curriculum, das gleichzeitig Planungssicherheit gibt und Freiräume und Teilzeitoptionen zulässt. „Dank einer exzellenten Vernetzung zwischen den Krankenhäusern, darunter zwei Akademische Lehrkrankenhäuser, und den niedergelassenen Arztpraxen ist eine planvolle Facharztausbildung in der Allgemeinmedizin mit enger Bindung an den Patienten gewährleistet und das bietet Perspektiven für alle Beteiligten“, ergänzt Landrat Joachim Bordt. Um bereits frühzeitig Medizinernachwuchs für die Region zu interessieren, sprechen die Vertreter der Initiative stadtlandpraxis auch Abiturjahrgänge der Region aktiv an. Medizinstudenten erhalten regelmäßig Informationen über die Aktivitäten des Landkreises über ein eingerichtetes Kontakthalteprogramm.

Vorteile für alle Beteiligten
„Die Initiative ist ein wichtiger Schritt, um die medizinische Versorgung in der Region Harburg sicher zu stellen“, sagt Norbert Böttcher, Geschäftsführer der Krankenhäuser Bucholz und Winsen. „Als größte Gesundheitsversorger vor Ort unterstützen wir die Initiative gern in der Ausbildung der Ärzte, die vom Know-how unserer Spezialisten profitieren können. So bauen wir bereits in der Weiterbildungsphase eine nachhaltige Bindung zu den künftigen Zuweisern auf und fördern eine nachhaltige Versorgungsstruktur für die ganze Region.“ Die Früchte ihrer intensiven Arbeit konnte das Team der Initiative stadtlandpraxis bereits ernten: „Die ersten erfolgreichen Gespräche mit interessierten Medizinern/innen, die planen sich in der Region niederzulassen, haben wir bereits geführt.“

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