(openPR) „Die revolutionäre Umwandlung des alltäglichen Lebens … wird das Ende jedes einseitigen, als Ware aufgespeicherten Ausdrucks der Kunst und zu gleicher Zeit das Ende jeder spezialisierten Politik bedeuten.“ Guy Debord, 1961
PSJM gehören laut des kürzlich erschienen Buchs Art & Agenda: Political Art and Activism, das 2011 im Verlag Gestalten, Berlin veröffentlicht wurde, zu den 100 bekanntesten politischen Künstlern.
WHITECONCEPTS freut sich, eine Werkauswahl des in Berlin lebenden spanischen Künstler- Duos unter dem Titel RED CONCEPTS FOR RIGHT COLLECTORS zu zeigen. Die Einzelausstellung kombiniert stark theoretische Inhalte mit einer sorgfältigen formalen Ausführung und offenbart dem Publikum soziale Reflexion. Oftmals gehören die ironisch aufgeladenen und ästhetischen Objekte von PSJM zu umfangreichen Projekten.
Die Analyse von Brand Marketing und globalen Wirtschaftsformen spielen eine entscheidende Rolle in der künstlerischen Arbeit von PSJM. Ihr Pseudo-Hollywood-Trailer Corporate Armies beschreibt eine Welt, die von Konzernen regiert wird: Marketing und Totalitarismus werden in einem beängstigenden Szenario vorgeführt, als wenn der Kapitalismus ungezwungen und grenzenlos vorherrschen könnte, ohne das demokratische Institutionen auf ihn einwirken könnten. Zu Corporate Armies gehören auch Skulpturen, die mittels 3D-Technologie hergestellt wurden sowie "historische Zeichnungen", die wiederum auf Massenkultur verweisen und die Faszination für die ‚Schönheit des Krieges‘ ausdrücken. Mit social geometry fordert PSJM eine Verbindung von emphatischer formaler Reduktion auf Basis statistischer Angaben. Ihre Komposition American Colors, die an konkrete Kunst erinnert, basiert auf Statistiken der Volkszählung, die den Anteil der amerikanischen Bevölkerung im Gefängnis oder derer in Armut ausdrückt. Auch Class Geometry, eine ihrer neuesten 3D-Animationen, beschreibt Schemata von sozialen Klassen, wobei zwei Möglichkeiten für die Entwicklung globaler sozialer Ordnungen aufgezeigt werden: Die eine ist utopisch, die andere dystopisch. Vielleicht nicht überraschend, aber auch nicht entmutigend ist, dass letztere dem aktuellen globalen Trend, der Vernichtung der Mittelschicht, entspricht.
PSJM ist ein Künstlerkollektiv, dass im Jahr 2003 von Cynthia Viera (*1973) und Pablo San José (*1969), mit Sitz in Berlin gegründet wurde. Als Marke PSJM untersuchen die Künstler Tendenzen des Kunstmarkts, der Verbraucherkommunikation aber auch die Funktion künstlerischer Qualität. Sie nutzen die Kommunikationsstrategien des spektakulären Kapitalismus, um Paradoxien sowie die Produktionsmethoden und deren chaotische Entwicklung zu demonstrieren.
Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Gruppen-und Einzelausstellungen in weiten Teilen Europas und Amerikas gezeigt, u.a. PS1-MOMA, New York, Galería Blanca Soto, Madrid, Riflemaker Gallery, London, Galería Baró Cruz, Sao Paulo, WIP:sthlm, Stockholm.










