(openPR) Was braucht man, um die neue Frankfurter Altstadt zu gestalten? Drei Tage, ein Dutzend engagierte Graffiti-Künstler, Jugendliche und junge Erwachsene, mehr als 300 Quadratmeter Fläche und viel Farbe. Jedenfalls wenn es nach den Kreativen des Jugendladens Bornheim geht. Die DomRömer GmbH hatte die Einrichtung der kommunalen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Stadt Frankfurt gebeten, sich im Rahmen ihres Jugendprojektes „Offenes Atelier“ kreativ mit der Neugestaltung der Frankfurter Altstadt auseinanderzusetzen. Auf dem Bauzaun an der Südseite des DomRömer-Areals setzten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen am vergangenen Wochenende ihre Ideen in bildgewaltigen, farbenfrohen Graffiti um. Unterstützt und angeleitet wurden sie dabei von Künstlern wie Balàzs Vesszösi, Klark Kent, Justus Becker, Fuego, Spike und vielen mehr.
Die Graffiti setzen sich thematisch mit der Altstadt vor ihrer Zerstörung 1944, mit den geplanten Neubauten und natürlich dem Archäologischen Garten – der Keimzelle der Stadt – auseinander. Dabei kamen verschiedenen Stilarten zum Einsatz: Die zum Teil fotorealistischen Arbeiten wurden mit Figuren, sogenannten Characters, abstrakteren Formen – Styles – sowie Malerei umgesetzt. Der Reiz für Künstler wie Jugendliche lag auch darin, all diese Elemente und verschiedenen Arbeiten an einem prominenten Ort wie der Frankfurter Altstadt miteinander zu verbinden. Gemeinsam wurden Motive und ein Farbkonzept entwickelt, das sich an den Farben, die in der Altstadt vorherrschen, orientiert.
Stefan Mohr, Leiter des „Offenen Aterlies“, freut sich, dass er auch für dieses Projekt internationale Künstler begeistern konnte, die sich unentgeltlich für die Arbeit mit den Jugendlichen engagieren. „Wir sind immer auf der Suche nach legalen Flächen, an denen gezeigt werden kann, wie die Kunstform Graffiti eine Fläche im öffentlichen Raum verändern kann.“ „Die meisten Passanten suchten bisher eher den Blick über den Bauzaun. Wir freuen uns, dass nun auch der Bauzaun selbst zum Blickfang geworden ist und wir damit gleichzeitig ein Jugendprojekt wie das des Jugendladens Bornheim unterstützen konnten“, so Patrik Brummermann, Projektmanager der DomRömer GmbH.
Bereits in der Vergangenheit hatten Projekte des Jugendladens Bornheim im öffentlichen Raum Aufsehen erregt, zuletzt etwa Graffiti am Historischen Museum. Das kostenfreie Angebot „Offenes Atelier“ ermöglicht Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen zwölf und 21 Jahren, sich durch künstlerische Aktionen individuell auszudrücken. Angeleitet werden sie dabei von ausgebildeten Sozialpädagogen und erfahrenen Künstlern. „Kreativität ist eine Lebensgestaltungskompetenz, die sich auf alle Alltagszusammenhänge überträgt und nicht nur im künstlerischen Bereich zu finden ist. Diese Kompetenz gilt es zu unterstützen“, sagt Mohr.








